FC Bayern nach Glanzlos-Sieg im Halbfinale! 1. FC Saarbrücken gelingt Sensation

Bericht zum DFB-Pokal Viertelfinale der Saison 2019/20

Bildquelle: Orchi [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der FC Bayern steht zum elften Mal in Folge im Halbfinale des DFB-Pokals. Das Flick-Team behielt in einem unspektakulären Viertelfinale mit 1:0 beim FC Schalke die Oberhand. Joshua Kimmich war der Matchwinner. Derweil geht das Pokalmärchen vom 1. FC Saarbrücken weiter. Der Viertligist setzte sich auf dramatische Art und Weise gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf durch. Inklusive eins denkwürdigen Elfmeterschießens.

Bayern München war bei seinem Gastauftritt in der Veltins-Arena von Beginn dominant, aber längst nicht in Gala-Form. Doch die war auch gar nicht nötig, um den seit Wochen schwächelnden FC Schalke 04 in Griff zu haben, der zunächst sehr verhalten agierte und hinten Beton anrührte. Folgerichtig verbuchte der FCB ein Chancenplus, aber weder Benjamin Pavard (22.) noch Thomas Müller (24.) oder ein verunglückter Kopfball von Schalkes Winterneuzugang Jean-Clair Todido (20.) konnte Markus Schubert in Verlegenheit bringen.

Kimmich bringt FC Bayern auf Siegerstraße

Der Schalke-Keeper hat von Trainer David Wagner das Vertrauen ausgesprochen bekommen, nachdem sich Bald-Bayer Alexander Nübel zuletzt in der Bundesliga einige Patzer erlaubte und mit Pfiffen von den eigenen Fans bedacht wurde. Obwohl die Bayern das Geschehen klar bestimmten, hatten auch die Königsblauen durch Guido Burgstaller zwar Riesenchancen - ein Lattentreffer (12.) und ein Abseitstor (20.).

In der 40. Minute gingen die Münchner, die Schalke durch massives Gegenpressing zusetzten, durch den stark aufspielenden Joshua Kimmich verdient in Führung. Der Nationalspieler, der auf Schalke in ungewohnter Rolle als Innenverteidiger aushalf, traf nach einer Coutinho-Ecke von der Strafraumkante zum 1:0.

FC Schalke zu harmlos - München locker weiter

Nach dem Wechsel war der FC Schalke um den Ausgleich bemüht und setzte vermehrt Offensivakzente. Doch richtig Gefahr konnte der Revierklub nicht ausstrahlen. Die beste Möglichkeit hatte noch der eingewechselte Benito Raman, der einen Konter aber nicht erfolgreich abschließen konnte (65.). Und die Bayern? Der amtierende Pokalsieger schaltete im zweiten Durchgang einen Gang runter und beschränkte sich meistens auf Ergebnisverwaltung.

Erst nach rund 60 Minuten spielte der FCB wieder zielstrebiger und hätte bis zum Abpfiff noch durch Coutinho (62.), dessen Schlenzer an die Latte klatschte, oder Leon Goretzka (69./72.) die Führung ausbauen können. Aber es bleib beim verdienten 1:0 für den FC Bayern, der in der Partie 20:6 Torschüsse, 14:1 Ecken und 80 Prozent Ballbesitz verbuchte.

 

 

1. FC Saarbrücken schafft Historisches

Sensationell steht auch der 1. FC Saarbrücken im DFB-Pokal Halbfinale. Der ambitionierte Regionalligist ist der erste Viertligist, dem der Sprung in die Runde der letzten Vier glückte. Der krasse Underdog lieferte sich mit Fortuna Düsseldorf eine dramatische und packende Pokalschlacht, an dessen Ende der FCS die favorisierten Rheinländer mit 7:6 nach Elfmeterschießen eliminierte.

Nach 90 Minuten hatte es 1:1, wobei Alfredo Morales die Saarbrücker mit der ersten Chance in der 26. Minute in Führung brachte. Düsseldorf war zwar das optisch überlegene Team, konnte aber erst in der 90. Minuten den Ausgleich bejubeln. Der aufgerückte F95-Keeper Florian Kastenmeier verlängerte mit dem Kopf auf Mathias Jörgensen, der zum Last-Minute-Ausgleich einnickte. Schon in der 83. Minute hatte die Fortuna die Riesenchance auf 1:1 zu stellen, aber Rouwen Hennings scheiterte mit einem Elfmeter am glänzend aufgelegten Daniel Batz.

Fünf gehaltene Elfer! FCS-Keeper Batz avanciert zum Helden

In der Verlängerung hatte zunächst der 1. FC Saarbrücken wieder Oberwasser und kam zu einigen Möglichkeiten. Düsseldorf war dagegen nicht mehr so zwingend, sodass keine weiteren Tore in der Verlängerung fielen und die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Dieses war an Dramatik kaum zu übertrumpfen. Auf beiden Seiten vergaben jeweils zwei der ersten fünf Schützen, sodass auch die Elfer-Lotterie einen Nachschlag bekam.

Nachdem sieben Schützen in Folge verwandelten, zeigte Jörgensen Nerven und fand im überragenden FCS-Schlussmann Batz seinen Meister. Insgesamt parierte der 29-Jährige fünf Elfmeter (vier im Elfmeterschießen, einen im Spiel) und krönte sich zudem mit weiteren Glanztaten zum Pokalhelden von Saarbrücken.


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