Transfergerüchte: 1. FC Union Berlin blickt zu Sebastian Andersson

1. FC Union Berlin wirft ein Auge auf Sebastian Andersson

Bildquelle: Eigenes Werk [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Beim 1. FC Union Berlin steht die Kaderplanung für die kommende Saison in der 2. Liga an. Nachdem das Team von Ex-Trainer André Hofschneider den Aufstieg ganz klar verpasst hat und am Ende gegen den Abstieg spielte, rollten bekanntlich Köpfe. Am gestrigen Pfingstsonntag gastierten die Eisernen beim Siebtligisten Türkiyemspor, was zugleich auch das letzte Spiel unter der Leitung Hofschneiders bedeutete.

Union Berlin konnte zum Saisonabschluss noch einen ungefährdeten 9:1-Sieg über Türkiyemspor einfahren. Die Tore schossen Berkan Taz (2), Philipp Hosiner (2), Marcel Hartel (2), Akaki Gogia, Marc Torrejón und Grisha Prömel. Vor rund 1.500 Zuschauern feierte beide Teams den 40. Geburtstag des Klubs aus Berlin Kreuzberg. Anlässlich dieser Partie konnte man den Nachbarn aus Köpenick zum Freundschaftsspiel für sich gewinnen.

Es war ein Schaulaufen des Zweitligisten, an dessen Sieg es zu keiner Zeit Zweifel gab. Nun geht es für die Spieler erst einmal in den Urlaub. Im Urlaub werden sich einige Spieler Gedanken um ihre Zukunft machen. Ebenso die Funktionäre, allen voran der Geschäftsführer Sport Oliver Ruhnert, der für die Kaderplanung verantwortlich ist.

Das angebliche Interesse an Lennart Czyborra scheint erloschen zu sein, auch wenn Ruhnert den U19-Nationalspieler noch aus gemeinsamen Schalker-Zeiten kennt und dieser eine Union-Vergangenheit besitzt. Der Blick könnte hingegen zum Absteiger 1. FC Kaiserslautern schweifen, der einen immensen Aderlass zu befürchten hat. Viele Stammspieler werden den Gang in die 3. Liga nicht mitmachen und so steht der Zerfall des Teams vom Betzenberg kurz bevor.

Im Mittelpunkt steht dabei mitunter Sebastian Andersson, der als treffsicherster Stürmer die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Der 26-jährige Schwede kam in der aktuellen Saison auf 12 Treffer für die Roten Teufel. Den Abstieg konnte Andersson damit dennoch nicht verhindern. Bei den Pfälzern besitzt Andersson noch einen Vertrag bis 2020, allerdings scheint es mehr als fraglich, dass er seinen Kontrakt auch erfüllen wird.

Mainz 05, SC Freiburg und Klubs aus dem Ausland interessiert

Bei den Lauterern steht zudem ein Neuanfang an, um den sofortigen Wiederaufstieg zu packen. Sehr wahrscheinlich ohne Sebastian Andersson. Am Mittelstürmer sollen neben dem 1. FC Union Berlin aber auch noch andere Vereine aus der Bundesliga interessiert sein. Darunter der 1. FSV Mainz 05 und der SC Freiburg, der den Klassenerhalt sichern konnte. Aber auch aus dem Ausland hört man Transfergerüchte, wonach der ehemalige schwedische Nationalspieler Begehrlichkeiten geweckt haben soll.

Verschiedene Medien berichten darüber, dass es sich dabei um Chievo Verona aus der italienischen Serie A handeln soll. Und auch aus England schwappt das vermeintliche Interesse am Knipser nach Deutschland rüber. Genauer gesagt wäre hier der FC Brentford zu nennen. Union Berlin steht damit in harter Konkurrenz im Werben um den treffsicheren Stürmer, der in der 2. Liga sein Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Was passiert mit Philipp Hosiner?

Das Transfergerücht macht durchaus Sinn, denn wie es mit Philipp Hosiner weitergeht, weiß man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau. Der Österreicher besitzt bei den Eisernen noch einen Vertrag bis 2019 und der Verein könnte in diesem Sommer noch einmal Kasse machen, wenn man den 29-jährigen ehemaligen österreichischen Nationalspieler verkaufen würde. Hosiner konnte nach der schwerwiegenden Verletzung von Sebastian Polter nicht gänzlich überzeugen.

Seine Torausbeute beläuft sich auf zwei Tore in 19 Einsätzen. Zu wenig für einen Mittelstürmer, der sicherlich größere Ambitionen auf einen Stammplatz in der Union-Elf hegt. Aber auch ein Sebastian Andersson müsste sich wahrscheinlich mit der Rolle des Jokers zufriedengeben, denn sobald sich Sebastian Polter von seinem Achillessehnenriss erholt hat, dürfte es schwer werden, am bulligen Stürmer vorbeizukommen. Einzig die Aussicht, mit einer Doppelspitze aufzulaufen, könnte Hoffnungen auf Startelfeinsätze machen. Noch nicht ganz raus ist, wie hoch die Ablösesumme für den 26-jährigen Rechtsfuß ausfallen wird, denn nicht nur sein Vertrag bis 2020, sondern auch sein Marktwert von rund 1,1 Millionen Euro (Quelle Transfermarkt.de) bietet viel Verhandlungsspielraum für den 1. FC Kaiserslautern.

Andersson vor dem Absprung beim 1. FC Kaiserslautern

Beim 1. FC Kaiserslautern ist man zudem auf jeden Euro angewiesen, um den Aufstieg in die 2. Liga stemmen zu können. Neues Spielermaterial muss her und Andersson könnte mit seinem Transfer zu einem anderen Klub durchaus behilflich sein. Die Personalie Sebastian Andersson könnte also auch in der Alten Försterei sehr interessant werden. Spätestens, wenn klar ist, wer die Köpenicker in der neuen Saison vom Spielfeldrand befehligen wird.

Bis dahin muss man abwarten, wie sich der Sommer transfertechnisch gestalten wird. Klar ist jedoch, dass nun Taten folgen müssen, nachdem André Hofschneider vom Trainerposten enthoben wurde. Eine weitere Saison gegen den Abstieg möchten weder Fans noch die Klubfunktionäre miterleben.


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