Tsitsipas holt ersten Masters-Titel! Rublev im Finale von Monte Carlo chancenlos

Tsitsipas mit Erfolg beim Turnier in Monte Carlo

Bildquelle: Carine06 from UK [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Es ist geschafft: Stefanos Tsitsipas hat in Monte Carlo sein erstes Masters-Turnier seiner Karriere gewonnen! Im Finale der aufstrebenden Superstars machte der Grieche mit Andrey Rublev kurzen Prozess und fegte seinen Kontrahenten souverän mit 6:3, 6:3 vom Platz. Auch auf der WTA Tour wurde gespielt und Außenseiterin Astra Sharma konnte ihrerseits beim WTA-Tour-250-Event in Charleston gegen Ons Jabeur ihren ersten Turniertriumph bejubeln.

Aller guten Dinge sind drei: Nachdem Stefanos Tsitsipas nach Montreal 2018 und Madrid 2019 seine erste zwei Masters-Endspiele verlor, hat es im dritten Anlauf endlich geklappt. Der Australian-Open-Halbfinalist konnte sein drittes Masters-Finale siegreich gestalten. Bei der hochklassig besetzten und mit 2,46 Millionen Euro dotierten Sandplatzveranstaltung in Monte Carlo bot der 22-jährige Tennis-Emporkömmling eine bärenstarke Vorstellung und tütete den Sieg gegen Herausforderer gegen Andrey Rublev in nur 71 Minuten an.

„Beste Woche meines Lebens“ für Stefanos Tsitsipas in Monte Carlo

Am Ende hieß es 6:3, 6:3 für Tsitsipas. Für den 1,93 Meter großen Rechtshänder war es der sechste Karriere-Titel und nach dem Erfolg bei den ATP Finals 2019, dem Jahres-Endturnier der besten acht Tennisspieler, der wichtigste. Anders als Rublev, der im Viertelfinale Sandplatz-Spezialist Rafal Nadal eliminierte, musste Tsitsipas beim ersten wirklich großen Sandplatzturnier des Jahres zwar keinen Top-Spieler aus dem Weg räumen. Dafür verlor der Weltranglistenfünfte im gesamten Turnierverlauf in seinen sechs Matches auch nicht einen Satz.

Die Freude über seinen erstes Masters-Titel, den er ausgerechnet auch noch in Monte Carlo holte, war Stefanos Tsitsipas anzusehen. „Eine unglaubliche Woche, ich bin überwältigt“, erklärte der gebürtige Athener beim Sieger-Interview. „Das war die beste Woche meines Lebens.“ Monte Carlos und Tsitsipas verbindet eine besondere Beziehung. Schließlich wohnt er im Fürstentum, wo er seit Jahren seine Trainingsbasis hat, und ist hier schon als Kind auf der Tennisanlage gewesen, um hat den Stars zuzusehen. Nun ist er selbst ein Megastar!

Monte Carlo Finale: Tsitsipas dominiert Rublev eindrucksvoll

Das zeigte Tsitsipas auch eindrucksvoll im Monte Carlo Finale gegen Rublev, welches zur Überraschung aller, sehr einseitig verlief. Rublev hatte dem variablen Spiel des Südeuropäers nichts entgegenzusetzen. Tsitsipas dominierte die Partie mit seiner harten, platzierten Vorhand und schlug hervorragend auf. Gegen seinen russischen Kontrahenten glückte ihm im ersten Durchgang schnell das Break und nach 32 Minuten brachte der hoch überlegene Tsitsipas vor den Augen seiner Familie auf den Zuschauerrängen den ersten Satz mit 6:3 nach Hause.

Gleiches Bild im zweiten Satz. Andrey Rublev konnte nicht sein kraftvolles Spiel aufziehen und auch nicht an die guten Leistungen der Runden zuvor anknüpfen bzw. diese bestätigen. Zudem schlichen sich beim 23-Jährigen mehr und mehr leichte Fehler ein. Tsitsipas hingegen fand auf dem Platz hingegen immer die bessere Antwort und nutzte außerdem seine Breakchancen eiskalt.

Tsitsipas nutzt alle Breakbälle, gewährt selbst keinen

Bemerkenswert: Tsitsipas gewährte Rublev nicht einmal die Chance auf ein Break, während er selbst die sich insgesamt drei bietenden Breakbälle verwertete. Passend dazu, verwandelte er seinen ersten Matchball zum ungefährdeten 6:3, 6:3-Triumph. Im siebten Duell gegen Rublev war es der vierte Sieg für Tsitsipas.

 

 

Die Überlegenheit von Stefanos Tsitsipas im Finale der beiden ehemaligen Nummer 1 der Welt im Juniorenbereich lässt sich auch mit Zahlen belegen. So konnte bei erfolgreichem ersten Aufschlag in 86 Prozent der Fälle auch den Punkt machen! Zwar kam auch Rublev in dieser Kategorie mit 80 Prozent auf einen guten Wert. Allerdings haderte der Youngster mit seiner Aufschlagquote, die bei seinem ersten Aufschlag lediglich bei 56 Prozent lag. Bei zweitem Aufschlag holte Rublev lediglich in 67 Prozent auch den Punkt.

Alexander Zverev bleibt dank Rublev-Pleite 6. der Weltranglisten

Alexander Zverev dürfte die Pleite des zuvor so formstarken Andrey Rublev durchaus mit etwas Erleichterung verfolgt haben. Denn hätte Rublev seinen ersten Masters-Titel eingefahren, hätte er Deutschland besten Tennisspieler in der Weltrangliste vom 6. Platz verdrängt. Dennoch verbesserte sich Rublev im Ranking durch seinen Finaleinzug von Monte Carlo auf Kosten des Schweizer Altmeisters Roger Federer immerhin auf den 7. Platz.

Zverev schlug im Fürstentum ebenfalls auf, doch der Hamburger scheiterte bereits im Achtelfinale am Belgier David Goffrin knapp mit 4:6, 6:7. Allerdings plagte sich die 23-jährige deutsche Nummer eins weiterhin mit Schmerzen am Ellbogen. Dennoch will Alexander Zverev, der im März noch Acapulco triumphierte, ab dem 26. April bei den BMW Open in München an den Start gehen.

Zum Teilnehmerfeld der Monte Carlo Masters 2021 zählte übrigens auch Novak Djokovic. Der Weltrangliste scheiterte aber ebenfalls frühzeitig im Achtelfinale, wo er sich sensationellem dem Briten Daniel Evans (4:6, 5:7) geschlagen geben musste. Für Evans kam indes im Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas das krachende Aus (2:6, 1:6), der bei diesem Sandplatzturnier an Nummer vier gesetzt war.

WTA Charleston: Astra Sharma feiert ersten Turniersieg

Aber nicht auf der ATP Tour wurde am Wochenende ein Turnier beendet. Denn auch im Damentennis flog die gelbe Filzkugel. So auch beim WTA Turnier in Charleston, einem Event der WTA 250 Kategorie. Und hier konnte Astra Sharma erstmals einen Turniersieg auf der WTA Tour bejubeln.

Die 25-jährige Australierin war im Endspiel gegen die Turnierfavoritin Ons Jabeur aus Tunesien zwar der Underdog, dennoch behielt sie nach einem spannenden und umkämpften Match in drei Sätzen die Oberhand. Den ersten Satz gewann noch Jabeur souverän mit 6:2. Doch anschließend kämpfte sich Sharma in die Partie zurück und entschied die weiteren Durchgänge mit 7:5 und 6:1 zu ihren Gunsten. Somit muss die 26-jährige Jabeur weiter auf ihren ersten Turniersieg auf der Tour warten, darf sich aber mit Platz 25 in der Weltrangliste über ein neues Karriere-Hoch freuen.

Natürlich machte auch Astra Sharma, die zuvor einmal in einem WTA-Finale stand, im Ranking mit ihrem Turniererfolg einen ordentlichen Sprung und verbesserte sich um 45 Plätze auf den 120. Rang.


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