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Real Madrid Zwischenfazit: Was können die Königlichen in dieser Saison noch reißen?

Zwischenfazit nach Hinrunde 2020/21 - Wie geht es mit Real Madrid weiter?

Bildquelle: Carlos Delgado [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die bisherige Saison von Real Madrid ist von Licht und Schatten geprägt. Schon zwei handfesten Krisen mussten die Königlichen in der Spielzeit 2020/21 überstehen und ließen Trainer Zinédine Zidane um seinen Job zittern. Dennoch mischen die erfolgsverwöhnten Blancos noch durchaus aussichtsreich in allen Wettbewerben mit. Höchste Zeit für einen ersten Saisonrückblick und Prognose zu den Titelchancen von Real Madrid.

Zweiter in der spanischen La Liga nach 20 Spieltagen und das Achtelfinale der Champions League erreicht! Soweit erstmal die nackten und wichtigsten Fakten von Real Madrid zur Saison-Hälfte. Diese lesen sich gar nicht so schlecht. Aber in der spanischen Hauptstadt hing in den letzten Wochen und Monaten der Haussegen immer mal wieder schief. Die Aussichten für den restlichen Saisonverlauf sind nicht gerade rosig, es droht eine titellose Saison.

Real Madrid verzichtet auf Transfer zu Saisonbeginn

Im Sommer ließ Real Madrid die Chance vergehen, den Kader punktuell zu verstärken. Wenngleich zu beachten ist, dass der spanische Hauptstadtklub nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie auf die sonst üblichen großen Sprünge auf dem Transfermarkt verzichtete und sich in starker Zurückhaltung übte. Das Ergebnis: Nicht ein Neuzugang fand zu dieser Saison den Weg ins Estadio Bernabéu. Stattdessen sollen es vornehmlich die Ü30-Stars wie Sergio Ramos, Toni Kross, Luka Modric oder Karim Benzema richten.

Dafür begrüßten die Königlichen auf der Sponsoren-Seite einen interessanten Neuzugang. Mit easyMarkets ist zu Saisonbeginn ein gut etablierter Finanzdienstleister als neuer Sponsor bei Real Madrid eingestiegen und fungiert vorerst für die nächsten drei Jahre als offizieller Online-Handelspartner.

La Liga: Königliche Achterbahnfahrt

In der spanischen Meisterschaft erwischte Real Madrid einen mäßigen Start. Nur drei der ersten fünf Partien wurden gewonnen. Und als man sich nach einer Phase der vermeintlichen Stabilisierung mit fünf Siegen aus sechs Siegen wieder auf dem aufsteigenden Ast befand, erlebte die Zidane-Truppe einen ganz schwarzen November mit nur einem Punkt aus drei Spielen. In dieser Phase kassierte Real auch eine empfindliche 1:4-Klatsche beim FC Valencia.

Doch nach dieser Schwächeperiode gewannen die Merengues die nächsten vier Ligaparten gegen den FC Sevilla (1:0), Atlético Madrid (2:0), Eibar (3:1) und FC Granada (2:0) und verbesserten sich in La Liga immerhin auf Rang drei. Doch zuletzt war wieder etwas Sand im Getriebe und Real Madrid patzte in den letzten Wochen gleich zweimal bei Kellerkindern: Nur 1:1 beim FC Elche Ende Dezember und eine biedere Nullnummer im Rahmen des 18. Spieltags bei CA Osasuna trübten die Stimmung in der spanischen Hauptstadt.

La Liga: Kann Real Atlético noch abfangen?

Insgesamt liest sich die Zwischenbilanz in La Liga aus Sicht von Real Madrid wenig berauschend. Nur zwölf der 19 Partien gewonnen, dafür aber schon drei Pleiten kassiert und viermal unentschieden gespielt. Macht unterm Strich mit 40 Punkten Platz zwei. Auf Tabellenführer Atlético fehlen vier Zähler, die zudem noch zwei Nachholspiele in der Schublade haben.

Zwar ist auch in Spanien die Saison noch lang, doch will Real Madrid seinen Titel verteidigen, muss zwingend mehr Konstanz her. Zudem darf sich der 34-fache spanische Meister gerade gegen die kleineren Teams keine Ausrutscher mehr leisten. Dennoch traut die Sport-90 Redaktion Real eine erfolgreiche Titelverteidigung zu. Zumal die Königlichen beim Titelgewinn in der letzten Saison zum gleichen Zeitpunkt mit 37 Punkten „nur“ Zweiter waren. Ein gutes Omen? Das wird sich noch zeigen…

 

 

Champions League: Real Madrid verhindert Total-Blamage

In der Champions League blickt Real Madrid derweil auf eine ungewohnt spannende Vorrunde zurück, in der man auf dem letzten Drücker eine Total-Blamage vereitelte. Denn der spanische Topklub drohte gar in der Gruppenphase zu scheitern. Zwei sensationelle Niederlagen gegen Schachtar Donezk sowie ein Remis bei Borussia Mönchengladbach standen nach fünf Spielrunden den zwei gewonnen Duellen gegen Inter Mailand gegenüber.

Nur dem überzeugenden 2:0-Heimsieges gegen Gladbach am letzten Spieltag war es zu verdanken, dass sich Real Madrid doch noch für die K.o.-Runde qualifizierte. Und das sogar trotz mäßiger Auftritte als Gruppensieger. Ein vorzeitiges Aus in der Vorrunde hätte wohl auch die Entlassung von Trainer Zidane bedeutet, der das Team zwischen 2016 und 2018 noch zum Titel-Hattrick in der Champions League führte.

Kann Real 2021 die Königsklasse gewinnen?

Im Achtelfinale bekommt es Real Madrid mit dem italienischen Vertreter Atalanta Bergamo zu tun. Dass die Königlichen in diesem Duell der große Favorit auf das Viertelfinalticket sind, steht außer Frage. Doch ein Selbstläufer wird das Weiterkommen gegen die unbequem zu bespielenden und kampfstarken Norditaliener nicht.

Ob Real Madrid aber in der Lage ist, den amtierenden CL-Sieger FC Bayern vom Thron zu schubsen und die Königsklasse ein achtes Mal gewinnen wird, ist nicht zu erwarten. Es ist kaum vorstellbar, dass die aktuelle Truppe von Real Madrid, die einer Wundertüte gleicht, das Zeug für den Henkelpott-Triumph hat. Hier sind Konkurrenten wie Manchester City, der FC Liverpool, Paris St. Germain oder auch Bayern München höher einzustufen. Wenngleich jeder der genannten Titelkandidaten in dieser speziellen Saison mit extrem eng getaktetem Terminkalender seine liebe Mühe hat.

Real Madrid mit vielschichtigen Problemen

Doch wo genau drückt der Schuh bei Real Madrid in dieser Saison? Zum einen hatten die Königlichen in den letzten beiden Jahren kein glückliches Händchen auf dem Transfermarkt. Fast keiner der Neuzugänge konnte sich in der Stammelf etablieren. Allen voran Rekordeinkauf Eden Hazard (kam im Sommer 2019 für 115 Mio. vom FC Chelsea) ist nur noch ein Schatten seiner selbst und bleibt weiterhin vieles schuldig. Der 30-jährige Belgier hat immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, wirkt behäbig und schwerfällig.

Zum anderen vertraut Zinédine Zidane vornehmlich auf seine Stammelf mit altgedienten und arrivierten Akteuren. Zu dieser gehören u.a. auch die routinierten Mittelfeldspieler Luka Modric und Toni Kroos, die beide zuletzt aber mehrfach einen überspielten Eindruck hinterließen. Das macht die Mannschaft sehr berechenbar, die vor allem in der Offensive immer wieder zu ideenlos agiert und zu wenig Gefahr ausstrahlt.

Zidane muss sich den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus dem breitaufgestellten Kader herauszuholen. Die Folge: Hoffnungsvolle Talente wie beispielsweise Vinícius, Martin Ødegaard, oder Éder Militão bekommen zu wenig Vertrauen und stagnieren in ihrer Entwicklung. Sollte Real Madrid die Saison ohne Titel beenden, dürften die Tage von Zidane im Madrid gezählt sein…


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