RB Leipzig souverän weiter – SC Freiburg & HSV nach Krimi im Halbfinale

HSV, RB Leipzig und SC Freiburg eine Runde weiter

Bildquelle: Mario Klassen marioklassen [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Halbfinalisten im DFB-Pokal stehen fest: Am Mittwochabend folgten die beiden Bundesligisten RB Leipzig und SC Freiburg sowie Zweitligist Hamburger SV dem 1. FC Union in die Runde der letzten Vier. Während Leipzig beim 4:0-Kantersieg in Hannover eine Nkunku-Gala erlebte und keinerlei Mühe hatte, lösten Freiburg und der HSV das Halbfinalticket auf dramatische Weise.

Der SC Freiburg hat erstmals seit 2013 und zum zweiten Mal überhaupt in seiner Vereinsgeschichte das DFB-Pokal Halbfinale erreicht. Beim Ligarivalen VfL Bochum feierten die Breisgauer einen 2:1-Last-Minute-Sieg, den VfL-Verteidiger Maxim Leitsch in der letzten Minute der Verlängerung mit einem kapitalen Fehler einleitete.

Leitsch mit Mega-Bock in 120. Minute - Sallai schießt SCF ins Halbfinale

Alles deutete im Vonovia Ruhrstadion bereits auf ein Elfmeterschießen, als Leitsch - der bis dahin eine solide Vorstellung ablieferte - einen Rückpass zu Manuel Riemann völlig missglückt. Nutznießer war Roland Sallai, der vor Riemann die Nerven behielt und aus zehn Metern den Siegtreffer für den Sport-Club erzielte.

Zuvor hatte es nach 90 Minuten 1:1 gestanden. Nach einer intensiven, aber torlosen ersten Halbzeit brachte Nils Petersen (51.) den SC Freiburg kurz nach Wiederbeginn in Front. Der Stürmer traf nach einem Schade-Fernschuss per Abstauber. Doch der VfL Bochum schlug zurück. Der zur Pause eingewechselte Sebastian Polter (64.) egalisierte die Führung der Gäste mit einem Kopfball nach punktegenauer Rexhbecaj-Flanke.

VfL Bochum: Polter macht Unglücksrabe Leitsch keine Vorwürfe

Am Ende sollte es aber nicht reichen. Doch dem Unglücksraben Leitsch wurden keine Vorwürfe gemacht. „Du machst einen geilen Pokalfight, und dann kriegst du leider so ein ärgerliches Gegentor. Jeder macht Fehler. Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen“, ließ VfL-Torschütze Polter bei der „ARD“ wissen.

Dabei hatten die Bochumer aber allerdings auch Glück gehabt. Denn unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff packte VfL-Stürmer Jürgen Locadia Gegenspieler Philipp Lienhardt klar am Hals und brachte ihn im eigenen Strafraum zu Boden. Der fällige Elfmeter wurde dem SC Freiburg jedoch verwehrt, eine klare Fehlentscheidung.

HSV entscheidet packenden Pokalfight mit Karlsruhe im Elfmeterschießen

Eine waschechten und ungemein spannenden wie leidenschaftlichen Pokalfight lieferten sich der Hamburger SV und Karlsruher SC, den die Hanseaten mit 3:2 im Elfmeterschießen gewinnen sollten. Zum Pokalhelden avancierte HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes, der gleich drei Elfer parierte.

Doch schon die 120 Minuten in diesem Zweitliga-Duell hatten einiges zu bieten. Die Gäste aus Karlsruhe wähnten sich schon auf der Siegerstraße, da Philip Heise (40.) mit einem sehenswerten Freistoß und Philipp Hofmann (50.) den KSC zwischenzeitlich mit 2:0 in Front schossen.

Doppelpacker Robert Glatzel rettet HSV in letzter Minute

Der HSV, der über weite Strecke die Partie dominierte, steckte aber nicht auf. Robert Glatzel (52.) markierte den schnellen Anschlusstreffer, 20 Minuten vor dem Ende ließ aber Sonny Kittel die große Gelegenheit zum Ausgleich ungenutzt. Einen schmeichelhaften Elfmeter, für den Christoph Kobald nach einem vermeintlichen Foul auch noch mit Gelb-Rot vom Platz flog, vergab der Mittelfeldspieler.

 

 

In der Nachspielzeit schlug Glatzel (90.+1) dann aber ein zweites Mal zu. Der HSV-Torjäger spitzelte eine scharfe Hereingabe in die lange Ecke. 2:2, Verlängerung. In dieser drängte die Hausherren im heimischen Volksparstadion gegen die in Unterzahl spielende Karlsruher auf den Sieg. Der HSV rannte an und verbuchte viele Chancen, dennoch konnte sich der KSC ins Elfmeterschießen retten.

RB Leipzig lässt H96 keine Chance - Nkunku mit früher Vorentscheidung

RB Leipzig hat derweil souverän das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Roten Bullen, die nun der große Favorit auf den Pokalsieg sind, triumphierten im Viertelfinale mit 4:0 bei Hannover 96. Bereits zur Halbzeit war die Partie vorentschieden. Der formstarke Christopher Nkunku (17./22.) schnürte binnen fünf Minuten einen Doppelpack, wobei er jeweils nach einem Konter erfolgreich war.

Die Niedersachsen hatten sich bis dahin auf die Defensive beschränkt und wurden von Leipzig zweimal eiskalt bestraft, als man sich offensiv etwas traute. Nach den beiden Gegentreffern verflachte die Partie, weil Hannover sich bis zur Pause nicht mehr viel traute und sich RBL auf der Führung ausruhte.

Hannover 96 zeigt Moral, doch RB lässt nichts anbrennen

In der zweiten Halbzeit zeigte Hannover 96 dann aber ein anderes Gesicht und viel Moral. So wurden die Gastgeber mutiger, fanden besser ins Spiel und warfen mit dem Mut der Verzweiflung noch einmal alles nach vorn. Doch als Konrad Laimer (67.) das 3:0 für Leipzig nachlegte, waren die Träume der Roten auf einen Halbfinal-Einzug endgültig zerplatzt.

Den 4:0-Schlusspunkt markierte André Silva (73.) mit einem Abstauber. Insgesamt hatte RB Leipzig das Geschehen über die volle Spielzeit absolut im Griff und war für den chancenlosen Zweitligisten schlicht eine Nummer zu groß. RB Leipzig bietet sich hingegen im DFB-Pokal somit die große Chance, den ersten Titel der Vereinsgeschichte einzufahren. Denn die Tedesco-Elf darf im verbleibenden Teilnehmerfeld mit Union Berlin, SC Freiburg und dem HSV getrost als heißester Titelkandidat angesehen werden.


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