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ManCity siegt glücklich in Paris - Müdes Remis zwischen Real Madrid und FC Chelsea

Bericht zu den Halbfinalspielen der CL

Bildquelle: Zakarie Faibis [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Manchester City ist der ersten Finalteilnahme in der Champions League einen gewaltigen Schritt nähergekommen. Die Guardiola-Elf setzte sich in einem wilden Halbfinal-Hinspiel glücklich bei Paris St. Germain mit 2:1 durch. Auch der zweite noch verbleibende englische Vertreter befindet sich auf Finalkurs. Der FC Chelsea holte bei Real Madrid in einem müden Kick ein 1:1.

Bei Manchester City reifen die Träume vom langersehnten Gewinn des Henkelpotts! Durch einen schmeichelhaften 2:1-Erfolg am Mittwochabend bei Paris St. Germain stehen die Skyblues bereits mit einem Bein im Finale. Durch zwei glückliche Treffer von Kevin De Bruyne (64.) und Riyad Mahrez (71.) drehte ManCity die Partie, nachdem die französischen Hausherren durch Marquinhos (15.) in Front gingen und lange Zeit die klar bessere Mannschaft waren.

Starkes PSG in 1. Halbzeit deutlich überlegen

Vor allem im ersten Durchgang bot die Star-Truppe von Mauricio Pochettino eine bärenstarke, finalwürdige Leistung. Paris SG war wacher, ideenreicher und variabler, während Manchester City kaum Zugriff hatte und lange harmlos blieb. Nachdem Neymar (13.) nach einer sehenswerten Kombination die erste Großchance für die Pariser verbuchte, besorgte kurz darauf Kapitän Marquinhos (15.) die fällige Führung. Der Verteidiger beförderte eine Ecke unbedrängt in die Maschen.

Der Bayern-Bezwinger hatte die Partie bis zum Pausenpfiff absolut im Griff, konnte aber keine weiteren Treffer nachlegen. ManCity, bei denen Erfolgstrainer Pep Guardiola auf einen echten Stürmer verzichtete, strahlte indes kaum Torgefahr aus und leistete sich im Aufbauspiel ungewohnt viele, leichte Fehler. Dennoch hätte Youngster Phil Foden kurz vor der Halbzeit nach einem Fehlpass von Leandro Paredes die große Möglichkeit auf den Ausgleich.

Glückstor-Doppelschlag! ManCity stellt Spiel auf den Kopf

Nach dem Pausentee sollte sich vorerst wenig am Spielverlauf ändern. Die Citizens, die im Viertelfinale Borussia Dortmund ausschalteten, waren zwar engagierter, blieben aber weiter harmlos. Dennoch stellte Manchester City die Partie binnen sieben Minuten auf den Kopf.

Erst segelte eine Hereingabe von Kevin De Bruyne aus dem Halbfeld an Freund und Feind vorbei ins lange Eck (64.), ehe ein eigentlich unplatzierter Freistoß von Riyad Mahrez die Lücke in der Mauer fand und im PSG-Kasten einschlug (71.). Zwei glückliche Treffer, die sich überhaupt nicht andeuteten.

Rot für Gueye nach Brutal-Foul an Gündogan

Paris St. Germain verlor daraufhin komplett den Faden. Vom selbstbewussten Auftreten war nichts mehr zu sehen und zu allem Überfluss flog Mittelfeldakteuer Idrissa Gueye (77.), der Ilkay Gündogan rüde in die Achillesferse grätsche, in der hitzigen Schlussphase mit glatt Rot vom Platz.

Am Ende blieb es bei einer ganz bitteren 1:2-Heimpleite für PSG. Das Glück hatte sich im Halbfinal-Hinspiel klar auf die Seite von Manchester City geschlagen, die den Sieg nicht verdient haben. Auch wenn für Vorjahresfinalist Paris St. Germain die Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Dienstag in Manchester denkbar schlecht ist, macht Kylian Mbappé und Co. insbesondere die starke Leistung der ersten Halbzeit Mut.

FC Chelsea nach Remis bei Real Madrid auf Finalkurs

Bereits am Dienstagabend erkämpfte sich der FC Chelsea eine ordentliche Ausgangslage bei Real Madrid. Bei strömenden Regen trennten sich die Kontrahenten im Estadio Alfredo Di Stéfano nach insgesamt wenig ereignisreichen und taktisch geprägten 90 Minuten mit 1:1.

Beide Treffer fielen in den ersten 45 Minuten, die im Gegensatz zum zweiten Durchgang noch einiges an Spannung und Offensivaktionen bereithielten. Christian Pulisic brachte die Gäste aus England verdient in der 14. Minute in Front, bevor Real-Torgarant Karim Benzema (29.) den Ausgleich markierte.

Timo Werner vergibt Hochkaräter - Pulisic macht es besser

Der FC Chelsea fand besser in das erste Champions League-Halbfinale und hätte früh durch Timo Werner in Führung gehen müssen. Doch der deutsche Nationalspieler scheiterte freistehend aus fünf Metern am glänzend parierenden Thibaut Courtois und ließ mal wieder einen Hochkaräter ungenutzt.

Nur fünf Minuten später belohnte sich der FC Chelsea aber für seine drückende Überlegenheit der Anfangsphase. Nach einem tollen und wunderbar getimten langen Flugball von Antonio Rüdiger vollstreckte Christian Pulisic nach feiner Einzelaktion zum 1:0 für die Truppe von Thomas Tuchel. Real Madrid agierte derweil überraschend pomadig, ehe Benzema (23.) mit einem wuchtigen Schuss aus rund 20 Metern den Außenpfosten traf. Ein Weckruf für die Königlichen.

Real Madrid kann auf Torgarant Benzema vertrauen

Zwar bestimmte Chelsea bei stärker werdenden Regen das Geschehen, musste aber dennoch in der 29. Minute den Ausgleich schlucken. Nach einer kurz ausgeführten Ecke von Toni Kroos landete das Leder zentral vor dem Blues-Gehäuse, wo Benzema unnachahmlich aus kurzer Distanz per seitlichem Drehschuss volley einnetzte. Der sechste Treffer im laufenden Wettbewerb für den französischen Star-Stürmer.

Mit 1:1 ging es in die Kabine, in der die Teams auch hätten bleiben können. Denn die zweite Halbzeit bot über weite Strecken Fußball zum Abgewöhnen. Auch der heftige Niederschlag trug dazu bei, war der Platz doch extrem tief und damit schwer zu bespielen.

Müder Kick nach der Pause - FC Chelsea dank Auswärtstreffer im Vorteil

Torchancen blieben absolute Mangelware und sowohl Real als auch Chelsea scheuten das Risiko und blieben offensiv harmlos. Auf beiden Seiten war der Fokus vielmehr auf eine stabile Defensive gerichtet, wobei die spanischen Hausherren effizienter verteidigten als noch vor dem Wechsel.

In der 66. Minute wechselte Chelsea-Coach Tuchel Kai Havertz für den wenig überzeugenden Werner ein, sodass insgesamt vier deutsche Nationalspieler (neben Rüdiger und Kroos) zum Einsatz kamen. Doch auch Havertz konnte der lahmenden Partie keine neuen Impulse verpassen.

Das Spiel plätscherte vor sich hin. Beide Mannschaften blieben äußerst harmlos und fanden sich frühzeitig mit dem 1:1-Unentschieden ab. Die Entscheidung fällt kommende Woche am Mittwoch (5. Mai), wenn das Rückspiel in London an der Stamford Bridge über die Bühne geht. Dank der Auswärtstorregelung hat der FC Chelsea im Kampf um das zweite Ticket für das Champions League Finale am 29. Mai in Istanbul aber leichte Vorteile.


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