ManUnited, AS Rom & Villarreal siegen auswärts - FC Arsenal droht Viertelfinal-Aus

Hinspiele Viertelfinale Europa League

Bildquelle: Quistnix [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

In den Viertelfinal-Hinspielen der Europa League haben sich gleich drei Mannschaften durch Auswärtssiege eine glänzende Ausgangslage für den Halbfinal-Einzug verschafft. Manchester United siegte beim FC Granada mit 2:0, die AS Rom drehte die Partie bei Ajax Amsterdam und auch der FC Villarreal konnte bei Dinamo Zagreb triumphieren. Derweil patzte der FC Arsenal. Im Duell mit Slavia Prag kassierten die Gunners in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich.

Manchester United wurde seiner Favoritenrolle gegen den FC Granada in souveräner Manier gerecht. Beim spanischen Außenseiter setzten sich die Red Devils mit 2:0 durch und stehen mit anderthalb Beinen im Europa League Halbfinale. Ist es doch kaum vorstellbar, dass Granada am kommenden Donnerstag mit drei Toren Unterschied im Old Trafford siegt.

Besonderer Treffer für Marcus Rashford

Der englische Rekordmeister übernahm von Beginn die Kontrolle, ohne dabei in der ersten halben Stunde wirklich zwingend zu werden. Das sollte sich in der 31. Minute ändern. United-Verteidiger Victor Lindelöf schickte Marcus Rashford mit einem langen Ball über 50 Meter auf die Reise und der englische Nationalspieler vollstreckte nach perfekter Ballmitnahme zum 1:0. Ein besonderer Treffer. Denn damit ist Rashford der erste Spieler nach Fußballlegende Bobby Charlton (in der Saison 1964/65) der für Manchester United in einer Europapokal-Saison acht Treffer markierte (6 in der Champions League, 2 in der Europa League).

Gegen Ende der ersten Hälfte fanden der FC Granada besser ins Spiel und wurde mutiger. Allerdings vermochten es die Andalusier nicht, den Tabellenzweiten der Premier League ins Wanken zu bringen.

Bruno Fernandes beschert ManUnited komfortable Ausgangslage

Auch im zweiten Durchgang hatte Manchester United alles fest im Griff. Die Gäste agierten aus einer stabilen Abwehr und hatte mit den überschaubaren Offensivbemühungen der Andalusier keine große Mühe. Die Hausherren versuchten es vermehrt aus der zweiten Reihe, womit Torwart David de Gea aber keine Mühe hatte.

Kurz vor Schluss hatte United dann etwas Glück, dass sie in der 89. Minute einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Bruno Fernandes wurde von Gegenspieler Yan Eteki im Gesicht berührt, woraufhin der Portugiese spektakulär zu Boden ging. Den Strafstoß verwandelte Fernandes (90.) selbst und verhalf ManUnited somit zu einem komfortablen 2:0-Sieg gegen den Europa-Neuling.

FC Arsenal muss nach Last-Minute-Remis zittern

Das zweite verbleibende Team aus England im Europa League Viertelfinale erlaubte sich dagegen einen überraschenden Patzer. So musste sich der FC Arsenal im Heimspiel gegen Slavia Prag mit einem enttäuschenden 1:1 begnügen. Somit stehen die Gunners in der kommenden Woche unter Zugzwang, wenn man nicht gegen tschechischen Außenseiter rausfliegen möchte.

Nach müden ersten 45 Minuten, in denen Torchancen und Strafraumszenen Mangelware waren, wurde es nach der Pause im Emirates Stadium deutlich unterhaltsamer. Das klar favorisierte FC Arsenal verbuchte viele Möglichkeiten, die aber meist schlecht ausgespielt wurden. Oder die Engländer hatte Aluminium-Pech. Wie etwa Willian, der einen Freistoß an den Außenpfosten zirkelte (49.) oder Alexandre Lacazette, der eine Riesenchance vergab und völlig freistehend vor dem Gästekeeper Ondrej Kolar nur die Latte traf (62.).

Packende Schlussphase: Gunners kassieren Ausgleich in Nachspielzeit

Als das Duell auf ein torloses Remis zusteuerte, sollte der eingewechselte Nicolas Pepé für die Gunners aus dem Nichts dann doch den Führungstreffer markieren. Nach Zuspiel von Pierre-Emerick Aubameyang lupfte der Stürmer aus sechs Metern in die Maschen. Doch die spektakuläre Schlussphase hatte noch ein Highlight zu bieten.

Denn weit in der Nachspielzeit sollte ausgerechnet Pepé eine gegnerische Ecke im eigenen Strafraum unglücklich mit dem Oberschenkel Richtung zweiten Pfosten verlängern, wo Tomas Holes das Leder mit einer artistischen Flugeinlage per Kopf in den Arsenal-Kasten beförderte (90.+4). Mit dem 1:1 ist das Rematch völlig offen, wobei der FC Arsenal in Prag mindestens einen Treffer erzielen muss.

AS Rom dreht Partie bei Ajax Amsterdam

Für Ajax Amsterdam ist eine Halbfinal-Teilnahme derweil in weite Ferne gerückt. Der niederländische Spitzenreiter verlor das Viertelfinal-Hinspiel im eigenen Stadion gegen die AS Rom mit 1:2. Dabei sah zum Pausenpfiff noch gut für Ajax aus, gingen die Gastgeber doch mit einer 1:0-Führung in die Kabine. Diese erzielte der Ex-Bremer Davy Klaasen nach einem groben Abwehrschnitzer der Römer in der 39. Minute. Ansonsten agierten die Traditionsklubs in einer intensiven ersten Hälfte auf Augenhöhe.

Nach dem Pausentee war Ajax Amsterdam das aktivere Team und drückte auf den zweiten Treffer. Die große Möglichkeit dazu vergab Dusan Tadic vom Punkt und Roma-Schlussmann Pau López parierte bärenstark. Der verschossene Elfer war zugleich der Wendepunt dieser interessanten Partie. Und statt dem beruhigenden zweiten Treffer bejubeln zu können, gab Ajax die Partie noch gänzlich aus der Hand.

Lorenzo Pellegrini (57.) erzielte dank gütiger Mithilfe von Ajax-Torwart Kjell Scherpen, der einen harmlosen Freistoß durch die Arme flutschen ließ, erst den 1:1-Ausgleich. In der 87. Minute machte Ibañez sogar den Turnaround aus dem Nichts perfekt. Der Verteidiger der Gäste aus der Serie A jagte die Kugel aus rund zehn Metern unhaltbar das Gebälk. Damit haben die Giallorossi eine exzellente Ausgangslage für das Rückspiel.

FC Villarreal behält bei Dinamo Zagreb die Oberhand

Im vierten Europa League Duell am Donnerstagabend standen sich Dinamo Zagreb und der FC Villarreal gegenüber. Das Viertelfinal-Hinspiel in der kroatischen Hauptstadt konnten die Spanier siegreich gestalten. Der goldene Treffer resultierte aus einem Handelfmeter, auf den der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert kurz vor Ende der ersten Halbzeit berechtigterweise entschied. Gerard Morena (44.) trat an und verwandelte sicher.

Unterm Strich ein verdienter Sieg für den la Liga-Klub, der über weite Strecken das Geschehen kontrollierte. Gastgeber Dinamo Zagreb, die im Achtelfinale noch überraschend die Tottenham Hotspur eliminierten, agierte meist zu defensiv und konnte kaum gefährliche Aktionen kreieren.


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