Hamilton siegt souverän in Spa! Historisches Debakel für Ferrari & Vettel

Ergebnisse und Bericht zum GP von Belgien

Bildquelle: Alberto-g-rovi [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Beim Großen Preis von Belgien konnte Mercedes den nächsten Doppelsieg einfahren: Weltmeister Lewis Hamilton siegte auf dem Traditionskurs von Spa in souveräner Manier vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas. Max Verstappen vervollständigte als Dritter das Podium, während Ferrari das nächste Desaster in der Formel 1 erlebte. Diesmal mit historischem Ausmaß, da sowohl Sebastian Vettel als auch Charles Leclerc klar die Punkteränge verpassten.

Lewis Hamilton rast unaufhaltsam seiner Titelverteidigung in der Formel 1 entgegen. Der Mercedes-Star war beim siebten Saisonrennen der Formel 1 in Spa nicht zu schlagen und hatte trotz abbauender Reifen auf den letzten Runden alles fest im Griff. Am Ende eins über weiten Streckens langweiligen Formel 1 Rennen distanzierte Hamilton seinen Mercedes-Stallgefährten Valtteri Bottas klar und mit fast neun Sekunden Vorsprung bei der Zieldurchfahrt auf den 2. Platz.

Tiefpunkt für Ferrari: Vettel & Leclerc bleiben ohne Punkte

Für die Silberpfeile ist es der erste Sieg beim Großen Preis von Belgien seit 2017, nachdem Ferrari die letzten beiden Rennen in Spa noch für sich entscheiden konnten. Doch die kriselnde Scuderia hatte diesmal auf dem PS-Power-Kurs mit der Vergabe der Top-Plätze rein gar nichts am Hut. Schlimmer noch: Ferrari ging gänzlich leer aus. Sebastian Vettel wurde nur 13., direkt dahinter reihte sich Charles Leclerc im zweiten roten Boliden ein. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass Ferrari bei einem Formel 1 Rennen keine Punkte holte! Was für ein Desaster!

Nachdem sich schon beim Formel 1 Qualifying von Spa die Überlegenheit von Mercedes andeutete, untermauerten die Silberpfeile ihre Vormachtstellung beim Start, der recht ereignislos verlief. Pole-Setter Lewis Hamilton verteidigte mühelos Platz eins vor Bottas, dahinter folgten Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Dafür konnte Leclcerc zunächst eine Duftmarke setzen. Der Monegasse startete stark und kämpfte sich in den ersten Runden vom 12. auf den 8. Rang vor. Vettel dagegen konnte keinen Boden gutmachen und dümpelte als 13. vor sich hin.

Heftiger Formel 1 Unfall überschattet Rennen in Spa

In der 10. Runde sorgte ein heftiger Formel 1 Unfall für einen Schockmoment: Antonio Giovinazzi verlor die Kontrolle über seinen Alfa Romeo und schlug in die Bande ein. Bei dem heftigen Aufprall riss eines seiner Hinterräder ab und traf mit voller Wucht den dahinterfahrenden Williams-Piloten George Russel. Auch der junge Brite flog daraufhin ab und crashte ebenfalls in die Bande. Glück im Unglück: Beide Formel 1 Fahrer überstanden den schweren Unfall unverletzt.

In der folgende Safety-Car-Phase, die fast alle Fahrer zum Reifenwechsel auf die harte Mischung nutzte, wurde das Feld neutralisiert. Beim Restart in der 14. Runde blieb an der Spitze alles beim Alten: Hamilton lag vor Bottas und Verstappen in Front. Dagegen lieferten sich Vettel und Leclerc, der nach seinem starken Start schnell wieder einige Plätze einbüßte und beim Service eine lange Standzeit ertragen musste, im Mittelfeld ein rustikales Duell. Doch der viermalige F1 Weltmeister aus Heppenheim konnte sich behaupten und blieb Zwölfter.

Ferrari sorgt für Kuriosum & ist nicht konkurrenzfähig

# Fahrer Zeit
1 Hamilton, Lewis 1:24:08.761
2 Bottas, Valtteri +8.448
3 Verstappen, Max +15.455
4 Ricciardo, Daniel +18.877
5 Ocon, Esteban +40.650
6 Albon, Alexander +42.712
7 Norris, Lando +43.774
8 Gasly, Pierre +47.371
9 Stroll, Lance +52.603
10 Pérez, Sergio +53.179

Ergebnisse - Großer Preis von Belgien - 2020 (obere Hälfte)

Während es an der Spitze im weiteren Rennverlauf keine Spannung gab und die Abstände zwischen den führenden Fahrern groß blieben, sorgte Ferrari für einige kuriose Szenen. So wurde in der 24. Runde Charles Leclerc zum erneuten Boxenstopp beordert, obwohl der 22-Jährige mit seinen harten Reifen hätte bis zum Ende durchfahren kommen. Doch Leclerc erhielt frische Medium-Gummis und reihte sich nach dem Stopp, in dessen Zuge der Luftdruck im schwächelnden Ferrari-Motor aufgefüllt wurde, an letzter Stelle ein.

Sebastian Vettel regte seinerseits ebenfalls einen weiteren Reifenwechsel an, da er via Boxenfunk wissen ließ, dass er die vor ihm fahrenden Piloten ohnehin nicht überholen könne. Doch letztendlich blieb er draußen und konnte bis zum Rennende keine Akzente mehr setzen. Traurig, aber wahr: Der Ferrari erweckte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, doch noch in die Top-10 zu fahren. Der Motor der Scuderia war auf dem Hochgeschwindigkeitskurs schlicht nicht konkurrenzfähig.

Langeweile an der Spitze - Renault mit starkem Auftritt

Große Action hielt die Formel 1 in Spa auch im restlichen Verlauf nicht bereit. Die enteilten Hamilton, Bottas und Verstappen fuhren weitestgehend ein einsames Rennen, Überholmanöver blieben aus und bahnten sich auch zu keinem Zeitpunkt an. Vielmehr schaltete die Fahrer in den Verwaltungsmodus und waren darauf bedacht, die Reifen zu schonen. Lediglich dahinter lieferte der Große Preis in Belgien einige Positions-Fights. Insbesondere die Renault-Piloten Daniel Ricciardo und Esteban Ocon überzeugten, die sich mit den Plätzen vier und fünf für ihre starke Performance belohnten.

Verstappen-Kollege Alexander Albon im zweiten Red Bull, der auf der letzten Runde von Ocon überholt wurde, kam als Sechster ins Ziel. Dahinter vervollständigten Lando Norris (McLaren), Pierre Gasly (AlphaTauri), Lance Stroll und Sergio Perez (beide Racing Point) die Top-10 und heimsten Formel 1 Punkte ein. Den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde schnappte sich Ricciardo, der in der finalen Runde die Bestzeit setzte.

Formel 1 Fahrerwertung: Hamilton mit gewaltigem Vorsprung

Für Lewis Hamilton war es im siebten Saisonrennen bereits der fünfte Sieg, womit er in der Formel 1 Fahrerwertung für noch klarere Verhältnisse sorgt. Der Brite hat nun satte 157 Zähler auf dem Konto und einen komfortablen 37-Punkte-Vorsprung auf den zweitplatzierten Verstappen (110 Punkte). Dicht dahinter lauert Bottas (107). Sebastian Vettel verkommt dagegen in seinem letzten Ferrari-Jahr mehr und mehr zum Statisten und liegt mit mageren 16 WM-Punkten im Niemandsland der Formel 1 Tabelle.

Dass es für Ferrari nach der Schmach von Spa in den nächsten Rennen viel besser läuft, ist nicht unbedingt zu erwarten. Denn auch beim kommende Grand Prix von Italien - ausgerechnet das Heimrennen der Roten - in Monza kommt es ebenfalls auf einen starken Motor an.


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