Leipzig bangt nach Pleite bei Celtic - Bayer Leverkusen & Frankfurt nach Siegen weiter

RB Leipzig verliert Fight mit Celtic Glasgow im Celtic-Park

Bildquelle: By lism. from Glasgow, Scotland [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt haben bereits nach vier Spieltagen der Europa League das Ticket für die Zwischenrunde gelöst. Die Werkself feierte im Topspiel gegen den FC Zürich einen 1:0-Arbeitssieg, während die Frankfurter ihren Siegeszug fortsetzten und bei Apollon Limassol mit 3:2 die Oberhand behielten. RB Leipzig muss dagegen nach der 1:2-Schlappe bei Celtic Glasgow ums Weiterkommen bangen.

RB Leipzig lieferte sich im Celtic Park mit leidenschaftlich kämpfenden Schotten einen großen Kampf, schlich letzten Endes aber als Verlierer vom Platz. Mit 2:1 siegte Celtic Glasgow, sodass der Gruppe B vor den letzten beiden Spielen Hochspannung herrscht. Denn während das verlustpunktfreie RB Salzburg das Tableau anführt, liefern sich Leipzig und Celtic (beide 6) ein Fernduell um den 2. Platz. Vorteil für RBL: Der direkte Vergleich mit Celtic wurde gewonnen.

RB Leipzig unterliegt im Celtic-Krimi

Am Donnerstagabend hatte Tierney (11.) die 'Bhoys' quasi aus dem Nichts früh in Führung gebracht und ließ den Celtic Park mächtig beben. Auch in der Folge hatte der schottische Serienmeister deutlich mehr vom Spiel und schnürte die Roten Bullen teilweise tief in die eigene Hälfte. Leipzig hatte zunächst nur wenig entgegenzusetzen, allen voran der Offensive fehlte es an zündenden Ideen. Nach verschlafener erster Halbzeit steigerte sich RB Leipzig, die zuvor zehn Pflichtspiele ungeschlagen waren, mit Wiederanpfiff deutlich und es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. In de 78. Minute traf Jean-Kevin Augustin nach Laimer-Flanke per Kopf zum Ausgleich. Doch die Freude währte keine Minute, denn im direkten Gegenzug markierte Edouard das 2:1 für Celtic. RB Leipzig steckte nicht auf, doch Kevin Kampl ließ zwei Großchancen zum erneuten Ausgleich liegen. Somit blieb es bei der Niederlage.

Bayer Leverkusen bezwingt FC Zürich - beide weiter

In der Gruppe A trafen sich Bayer Leverkusen und der FC Zürich zum Spitzenspiel, welches der Bundesligist zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Der goldene Treffer von Tin Jedvaj reichte der Werkself, um nach schwachen 90 Minuten mit 1:0 zu triumphieren. Damit sind Leverkusen aber auch die unterlegenen Schweizer bereits vorzeitig für die K.o.-Phase der Europa League qualifiziert.

Doch die Zuschauer in der BayArena bekamen besonders im ersten Durchgang nur Magerkost geboten. Nachdem in den ersten 30 Minuten einer zähen Begegnung so gut wie nichts passierte, entwickelte die Werkself mehr Zug zum Tor. Allerdings verpassten Dominik Kohr und Lucas Alario die Führung knapp. Besser machte es Jedvaj, der eine Ecke von Julian Brandt mit dem Kopf in die Maschen beförderte. Der FC Zürich verbuchte zwar postwendend durch Kevin Rüegg seine beste Möglichkeit, aber Bayer Leverkusen verteidigte den knappen Vorsprung in einer Partie mit viel Kampf und Krampf über die Zeit. Unterm Strich war der Sieg verdient, da die Herrlich-Elf besser war.

Bayer 04 ist aufgrund des gewonnen Direktvergleichs Erster vor dem punktgleichen FC Zürich. Nun geht es in den zwei verbleibenden Spielen gegen die Außenseiter Rasgrad und AEK Larnaka (beide 1 Punkt) im Fernduell um den Gruppensieg.

Eintracht Frankfurt & Lazio Rom in Gruppe H durch

Auch Eintracht Frankfurt steht bereits vorzeitig im Sechzehntelfinale. Mit der Unterstützung von fast 5.000 mitgereisten Fans setzten sich die Hessen souverän mit 3:2 bei Apollon Limassol durch und feierten somit den vierten Sieg im vierten Spiel! In Nikosia zeigte die SGE, bei denen Rebic, Kostic und de Guzman geschont wurden, zwar keine Glanzleistung, konnte sich aber auf die treffsichere Offensive verlassen. Torjäger Luka Jocic (17.) eröffnete nach feinem Willems-Zuspiel den Torreigen, doch viel mehr hatten die ersten 45 Minuten im GPS Stadium nicht zu bieten. Frankfurt tat nicht mehr als nötig, war aber Chef im Ring und kontrollierte Ball und Gegner. Der Spielfluss wurde allerdings durch zahlreiche Fouls gestört.

Nach dem Wechsel legte Eintracht Frankfurt in Person von Haller (55.) und Gacinovic (58.) binnen drei Minuten gleich doppelt nach und sorgte frühzeitig für klare Verhältnisse. Dennoch wurde es in der Schlussphase noch einmal hektisch, auch weil bei den Mainstädtern die Souveränität schwand. Zelaya betrieb für die Zyprer Ergebniskosmetik (71./90.+4), während Marc Stendera mit Gelb-Rot vom Platz flog (81.). Doch richtig in Gefahr gerieten die drei Punkte nicht mehr.

Neben Eintracht Frankfurt (12 Punkte) hat auch Lazio Rom (9) in der Gruppe H bereits den Einzug in das Sechzehntelfinale eingetütet. Die Italiener siegten mit 2:1 gegen Olympique Marseille und besiegelte damit das Aus des Vorjahresfinalisten der Europa League. Jetzt geht es nur noch darum, ob sich die SGE oder Lazio den Gruppensieg schnappt.


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