Frauen-EM: Norwegen und Deutschland im Finale der EM

Nach sehr durchwachsenem Start in das Turnier mit nur vier Punkten aus den Gruppenspielen gegen die Niederlande (0:0), Island (3:0) und Norwegen (0:1) sowie dem ebenfalls nur bedingt überzeugenden 1:0 im Viertelfinale gegen Italien hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Schweden nun doch das Finale erreicht.

Im Halbfinale setzte sich die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid mit der ersten richtig überzeugenden Leistung im Turnierverlauf gegen die stark eingeschätzten Gastgeberinnen mit 1:0 durch und zog damit zugleich zum sechsten Mal in Folge in das Finale einer EM ein.

Nachdem Deutschland bei den letzten fünf Turnieren am Ende auch das Endspiel für sich entscheiden konnte, kommt es nun am Sonntag in Solna zum erneuten Duell mit Norwegen, das der deutschen Mannschaft genau elf Tage vor dem Finale die erste Niederlage bei einer EM-Endrunde seit dem Jahr 1993 beigebracht hat.

Deutschland will den achten EM-Titel

Zugleich ist das Finale Deutschland gegen Norwegen die Neuauflage der EM-Endspiele von 1989, 1991 und 2005, als jeweils die deutsche Mannschaft am Ende jubelte. Norwegen war darüber hinaus 1993 der letzte Europameister vor der deutschen Siegesserie und möchte den Kreis nun natürlich liebend gerne schließen.

 Ein Vorteil für Deutschland ist im Finale neben der Historie sicherlich auch die Tatsache, dass das gleiche Duell bereits in der Gruppenphase stattgefunden hat und verloren wurde, womit die DFB-Elf die Skandinavierinnen sicherlich nicht unterschätzen wird. Zudem dürfte die deutsche Co-Trainerin Ulrike Ballweg beim erst nach Elfmeterschießen gegen Dänemark gewonnenen Halbfinale auf der Tribüne auch die eine oder andere Schwachstelle im Team des Finalgegners ausgemacht haben.

Deutschland motiviert nach EM-Niederlage gegen Norwegen

Klar ist auf jeden Fall, dass die deutsche Mannschaft hoch motiviert und mit dem festen Willen, den insgesamt achten EM-Titel mit auf die Heimreise nehmen zu wollen, in das Endspiel geht. Nach der öffentlichen Kritik gerade in Folge der Pleite gegen Norwegen im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg wäre es für die Spielerinnen sicherlich auch eine Genugtuung, am Ende wieder oben zu stehen.

Personell dürfte Trainerin Neid nach dem überzeugenden Auftritt gegen Schweden auf Änderungen verzichten, zumal Sturmführerin Celia Okoyino da Mbabi nach einer Oberschenkelzerrung wohl weiterhin nicht für einen Einsatz in der Startelf infrage kommt.


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