Transfergerüchte: FC Bayern will PSG-Star Adrien Rabiot sofort - gute Chancen

Bayern München hat gute Chancen auf sofortige Verpflichtung von Adrien Rabiot

Bildquelle: Вячеслав Евдокимов [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Sorgt der FC Bayern für einen gewaltigen Paukenschlag auf dem Transfermarkt? Laut französischen Medienberichten sind die Münchner in den Poker um Adrien Rabiot von Paris St. Germain eingestiegen und haben offenbar beste Karte, den zentralen Mittelfeldspieler noch im Winter an die Isar zu lotsen. Dabei deutete zuletzt noch alles auf einen Rabiot-Wechsel zum FC Barcelona hin. Kommt es zur spektakulären Kehrtwende?

Schnappt Bayern München dem FC Barcelona Adrien Rabiot vor der Nase weg? Es sieht ganz danach aus. Denn der monegassische Radiosender „RMC“, der gemeinhin als gut informiert gilt, teilt mit, dass FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic Vertreter von Paris St. Germain hinsichtlich eines Transfers von Rabiot kontaktiert hat. Demnach will der deutsche Rekordmeister den wechselwilligen 23-Jährigen noch im Januar verpflichten, aber auch ein ablösefreier Wechsel im Sommer sei vorstellbar.

Rabiot zum Schnäppchenpreis nach München?

Rabiot wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei PSG definitiv nicht verlängern und seinem Jugendklub spätestens im Sommer verlassen. Der Spielgestalter hat es sich aufgrund seiner Weigerung einer Vertragsverlängerung mit dem souveränen Spitzenreiter der Ligue 1 verscherzt und wurde von Trainer Thomas Tuchel seit Mitte Dezember nicht mehr eingesetzt. Da Rabiot dem Hauptstadtklub den Rücken kehren wird, präferieren diese daher einen sofortigen Transfer. Natürlich auch, um noch eine Ablöse für den Linksfuß einzustreichen. Der FC Bayern soll entsprechend bereit sein, eine Ablösesumme für den Franzosen zu zahlen, wenngleich diese angesichts seines auslaufenden Kontrakts vergleichsweise gering ausfallen dürfte. Gehandelt werden schlanke 10 bis 20 Millionen Euro. Der Marktwert vom 1,91 Meter großen Lockenkopf wird auf 50 Millionen Euro taxiert.

Gegenüber der „Bild“ hielt sich Salihamidzic bezüglich der Bemühungen um Rabiot zurück, wenngleich er ein klares Dementi vermeidet: „Sie wissen ja, wie der Transfermarkt ist. Wir müssen die Augen und Ohren offen halten, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Rabiot ist ein interessanter Spieler.

Schaut Barca bei Rabiot in die Röhre?

Dem FC Barcelona dürfte der aufkeimende Flirt zwischen dem FC Bayern und Adrien Rabiot bitter aufstoßen. Schließlich buhlten die Katalanen schon seit geraumer Zeit um den Spielgestalter und wollten ihn zum Nulltarif zur kommenden Saison ins Camp Nou holen. Auch der Mittelfeldakteur selbst liebäugelte mit einem Barca-Wechsel und erst vor wenigen Tagen hieß es, dass sich Rabiot mit den Spaniern nach einem komplizierten Vertragspoker geeinigt hätten. Demnach habe man Übereinkunft über einen Fünfjahres-Kontrakt getroffen, der dem sechsfachen Nationalspieler 10 Millionen Euro Jahresgehalt bescheren soll. Den gleichen Betrag hätte Barca Rabiot auch noch als Handgeld gezahlt.

Statt Barcelona: PSG bevorzugt Rabiot-Wechsel nach München

Doch offenbar ist noch nichts unterschrieben! Das deckt sich auch mit einem Bericht der spanischen Sportzeitung „Sport“, wonach Rabiots Mutter Veronique, die zugleich als Beraterin fungiert, seit Jahresbeginn mit vier Klubs über einen sofortigen Wintertransfers verhandelt haben soll. Laut „RMC“ ist Bayern München einer davon, zudem soll u.a. auch Juventus Turin mitmischen. Ob der FCB am Ende wirklich als Sieger aus dem Transfergezerre hervorgeht, darf mit Spannung verfolgt werden. Es heißt aber immerhin, dass Paris St. Germain Rabiot lieber Richtung München statt Barcelona ziehen lassen würde, da es mit Barca im Rabiot-Poker einige Unstimmigkeiten gab.

FC Bayern mit Überangebot im Mittelfeld

Bayern München befindet sich zwar inmitten eines Kaderumbruchs, ist aber in der Mittelfeldzentrale mit Spielern wie Thiago, Leon Goretzka, James Rodriguez, Corentin Tolisso, Renato Sanches oder Javi Martinez sehr breit aufgestellt. Dennoch wurde Rabiot in der Vergangenheit des öfteren mit den Roten in Verbindung gebracht und wenn ein Spieler dieser Klasse für einen überschaubaren Preis zu haben ist, wittert man an der Säbener Straße seine Chance, die nun beim Schopfe gepackt werden könnte.

Außerdem hatte auch das kolportierte Interesse der Münchner an Mittelfeldspieler Aaron Ramsey gezeigt, den es vom FC Arsenal aber aller Voraussicht nach zu Juve zieht, dass sich FCB-Coach Niko Kovac weiteres Personal für das Schaltzentrum wünscht. Zugleich ist es denkbar, dass sich die Bayern aufgrund des Überangebots im Mittelfeldzentrum von dem einen oder anderen Spieler trennen.

Gehen Martinez & Sanches bei Rabiot-Ankunft?

Allen voran für Martinez, um den sich kürzlich Transfergerüchte mit Ex-Klub Athletic Bibao rankten, und Sanches dürfte es im Fall einer Rabiot-Ankunft in München eng werden. Das Duo steht bei Kovac nicht sonderlich hoch in der Gunst. Hinzu kommt, dass Adrien Rabiot vorzugsweise auf der Martinez-Position als Abräumer vor der Abwehr spielt, wo seine enorme Physis, Kopfball- und Zweikampfstärke am besten zur Geltung kommt. Und für die Bayern könnte Rabiot dank neuer UEFA-Regelung, die es Spieler erlaubt, innerhalb einer Saison für zwei Klubs in der Champions League zu spielen, in der Rückrunde auch in der Königsklasse auflaufen, wo im Achtelfinale mit dem FC Liverpool ein hohe Hürde wartet.