Frankfurt siegt beim FC Arsenal! Auch Gladbach & Wolfsburg feiern Auswärtssiege

3 deutsche Siege in der Europa League am 5. Spieltag

Bildquelle: wonker from London, United Kingdom [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Bundesliga kann einen mit drei Siegen äußerst erfolgreichen Spieltag in der Europa League verbuchen. Eintracht Frankfurt setzte sich überraschend beim FC Arsenal mit 2:1 durch und stieß damit das Tor zum Sechzehntelfinale weit auf. Auch Borussia Mönchengladbach war auswärts siegreich, hatte beim knappen 1:0-Sieg beim Wolfsberger AC aber viel Mühe. Sicher weiter ist derweil der VfL Wolfsburg, der bei PFK Oleksandrija einen 1:0-Arbeitssieg feierte.

Eintracht Frankfurt hat ausgerechnet beim FC Arsenal seine jüngsten Negativlauf von drei Pflichtspielpleiten in Folge gestoppt. Dank starker Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit und eines Doppelpacks von Daichi Kamada behielten die Hessen mit 2:1 (0:1) die Oberhand. Damit ist die SGE wieder voll im Rennen um die Tickets für die K.o.-Runde und hat das Weiterkommen als Tabellenzweiter der Gruppe F in der eigenen Hand. Ein Sieg gegen Vitoria Guimarães, die am Donnerstagabend 1:1 gegen Standard Lüttich spielten, würde reichen.

Aubameyang bringt Arsenal in Front - Kamada kontert doppelt

Dabei sah es im Emirates Stadium in London zunächst alles andere als nach einem Frankfurt-Erfolg aus. Die Hütter-Elf kam schwer in die Partie und der FC Arsenal schnürte den Gast aus der Bundesliga regelrecht ein. Frederik Rönnow hielt seinen Kasten mit einigen starken Paraden zwar lange Zeit sauber, doch Sekunden vor dem Pausenpfiff brachte Pierre-Emerick Aubameyang (45.+1) die Gunners verdient in Führung.

In der Halbzeit wechselte Adi Hütter Dominik Kohr und Mijat Gacinovic, was sich sofort auszahlen sollte. Denn das Duo belebte das Eintracht-Spiel, doch in die Heldenrolle schlüpfte Kamada. Der 23-jährige Japaner drehte mit zwei sehenswerten Distanzschüssen binnen neun Minuten (55./64.) das Spiel im Alleingang. Von Arsenal, die bereits sicher weiter sind, kam bis zum Ende herzlich wenig. Auch der eingewechselte Mesut Özil blieb blass.

Stindl führt Gladbach in Wolfsberg zum Sieg

Borussia Mönchengladbach konnte sich dagegen für die peinliche 0:4-Heimklatsche zum Auftakt der Gruppenphase revanchieren und feierte einen wichtigen 1:0-Auswärtssieg beim Wolfsberger AC. Es war aber alles andere als ein ruhmreicher Auftritt des Bundesliga-Spitzenreiters, der viel Stückwerk bot und sich von den giftigen Österreichern lange Zeit den Schneid abkaufen ließ. So waren die Gastgeber auch in den ersten 45 Minuten das bessere Team und kamen durch Niangbo dem Führungstreffer sehr nahe. Gladbach trat derweil offensiv kaum in Erscheinung.

 

 

Nach dem Wechsel hatten die Fohlen auch noch Glück, dass es für das Foul von Tobias Strobl an Gegenspieler Schmid kein Elfmeter für den WAC gab. Als sich das Spielgeschehen ausgeglichen gestaltete, schlug die Borussia in Person von Lars Stindl in der 60. Minute eiskalt zu. Ein Wendt-Zuspiel vollstreckte der Kapitän freistehend zur Führung. Es war die erste nennenswerte Chance für die Rose-Elf. Bis zum Abpfiff musste das nun besser spielende Gladbach nicht mehr groß um den Dreier zittern. Allerdings verpasste es die Borussia, vorzeitig den Deckel drauf zu machen, da Alassane Plea (66.), Marcus Thuram (67.) und auch Laszlo Benes (82.) beste Gelegenheiten vergaben.

Dennoch hat sich Gladbach mit dem Arbeitssieg eine glänzende Ausgangsposition verschafft und die Führung in der Gruppe J übernommen. Im abschließenden Spiel würde bereits ein Unentschieden gegen Istanbul Basaksehir das Weiterkommen perfekt machen.

VfL Wolfsburg löst Ticket für K.o.-Runde

Sicher in der K.o.-Phase der Europa League steht dafür der VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen bejubelten einen mühevollen 1:0-Erfolg bei PFK Oleksandrija und profitierten zugleich vom torlosen Remis im Parallelspiel zwischen AS St. Etienne und KAA Gent. Verlassen konnten sich die Wölfe mal wieder auf ihren Torgaranten Wout Weghorst. Der Niederländer erzielte per Elfmeter in der 45. Minute das goldene Tor und ebnete damit den Weg ins Sechzehntelfinale.

Bei strömenden Regen boten beide Teams aber zunächst Magerkost, wobei Oleksandrija noch ein leichtes Übergewicht hatte. Von Wolfsburg war lange Zeit gar nichts zu sehen und wenn, dann wurde es bei Standards gefährlich. Kurz nach Wiederanpfiff hätte Victor Joao (49.), Roussillon (56.) oder William (58.) die knappe Führung ausbauen können, konnten die Kugel aber nicht im Gehäuse des ukrainischen Underdogs unterbringen. Anschließend ließ sich Wolfsburg das Zepter entreißen und geriet noch einmal gehörig in Bedrängnis. Oleksandrija wehrte sich tapfer gegen das drohende Aus und zwang Wölfe-Keeper Castells (67.) noch einmal zu einer Glanzparade. Am Ende blieb es aber beim knappen Arbeitssieg für die Grün-Weißen aus Wolfsburg.


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