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Saison 1971/72: Trainerentlassung von Egon Piechaczek bei Arminia Bielefeld

Egon Piechaczek 1972 bei Arminia Bielefeld entlassen

Bildquelle: Rupert Pupkin [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Er war der Trainer, der Arminia Bielefeld erstmals in die Bundesliga führte. Die Rede ist von Egon Piechaczek. Zugleich war der Pole, der den DSC Anfang der 1970er Jahre betreute, aber auch im großen Bundesligaskandal 1971 verwickelt. Letztendlich wurde Piechaczek Ende 1971 als Trainer entlassen und erhielt vom DFB eine Sperre. Bielefeld wurde mit einem Zwangsabstieg belegt. Die Trainerentlassung von Piechaczek bei Arminia Bielefeld - Sport-90 blickt zurück.

Die Liaison zwischen Arminia Bielefeld und Egon Piechaczek begann erfolgreich und verheißungsvoll. Nach seiner Trainerentlassung beim 1. FC Kaiserslautern im Frühjahr 1969 heuerte Piechaczek bei den Ostwestfalen an. Diese spielte in der zweitklassigen Regionalliga West.

Aufstiegsheld 1970: Egon Piechaczek führt Arminia Bielefeld in die Bundesliga

In Bielefeld löste Egon Piechaczek, der als Mittelfeldspieler u.a. für den FSV Frankfurt und auch die polnische Nationalmannschaft die Schuhe schnürte, Hans Wendlandt als Cheftrainer ab. Der Trainerwechsel verfehlte seine Wirkung nicht. Denn unter Piechaczek, der zum Antritt seiner neuen Mannschaft „harte Arbeit, Schweiß und Tränen“ ankündigte, ging es mit den Ostwestfalen in der Saison 1969/70 bergauf.

Die reguläre Spielzeit beendete Arminia Bielefeld hinter dem VfL Bochum auf Rang zwei und schaffte somit die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Und tatsächlich: Am 27. Juni 1970 machten die Schwarz-Weiß-Blauen durch einen 2:0-Auswärtssieg bei Tennis Borussia Berlin erstmals den Sprung ins deutsche Fußball-Oberhaus perfekt. Entsprechend groß war die Euphorie in Bielefeld und Trainer Egon Piechaczek gehörte zu den gefeierten Helden.

Saison 1970/71: „Punktelieferant“ Bielefeld hält die Klasse

Dem Aufsteiger aus Ostwestfalen wurde allerdings ein extremer schwerer Stand in der Bundesliga prophezeit und als „Punktelieferant“ und „Abstiegskandidat Nummer 1“ gehandelt. Umso erstaunlicher, dass Arminia Bielefeld unter Piechaczek seine Debütsaison in der Bundesliga über dem Strich beendeten und somit die Klasse halten sollten.

Durch einen 1:0-Erfolg im Berliner Olympiastadion am letzten Spieltag gegen Hertha BSC verbesserten sich die abstiegsgefährdeten Arminen noch von 16. auf den 14. Platz. Die Vorfreude auf eine weitere Saison in der Bundesliga war riesengroß und die Mannschaft und Trainer wurde nach der Rückkehr aus der Hauptstadt frenetisch am Bielefelder Hauptbahnhof in Empfang genommen.

Arminia Bielefeld tief im Bundesliga-Skandal 1971 involviert

Doch die Freude über den sensationellen Klassenerhalt war nicht von langer Dauer. Denn wie sich kurz nach der Saison herausstellte, hat sich Arminia Bielefeld den Bundesliga-Verbleib erkauft. Der DSC war von allen insgesamt zehn beteiligten Vereinen derjenige am tiefsten im größten Bestechungsskandal der Bundesliga-Historie verwickelt.

 

 

Um dem drohenden sofortigen Abstieg zu verhindern, haben die Ostwestfalen gegnerische Spieler geschmiert. Unter anderem von Hertha BSC, dem 1. FC Köln und auch FC Schalke 04. Es war Horst Gregorio Canellas, damals Präsident der Kickers Offenbach, der die Bombe platzen ließ und den Skandal nach der Saison publik machte. In Bielefeld sorgte man sich schon zuvor, dass die illegalen Machenschaften auffliegen würden, da Egon Piechaczek, der früher als Armee-Offizier und Amateurboxer aktiv war, als redselig galt. Insbesondere, wenn er zu tief ins Glas schaute.

Saison 1971/72: Piechaczek mit wenig Erfolg in Bielefeld

Doch da der Bundesligaskandal eine mehrmonatige Prozesslawine nach sich zog, blieb Piechaczek vorerst Trainer von Arminia Bielefeld und der Klub weiterhin erstklassig. So war der DSC auch in der Saison 1971/72 in der Bundesliga vertreten, wo man allerdings von vornherein einzig um den erneuten Klassenerhalt kämpfte.

Mit wenig Erfolg. Aus den ersten fünf Ligapartien holte die Piechaczek-Elf nur ein mageres Pünktchen. Im September 1971 konnte der DSC zwar durch zwei knappe 1:0-Heimsiege gegen den VfB Stuttgart und Hannover 96 sowie einem 1:1 beim FC Bayern kurzzeitig für positive sportliche Schlagzeilen sorgen. Doch in den restlichen neun Partien der Hinrunde blieb Arminia Bielefeld sieglos und sammelte lediglich drei Zähler.

Dezember 1971: Arminia Bielefeld entlässt Egon Piechaczek

Am 21. Dezember 1971 war es dann soweit und es kam zur Trainerentlassung von Egon Piechaczek bei Arminia Bielefeld. Die Mannschaft überwinterte zwar als Tabellen-16. knapp oberhalb der Abstiegsregion, doch den Verantwortlichen fehlte der Glaube, dass Piechaczek das Ruder herumreißen und den Abstieg verhindern würde. Aber auch seine Verstrickung in die Spielmanipulation trug dazu bei, dass sich die Arminen von ihrem Erfolgs- und Aufstiegstrainer trennten.

 

 

Interessante Randnotiz: Piechaczek war nicht der Einzige, der drei Tage vor Weihnachten seinen Hut nehmen musste. Denn am gleichen Tag ereignete sich auch die Trainerentlassung von Horst Witzler bei Borussia Dortmund.

Jan Notermans als neuer DSC-Trainer - Zwangsabstieg für Bielefeld

Auf der Alm wurde zunächst Hellmut Meidt interimsmäßig als neuer Übungsleiter und Piechaczek-Nachfolger installiert. Für den damals 62-Jährigen war es nach 1951 bis 1953 und 1963 bis 1965 die dritte Amtszeit als Arminia Bielefeld Trainer. Allerdings betreute Meidt die DSC-Auswahl nur für einen Monat, in dem er kein Pflichtspiel coachte.

Zur Rückrunde übernahm dann Jan Notermans das Zepter. Für den Niederländer war Arminia Bielefeld zugleich die erste Station als Cheftrainer. Den Abstieg konnte aber auch Notermans nicht verhindern. Denn dem ostwestfälischen Traditionsverein wurde wegen des Manipulationsskandals die Bundesligalizenz entzogen. Im Klartext bedeutete das den Zwangsabstieg. Die Arminen durften die Saison 1971/72 zwar noch zu Ende spielen, doch alle erzielten Punkte und Tore wurden nicht gewertet.

Piechaczek: Trainerjobs im Süden, später Gastwirt

Aber auch Egon Piechaczek bekam eine Strafe aufgebrummt. Der Pole wurde am 15. April 1972 auf Lebenszeit gesperrt, drei Jahre später wurde er aber allerdings begnadigt und durfte wieder als Trainer tätig sein. In der Bundesliga arbeitete Piechaczek aber nie wieder. Stattdessen zog es ihn einige Jahre später in den Süden.

Erst heuerte er bei den griechischen Klubs PAOK Saloniki (1978 bis 1980), Panserraikos (1981 bis 1982) und Panionios Athen (1983 bis 1984) an, eher er in Zypern bei Apollon Limassol (1986 bis 1987) landete. Mitte der 1990er kehrte der ehemalige Lautern-Coach und erste Bundesligatrainer von Arminia Bielefeld in die Pfalz zurück, wo er noch mehrere Jahre als Gastwirt die Kneipe „Zur Bierleiche“ betrieb. 2006 verstarb Piechaczek im Alter von 74 Jahren nach langer Parkinson-Krankheit.


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