BVB zittert sich dank Bürki und Barca weiter - RB Leipzig reicht Remis für Gruppensieg

BVB und RB Leipzig erreichen Achtelfinale der Champions League

Bildquelle: Reto Stauffer [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Borussia Dortmund steht im Achtelfinale der Champions League! Am letzten Spieltag der Gruppenphase glückte dem BVB ein 2:1-Zittersieg gegen Slavia Prag, zudem erhielten die Westfalen die dringend benötigte Schützenhilfe des FC Barcelona. RB Leipzig hat sich derweil den wichtigen Gruppensieg in seiner Staffel geschnappt. Bei Olympique Lyon sollte ein 2:2-Remis reichen, auch die Franzosen konnten damit bestens leben.

Die Ausgangslage vor dem finalen Spieltag in der Königsklasse in der „Todesgruppe F“ war klar: Borussia Dortmund musste im Fernduell um Platz 2 mit Inter Mailand mehr Punkte holen als die Italiener im Duell mit Barca - Mission erfüllt! Der BVB setzte sich mit 2:1 gegen Underdog Slavia Prag durch, Inter verlor daheim mit 1:2 gegen eine B-Auswahl des FC Barcelona, der das Achtelfinalticket bereits sicher hatte.

BVB erlebt wahre Achterbahnfahrt

Doch es waren äußerst spannende 90 Minuten, in denen das Pendel ständig wechselte und der Dortmund zwischenzeitlich auf Kurs Europa League lag. Zunächst aber lief alles nach Plan. Jadon Sancho brachte die Schwarz-Gelben nach schöner Kombination zwischen Julian Brandt und Marco Reus früh in Führung (10.). In der Folge hätte Reus für noch mehr Komfort im Signa Iduna Park sorgen können, jedoch ließ der BVB-Star gleich zwei Riesenchancen ungenutzt (15., 23.) und fand in Slavia-Keeper Kolar seinen Meister.

Da aber auch der FC Barcelona, bei denen etliche Stammkräfte wie Lionel Messi, Frenkie de Jong oder Marc-Andre ter Stegen geschont wurden, im Parallelspiel bei Inter Mailand durch Perez zwischenzeitlich führte (23.), sah es gut für den BVB aus. Das sollte sich aber kurz vor der Halbzeit radikal ändern. Denn erst musste Dortmund durch Soucek (43.) den Ausgleich schlucken, während fast zeitgleich Romelu Lukaku das 1:1 für Inter markierte. Damit rutschte Borussia Dortmund wieder auf den 3. Platz ab und war zur Halbzeit aus der Champions League ausgeschieden.

Brandt trifft – Weigl fliegt - Bürki rettet Dortmund-Sieg

Das große Zittern begann, endete aber in einem Happy End. Denn im zweiten Durchgang traf Julian Brandt nach Sancho-Vorlage zum 2:1 (61.). Aber die tapferen Gäste aus Tschechien, für die es um nichts mehr ging, steckten nicht auf und brachten den BVB mehrfach in Bredouille. Dortmund konnte sich bei Torwart Roman Bürki bedanken, der insgesamt vier Glanzparaden und außergewöhnliche Reflexe zeigte. Zudem war dem Bundesligisten das Glück hold, als Kudela völlig freistehend aus einem Meter am leeren Tor vorbeiköpfte (76.). Kurz darauf flog auch noch Witsel-Vertreter Julian Weigl mit Gelb-Rot vom Platz (77.).

Für die endgültige Erlösung sorgte aber der FC Barcelona. Und zwar in Person von Shootingstar Ansu Fati. Der 17-Jährige traf kurz nach seiner Einwechslung zum 2:1-Endstand (87.). Damit waren alle schwarzgelben Zweifel beseitigt und Borussia Dortmund folgt Barca in die K.o.-Runde der Champions League.

RB Leipzig holt Gruppensieg - 2:2 in Lyon

Dort wird auch RB Leipzig vertreten sein. Die Sachsen tüteten durch ein 2:2-Unentschieden bei Olympique Lyon den Gruppensieg in der Staffel G ein. Allerdings verspielten die formstarken Roten Bullen eine 2:0-Führung, die Emil Forsberg (9.) und Torjäger Timo Werner (31.) durch jeweils verwandelte Elfmeter herausschossen.

Die französischen Hausherren steigerten sich nach den Gegentreffern spürbar und schnupperten unmittelbar vor dem Pausenpfiff durch einen Lattentreffer von Dembele am Anschlusstreffer. Dieser sollte in der 52. Minute fallen, als Aouar sehenswert mit einem Schlenzer traf. In der Schlussphase markierte der auffällige Memphis Depay den verdienten und eminent wichtigen 2:2-Ausgleich. Denn durch den späten Punktgewinn rutschte Lyon (8 Punkte) in der Champions League Tabelle F noch hinter Spitzenreiter Leipzig (11) auf Rang zwei.

Dabei profitierte Olympique Lyon von der Pleite von Zenit St. Petersburg (7), die bei Benfica Lissabon (7) mit 0:3 unter die Räder kamen. Bitter für die Russen, die vor dem finalen Gruppenspieltag auf Platz zwei geführt wurden: Denn durch die abschließenden Champions League Ergebnisse rutschte Zenit noch auf den letzten Platz und verabschiedet sich somit vorzeitig von der internationalen Bühne.


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