BVB bezwingt Gladbach - Leipzig überrollt Wolfsburg - Hertha nach Elfer-Krimi weiter

Ergebnisse und Bericht 2. Runde DFB-Pokal

Bildquelle: Dirk Hoppe [], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Borussia Dortmund hat das Topspiel der 2. Runde im DFB-Pokal gegen Gladbach dank Julian Brandt zu seinen Gunsten entschieden und steht im Achtelfinale. Ein furioses RB Leipzig siegt haushoch beim VfL Wolfsburg, Werder Bremen gibt sich gegen Heidenheim keine Blöße. Hertha BSC liefert sich mit Dynamo Dresden einen packenden Pokalfight und triumphiert im Elfmeterschießen. Für Überraschungen sorgen derweil Regionalligist Verl und Drittligist Kaiserslautern.

Der Pokalkracher zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach nahm erst in den letzten 20 Minuten so richtig Fahrt auf. In der 71. Minute gingen die Fohlen in einer ausgeglichenen Partie durch einen Kopfball von Marcus Thuram, der völlig freistehend aus kurzer Distanz einnicken konnte, in Führung. Doch der BVB erhöhte postwendend den Druck und fand in Julian Brandt seinen Matchwinner. Der im bisherigen Saisonverlauf zumeist blasse Sommerneuzugang schnürte innerhalb von drei Minuten einen Doppelpack (77./79.).

Brand schießt BVB ins Achtelfinale - RB Leipzig zerlegt Wolfsburg

Erst wurde ein Schuss von Brandt gleich von zwei Gladbach-Akteuren unhaltbar abgefälscht, bevor er eine Hazard-Flanke per Kopf über die Linie drückte. In einer turbulenten Schlussphase hatten die Fohlen durch Lars Stindl noch die Chance zum Ausgleich, zudem sah Gladbach-Coach Marco Rose nach Protesten in der Nachspielzeit noch die Rote Karte.

RB Leipzig trat derweil im Gastspiel beim VfL Wolfsburg mächtig aufs Gaspedal. Die Roten Bullen nahmen die Wölfe gleich mit 6:1 (1:0) auf die Hörner und fügten den Niedersachsen im 14. Pflichtspiel die erste Saisonniederlage bei. Vor dem Wechsel traf einzig Wolfsburgs Jeffrey Bruma (13.) ins eigene Tor, bevor nach dem Wiederanpfiff das Torfestival seinen Lauf nahm. Innerhalb von 13 Minuten schraubte RBL die Führung durch Treffer von Marcel Sabitzer (55.), Emil Forsberg (58.), Konrad Laimer (61.) und Timo Werner (68.) auf 5:0 in die Höhe. Und das zurecht, war doch Leipzig den Hausherren in allen Belangen deutlich überlegen. Kurz vor Schluss legte Werner (88.) noch einmal nach, bevor im Gegenzug Wout Weghorst Ergebniskosmetik betrieb.

Hertha ringt Dresden im Elfer-Krimi nieder - Werder Bremen souverän

Im Berliner Olympiastadion lieferten sich Hertha BSC und Dynamo Dresden eine mitreißende Pokalschlacht, in der sich die Alte Dame glücklich im Elfmeterschießen mit 5:4 durchsetze. Die über 70.000 Zuschauer - darunter über 30.000 mitgereiste SGD-Fans (!) - bekamen alles zu sehen, was eine Partie im DFB-Pokal nur bieten kann. Inklusive zweier Last-Minute-Tore. Denn erst in letzter Sekunde der regulären Spielzeit besorgte Ex-Herthaner Patrick Ebert für den Underdog aus Leipzig per Elfmeter das 2:2. In der Verlängerung ließ Luka Stor (107.) den abstiegsbedrohten Zweitligisten von der Pokal-Überraschung träumen, doch in der Extra-Spielzeit der Verlängerung glückte Jordan Torunarigha per strammer Direktabnahme das rettende 3:3!

 

 

Auch in den restlichen Duellen zwischen Bundesligisten und Zweitligisten am Mittwoch setzte sich jeweils der Favorit durch. Werder Bremen reichte beim 4:1 (4:1)-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim vor heimischer Kulisse eine starke erste Halbzeit, um das Ticket fürs Achtelfinale zu buchen. Milot Rashica (8.), Leonardo Bittencourt (11.) und Davy Klaasen (18.) stellten die Bremer Weichen frühzeitig auf Weiterkommen.

Deutlich mehr Mühe hatte Fortuna Düsseldorf, das sich mit 2:1 (1:1) gegen Erzgebirge Aue durchsetzen konnte. Mit demselben Resultat behielt Eintracht Frankfurt beim FC St. Pauli die Oberhand.

1. FC Kaiserslautern & SC Verl sorgen für Pokal-Überraschung

Dennoch hielt der Pokal-Dienstag zwei Überraschungen parat. Hierfür zeichnete sich zum einen der abstiegsbedrohte Drittligist 1. FC Kaiserslautern verantwortlich. Die Roten Teufel bezwangen im Duell zweier Traditionsklubs den 1. FC Nürnberg mit 6:5 im Elfmeterschießen. FCK-Keeper Lennart Grill parierte den entscheidende Elfer von Tim Handwerker. Nach 120 Minute hatte 2:2 gestanden.

Zudem kegelte der Regionalligist SC Verl den Zweitligisten Holstein Kiel aus dem Wettbewerb. Auch hier fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen, wo sich der krasse Außenseiter mit 8:7 durchsetzte. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es 1:1.

FC Bayern entgeht Blamage in Bochum - Union siegt in Freiburg

Bereits am Dienstag zog auch Bayern München in die Runde der letzten 16 Teams. Doch beim 2:1-Auswärtssieg gegen den VfL Bochum schrammte der uninspiriert auftretende Rekord-Pokalsieger nur haarscharf an einer Blamage vorbei. Das Kellerkind aus der 2. Liga führte lange verdient, ehe ein schwacher FC Bayern mit einem Kraftakt und durch späte Tore von Serge Gnabry und Thomas Müller die Partie noch drehen konnte.

Union Berlin triumphierte überraschend mit 3:1 beim Bundesliga-Überraschungsteam SC Freiburg, während Bayer Leverkusen durch einen 1:0-Heimsieg gegen Ligarivale SC Paderborn in die nächste Runde des DFB-Pokals einzog. Dort stehen auch der FC Schalke 04 (3:2 in Bielefeld), Hoffenheim (2:0 in Duisburg) sowie die beiden Zweitligisten Karlsruher SC (1:1 in Darmstadt) und VfB Stuttgart (2:1 in Hamburg). Eine Sensation glückte dem 1. FC Saarbrücken. Der Regionalligisten feierte einen 3:2-Sieg über den Bundesligisten 1. FC Köln.


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