EL: Bayer Leverkusen und TSG Hoffenheim im Gleichschritt in die Zwischenrunde

TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen gewinnen und stehen in der Zwischenrunde

Bildquelle: Photographs by Radosław Drożdżewski (User:Zwiadowca21) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen feierten zum Abschluss der Gruppenphase der Europa League zwei Schützenfeste und haben damit jeweils eine bärenstarke Vorrunde gekrönt. Hoffenheim fertigte die KAA Gent mit 4:1 ab, während Bayer Leverkusen mit Slavia Prag im Kampf um den Gruppensieg kurzen Prozess machte und einen souveränen 4:0-Erfolg bejubelte.

Der TSG Hoffenheim, die bereits vor dem 6. Spieltag als Gruppensieger feststand, glückte auch mit einer B-Elf ein Kantersieg. Gegen das punktlose Schlusslicht KAA Gent aus Belgien setzte sich die Hoeneß-Elf deutlich mit 4:1 durch. Damit beendete die TSG die Gruppenphase ungeschlagen, holte insgesamt fünf Siege und verzeichnet ein eindrucksvolles Torverhältnis von 17:2. Viel souveräner kann der Sprung in die EL Zwischenrunde kaum gelingen, wobei die Sinsheimer erstmals auf internationaler Bühne die K.o.-Phase erreichen.

Hoffenheim-Bubi Maximilian Beier trumpft auf

Gegen die überforderten Gäste aus Gent trumpfte insbesondere Maximilian Beier groß auf. Das 18-jährige Sturmtalent erzielte zwei Treffer (21./49.) und bereitete zudem ein Tor vor. Die weiteren TSG-Treffer steuerten Robert Skov (26.) und Andrej Kramarić (64.) bei, ehe Nurio Fortuna für die KAA Gent (81.) Ergebniskosmetik betrieb. Für die Büffel war es die sechste Pleite im sechsten Spiel!

Die spielfreudigen Hoffenheimer waren von Beginn an überlegen und hatte die Partie im Sinsheimer Stadion klar im Griff. Allerdings hatte Youngster Beier beim Führungstreffer Glück, dass sein Kopfball von Elisha Owusu abgefälscht wurde. Für die vorentscheidende 2:0-Pausenführung sorgte Skov, der nach einem sensationellen Zuspiel von Kapitän Dennis Geiger eiskalt einnetzte.

TSG Hoffenheim lässt gegen KAA Gent nichts anbrennen

Die KAA Gent, die in Belgien nur 13. sind und bei denen mit Hein Vanhaezebrouck bereits der vierte Trainer in dieser Saison auf der Bank sitzt, hatte wenig entgegenzusetzen. So hatte der Bundesligist keine Mühe, nach der Pause den Vorsprung weiter auszubauen. Beier nagelte das Leder sehenswert aus 18 Metern in die Maschen, ehe der kurz zuvor eingewechselte Kramarić einen Diagonalpass von Beier völlig freistehend über die Linie drückte. Den Schlusspunkt hinter einem einseitigen Duell setzten allerdings die Belgier, als Fortuna per Scherenschlag aus kurzer Distanz vollstreckte.

Die TSG 1899 Hoffenheim wird von Roter Stern Belgrad, die sich im abschließenden Match torlos von Slovan Liberec trennten, in das Europa League Achtzehntelfinale begleitet.

Bayer Leverkusen mit Torrekord zum Gruppensieg

Auch Bayer Leverkusen schnappte sich den Gruppensieg. Die Werkself behielt im Endspiel um Platz eins leicht und locker mit 4:0 die Oberhand über Slavia Prag. Die Tschechen hatten das Hinspiel noch mit 1:0 zu ihren Gunsten entschieden und Bayer 04 damit die bislang einzige Saisonpleite zugefügt. Doch im Rückspiel trumpfte das Team von Peter Bosz, der einige Stammkräfte schonte, groß auf und sorgte ganz nebenbei für einen deutschen Torrekord in der Europa League.

 

 

Denn das torhungrige Bayer Leverkusen konnte in seinen fünf gewonnen Gruppenspielen satte 21 Treffer bejubeln! Bislang waren Werder Bremen (2009/10) und Eintracht Frankfurt (2018/19) die treffsichersten Bundesligisten im „kleinen Europapokal“. Am internationalen Rekord schrammte der Werksklub dagegen haarscharf vorbei. Den hält weiterhin der SSC Neapel, der in der Spielzeit 2015/16 insgesamt 22 Treffer in der Vorrunde erzielte.

Mr. EL Leon Bailey glänzt mit Doppelpack

Zum Matchwinner in der menschenleeren BayArena avancierte der glänzend aufgelegte Leon Bailey. Leverkusens Mr. Europa League schnürte in der 1. Halbzeit einen Doppelpack (8./32.) und stockte damit seine Torausbeute auf nun fünf Buden auf. Eigentlich hätte es zur Pause bereits 3:0 stehen müssen, doch der reguläre Treffer von Daley Sinkgraven wurde fälschlicherweise wegen Abseits nicht anerkannt.

Dafür bereitete der 25-jährige Niederländer das 3:0 im zweiten Durchgang von Moussa Diaby (59.), der per Tunnel vollendete, mit einem perfekt getimten Zuspiel vor. In der Schlussphase ließ der Zweite der Bundesliga gegen den tschechischen Vizemeister die Zügel etwas schleifen und Trainer Bosz einige Nachwuchskräfte von der Leine. Für den 4:0-Endstand zeichnete sich aber Routinier Karim Bellarabi verantwortlich, der in Nachspielzeit einen Querpass von Diaby lässig über die Linie drückte.

Genau wie Hoffenheim konnte damit auch Bayer Leverkusen fünf Siege in den sechs Gruppenspiel landen.

Letzten sechs Tickets für EL-Zwischenrunde vergeben

Insgesamt waren am letzten Spieltag der Europa League Gruppenphase noch sechs Tickets für die K.o.-Runde zu vergeben. Zwei davon sicherten sich die SSC Neapel und Real Sociedad San Sebastian, wobei Napoli das direkte Duell in der Gruppe F mit 1:0 gewann. Die Spanier profitierten von der 1:2-Schlappe von AZ Alkmaar bei HNK Rijeka.

Zudem sind noch die Young Boys Bern, Molde FK, Maccabi Tel Aviv und der Wolfsberger AC auf den Zug in die Zwischenrunde aufgesprungen.

 

 

Auch ohne Mario Götze: PSV Eindhoven stößt Granada vom Thron

Freude auch bei der PSV Eindhoven. Die von Roger Schmidt gecoachten Niederländer konnten in der Gruppe E noch den bisherigen Spitzenreiter FC Granada (0:0 bei PAOK Saloniki) abfangen. Ohne Mario Götze, dafür aber mit Philipp Max in der Startelf fegte die PSV Omonia Nikosia mit 4:0 vom Platz.

Weniger rund lief es für Benfica Lissabon mit Lucas Waldschmidt und Julian Weigl. Die zuvor schon qualifizierten Portugiesen mussten sich bei Standard Lüttich mit einem 2:2 begnügen und konnten die Glasgow Rangers (2:0 bei Lech Posen) den Spitzenplatz nicht mehr streitig machen.

Europa League: Lostöpfe zur Auslosung der Zwischenrunde

Abschließend die beiden Lostöpfe für die Auslosung der Europa League Zwischenrunde (findet am kommenden Montag statt), zu denen sich auch die insgesamt acht Gruppendritten der Champions League gesellen.

 

  • Lostopf 1 mit EL-Gruppensiegern und vier besten CL-Gruppendritten:

 

TSG Hoffenheim, Bayer Leverkusen, AS Rom, FC Arsenal, Glasgow Rangers, PSV Eindhoven, SSC Neapel, FC Villarreal, Dinamo Zagreb, AC Mailand, Leicester City, Tottenham Hotspur, Manchester United, Schachtar Donezk, Club Brügge, Ajax Amsterdam

 

  • Lostopf 2 mit EL-Gruppenzweiten und vier schlechtesten CL-Gruppendritten:

 

Roter Stern Belgrad, Benfica Lissabon, Slavia Prag, Young Boys Bern, Molde FK, FC Granada, Real Sociedad, Royal Antwerpen, Sporting Braga. OSC Lille, Wolfsberger AC, Maccabi Tel Aviv, FK Krasnodar, Dynamo Kiew, RB Salzburg, Olympiakos Piräus


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