Bayer Leverkusen nach Sieg in Nizza weiter - TSG Hoffenheim feiert Gruppensieg

Bayer 04 und Hoffenheim erreichen Zwischenrunde der EL

Bildquelle: Vlada Marinković [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Bayer Leverkusen hat sich am 5. Spieltag der Europa League für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Die formstarken Rheinländer siegten in einer unterhaltsamen Partie hochverdient mit 3:2 bei der OGC Nizza und bekommen ein Finalspiel um den Gruppensieg. Den konnte die TSG Hoffenheim derweil festzurren. Eine müde Nullnummer bei Roter Stern Belgrad reichte den Kraichgauern.

Trotz großer Personalnot konnte Bayer Leverkusen seine Erfolgsserie ausbauen. Bei der OGC Nizza setzte sich die Elf von Trainer Peter Bosz, der acht Ausfälle zu beklagen hatte, 3:2 durch und feierte damit den siebten Sieg in den letzten acht Pflichtspielen. Damit haben die Leverkusener das Ticket fürs Achtelfinale vorzeitig gelöst.

Verdienter Sieg für Bayer Leverkusen bei Traumtor-Gala

In Südfrankreich zeigte Bayer Leverkusen vom Anpfiff weg eine überzeugende, engagierte Leistung und agierte sehr druckvoll. Die französischen Hausherren beschränkten sich dagegen zunächst aufs Kontern und wurden für ihre Passivität bestraft. In der 22. Minute setzte der überragende Kerem Demirbay Moussa Diaby mit einem Traumpass in Szene, den der Franzose sehenswert per Direktabnahme in die Maschen beförderte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später erhöhte Patrik Schick, doch dessen Treffer wurde fälschlicherweise wegen Abseits verweigert. Nicht das einzige Bayer-Ärgernis mit dem italienischen Schiedsrichter Maurizio Mariani, hatte dieser doch zu Spielbeginn dem Bundesligisten nach Foul an Diaby einen klaren Elfmeter verweigert (5.).

Die OGC Nizza glückte in der 26. Minute etwas überraschend der Ausgleich, als Hassane Kamara vom rechten Strafraumeck das Leder per Volley-Hammer in den Bayer-Kasten jagte. Der wilde Schlagabtausch ging munter weiter und fördert in der 32. Minute das nächste Traumtor zu Tage. Diesmal war es Aleksandar Dragovic der eine Amiri-Ecke volley im Tor unterbrachte (32.) und für die prompte Antwort sorgte.

Leverkusen beweist Comeback-Qualitäten

Comeback-Qualitäten bewiesen die formstarken Leverkusener, die im ersten Durchgang das klar bessere Team waren, auch direkt nach dem Seitenwechsel. Denn nachdem Torwart Lukas Hradecky patzte und Don Ndove für die Südfranzosen den erneuten Ausgleich markierte (47.), schlug Bayer 04 nur vier Minute später in Person von Julian Baumgartlinger zurück. Und wie! Der Österreicher bugsierte einen Freistoß von Amiri mit dem Rücken zum Tor per gefühlvollen Kopfball ins lange Eck.

Zu viel für die OGC Nizza. In der letzten halben Stunde kam von der Truppe von Ex-Weltmeister Patrick Vieira keine große Gegenwehr mehr und so hatte Bayer Leverkusen leichtes Spiel, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Ein hochverdienter Erfolg, gab doch der Werksklub über das gesamte Spiel den Ton an.

Bayer 04 braucht Sieg für Gruppensieg

Am letzten Spieltag der Europa League Gruppenphase streitet sich das Bosz-Team im direkten Duell mit dem punktgleichen Slavia Prag, die einen lockeren 3:0-Sieg gegen Hapoel Beer Sheva einfuhren, um den Gruppensieg.

 

 

Hierfür müssen die Rheinländer gewinnen und die 0:1-Pleite aus dem Hinspiel ausbügeln. Die Vorzeichen stehen angesichts der aktuellen Verfassung günstig. Außerdem ist Leverkusen mit 17 Treffern die torhungrigste Elf der Europa League.

Müde Nullnummer reicht TSG Hoffenheim zum Gruppensieg

Die TSG Hoffenheim ist schon einen Schritt weiter. Die Kraichgauer erkämpften sich in einer müden Nullnummer bei Roter Stern Belgrad einen Punkt und sicherten sich damit den Gruppensieg. Damit bleiben die Hoffenheimer in der Europa League weiter ungeschlagen.

Da die TSG bereits vor der Partie schon sicher weiter war, rotierte Trainer Sebastian Hoeneß kräftig durch. So konnte auch der 18-jährige Marco John sein Profidebüt feiern. Doch auf dem Platz herrschte über weite Strecken Leerlauf. Höhepunkte waren während der ganzen 90 Minuten absolute Mangelware, was nicht wirklich überraschte. Denn Roter Stern benötigte seinerseits für den Sprung in die nächste Runde ebenfalls einen Punkt. So lief alles auf ein Remis hinaus.

Insgesamt verbuchte die TSG Hoffenheim mehr Ballbesitz, investierte mehr und war von beiden harmlosen Teams die gefährlichere. Der serbische Meister ließ derweil jeglichen Zug zum Tor vermissen. Ein Grottenkick, der keinen Sieger verdient hat. Dennoch waren die Kontrahenten am Ende über die Punkteteilung glücklich und Hoffenheim, die in der Bundesliga kriseln und seit sieben Spielen sieglos sind, blieb auch im vierten von fünf EL-Spielen ohne Gegentor.

AC Mailand & FC Arsenal siegen - Götze mit PSCV Eindhoven weiter

Deutlich mehr Spektakel lieferte der AC Mailand. In der Gruppe H hatte die Rossoneri Celtic Glasgow zu Gast und geriet schnell mit 0:2 ins Hintertreffen. Doch Milan, dass fürs Sechzehntelfinale qualifiziert ist, legte eine erfolgreiche Aufholjagd hin, bei der auch Hakan Calhanoglu mit einem schönen Freistoß traf, und setzte sich mit 4:2 durch.

Ähnlich torreich war der Auftritt des FC Arsenal. Die in der heimischen Premier League schwächelnden Gunners fegten Rapid Wien mit 4:1 vom Platz und feierten den fünften Sieg im fünften Spiel. Die Partie im Emirates Stadium fand übrigens vor 2.000 Zuschauern statt.

Auch die PSV Eindhoven von Roger Schmidt stehen in der Zwischenrunde. Die Niederländer, bei denen Mario Götze und Philipp Max in der Anfangsformation standen, konnten sich knapp mit 1:0 beim Tabellenführer FC Granada aus Spanien durchsetzen. Torjäger Donyell Malen erzielte kurz vor der Halbzeit das Tor des Tages. Granada bleibt in der Europa League Gruppe E aber weiter Erster und steht ebenfalls im Sechzehntelfinale.


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