Leverkusen gewinnt Spitzenspiel souverän - Frankfurt nach Last-Minute-Sieg weiter

Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt siegreich am 4. Spieltag

Bildquelle: Nick-4711 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der 4. Spieltag in der Europa League verlief für die Bundesligisten optimal: Bayer Leverkusen gewann dank eines überragenden Moussa Diaby das Topspiel gegen Real Betis Sevilla souverän mit 4:0 und ist so gut weiter. Sicher in der K.o.-Runde steht bereits Eintracht Frankfurt. Die Hessen behielten bei Olympiakos Piräus nach einem Last-Minute-Treffer glücklich mit 2:1 die Oberhand.

Bayer Leverkusen hat zurück in die Erfolgsspur gefunden. Nachdem die Werkself in ihren letzten fünf Pflichtspielen sieglos blieb, gab es am Donnerstagabend wieder mal Grund zum Jubeln. Mit einem hochverdienten 4:0 entschieden die Rheinländer das Kräftemessen gegen den direkten Verfolger Real Betis Sevilla klar zu ihren Gunsten.

Bayer Leverkusen so gut wie weiter - Diaby glänzt gegen Betis Sevilla

Damit steht Leverkusen so gut wie sicher in der Zwischenrunde. In der Gruppe G der Europa League führt die Auswahl von Trainer Gerado Seoane die Tabelle mit starken zehn Punkten nach vier Runden an. Sevilla (7) bleibt Zweiter und streitet sich mit Celtic Glasgow (6) um Rang zwei. Um das Überwintern auf internationaler Bühne festzuzurren, braucht Bayer 04 aus den letzten zwei Gruppenspielen nur noch einen Punkt.

Mann des Abends in der BayArena war Moussa Diaby. Der französische Flügelflitzer erzielte die ersten beiden Tore kurz vor und nach der Halbzeit (42./52.). Zudem legte Diaby in der Schlussphase noch zweimal für Florian Wirtz (86.) und Nadiem Amiri (90.) auf.

Bayer 04 hat gegen Sevilla alles im Griff

Bayer Leverkusen war von Beginn an tonangebend und zeigte sich gegen die spanischen Gäste aus La Liga sehr spielfreudig. Betis Sevilla kam hingegen kaum zur Entfaltung und hatte Mühe mit dem schnellen Umschaltspiel der Hausherren. Der Bundesligist hat die Partie fest im Griff. Nachdem Jeremie Frimpong (25.) zunächst aus Abseitsposition traf, markierte Diaby kurz vor dem Pausentee die verdiente Führung. Eine gefühlvolle Bogenlampe-Flanke von Wirtz jagte Diaby per Direktabnahme in die Maschen. Die Andalusier verzeichneten in den ersten 45 Minuten nur einen gefährlichen Torabschluss durch einen Distanzschuss von Nabil Fekir.

Betis Sevilla kam erwischte in der zweiten Hälfte zwar den besseren Start, doch Moussa Diaby legte mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern schnell den zweiten Treffer für die Werkself nach. In der Folge ließ es Leverkusen entspannt angehen und bot Real Betis mehr Räume.

Doppel-Rot: Demirbay & Fekir gehen sich an den Kragen

Doch abgesehen von Fekirs Lattentreffer nach einem Freistoß brachte Sevilla nicht viel zustande. Bayer Leverkusen verpasste jedoch den finalen K.o.-Schlag, auch weil Diaby (71.) und Kerem Demirbay (80.) zwei gute Kontermöglichkeiten ungenutzt ließen. Kurz vor Abpfiff schlugen die Rheinländer aber noch zweimal in Person von Florian Wirtz und Demirbay zu.

 

 

Letzterer sollte in der Schlussminute das hervorragende Ergebnis jedoch überschatten. Denn in der Nachspielzeit gerieten Demirbay und Fekir heftig aneinander und gingen sich an den Kragen. Beide Akteure sahen hierfür die Rote Karte. Im zweiten Gruppenspiel konnte Celtic Glasgow einen 3:2-Auswärtssieg beim weiterhin punktlosen Schlusslicht Ferencváros Budapest einfahren und damit die Hoffnung auf das Erreichen der K.o.-Runde am Leben halten.

Eintracht Frankfurt nach Dusel-Sieg in Piräus sicher weiter

Für Eintracht Frankfurt bleibt derweil die Europa League eine reine Wellness-Oase. Stecken die Hessen in der Bundesliga nach nur einem Sieg in den ersten zehn Spielen - den man ausgerechnet gegen den FC Bayern holte - in der Abstiegsregion, konnte die SGE in der Europa League den dritten Sieg im vierten Spiel bejubeln.

Mit 2:1 gewann die Eintracht ihr Gastspiel bei Olympiakos Piräus und stehen damit sicher in der Playoff-Runde gegen einen Gruppendritten aus der Champions League. Mit einem weiteren Sieg wäre Frankfurt den Gruppensieg nicht mehr zu nehmen und man stünde direkt im Europa League Achtelfinale.

Daichi Kamada gleicht für SGE schnell aus

Doch der Erfolg im Hexenkessel des griechischen Meisters war schmeichelhaft und glücklich. Zum einen war Olympiakos über die gesamten 90 Minuten das bessere und gefährlichere Team. Zum anderen erzielte Jens Petter Hauge erst in der Nachspielzeit den viel umjubelten Siegtreffer der Eintracht, die unterm Strich die effektivere Mannschaft war.

Nach einer intensiven und temporeichen Anfangsphase ging Olympiakos Piräus dennoch etwas aus dem Nichts in Front. Youssef El-Arabi (12.) war nach starker Vorarbeit des auffälligen Henry Onyekuru zur Stelle. Doch Eintracht Frankfurt schlug nur fünf Minuten später mit der ersten Chance zurück. Ein Traumpass von Rafael Borré bugsierte Daichi Kamada gekonnt ins lange Eck.

 

 

Trapp rettet hinten, vorne sticht Joker Hauge in letzter Minute

Das es mit 1:1 in die Kabine ging, war vor allem Kevin Trapp zu verdanken. Der SGE-Torwart bewahrte seine Mannschaft mit zwei Glanztaten gegen den freigespielten Giorgos Masouras (36.) und Mady Camara (39.).

Auch in den zweiten 45 Minuten stockte der Eintracht-Motor weiter und die Gäste strahlten kaum Gefahr aus. Olympiakos hatte das Zepter weiter in der Hand und war engagierter. Doch auch der griechische Meister entwickelte kaum Durchschlagskraft. Als sich beide Mannschaften schon langsam mit der Punkteteilung arrangiert zu schienen haben, bescherte der eingewechselte Jens Petter Hauge (90.+2) Eintracht Frankfurt den späten Sieg. Nach einem gelungenen Angriff über linke Seite N’Dicka und Lindström netzte der Norweger problemlos aus fünf Metern ein.

Fenerbahçe fertigt Antwerpen ab - Auch Meyer & Berisha treffen

Trotz der Last-Minute-Pleite bleibt Olympiakos hinter Eintracht Frankfurt mit sechs Punkten Zweiter. Doch die Griechen haben nun Fenerbahce Istanbul im Nacken. Die in der heimischen Süper Lig schwächelnden Türken konnten ihr Gastspiel bei Schlusslicht Royal Antwerpen deutlich mit 3:0 gewinnen. Fener hat nun fünf Zähler auf der Habenseite.

In Belgien sorgte Fenerbahce, bei denen Mesut Özil verletzungsbedingt fehlte, schnell für klare Verhältnisse und erzielte die drei Treffer schon in den ersten 29 Minuten. Mert Hakan Yanda (9.) eröffnete den Torreigen, ehe der ehemalige Schalker Max Meyer (16.) und der deutsche U21-Europameister Mergim Berisha (29.) nachlegten.


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