Fitness-Tracker kaufen: Worauf achten? Wichtige Tipps & Kriterien

Kaufberatung für Fitness-Tracker

Bildquelle: Numinosity (Gary J Wood) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Fitness-Armbänder, Smartwatches und Co. sind schwer angesagt. Mit diesen kleinen Technikwundern lassen sich zahlreiche Funktionen rund um die Gesundheit und das Training des Trägers ganz einfach ermitteln. Es werden Bewegungen gemessen, der Puls oder auch die Schlafqualität verbessert und somit die allgemeine Gesundheit verbessert. Doch wer sich einen Fitness-Tracker kaufen will, hat die Qual der Wahl. Doch was ist bei den Sportuhren wirklich wichtig? In unserem Kaufratgeber Fitness-Armband klären wir auf.

Der Markt der Fitness-Armbänder gleicht einem dichten Dschungel. Hersteller wie Fitbit, Garmin, TomTom oder Polar buhlen um die Gunst der gesundheitsbewussten Käuferschaft und bieten die smarten Lifestyle-Devices in verschiedene Preisklassen und Kategorien an.

 

Es gibt sie als kompakte, leichte Fitness-Tracker oder als größere, schwerere und umfangreich ausgestattete Sportuhren bzw. Smartwatches. Darüber hinaus sind auch Allrounder-Produkte erhältlich, die die Vorzüge und Merkmale beider genannten Kategorien vereinen. Dennoch: Wenn es um den Kauf solch eines Hightech-Wearables für das Handgelenk geht, gibt es grundsätzlich einige Kriterien, die bei der Kaufentscheidung zu beachten sind. Wir verraten, welche das sind.

Fitness-Tracker: Auf gutes Display achten

Fitness-Tracker werden als schlichte, leichte Armbänder oder im klassischen Look einer Uhr angeboten. Damit diese aber all die gesammelten Informationen wie Schrittzähler, Puls und Co. gut sichtbar anzeigen, ist auf ein gutes Display zu achten. Günstige Einsteigermodelle für weniger als 50 Euro haben meist nur ein kleines LC-Display an Bord. Für den Einsatz beim Indoor-Sport in Ordnung, doch wer seine Fitnessuhr draußen beim Joggen, Radfahren etc. nutzen will, ist mit hochwertigeren Displays (z.B. TFT-, MIP- oder OLED-Display) besser beraten.

Wichtig ist, dass die Informationen auf dem Display auch bei Sonnenlicht abgelesen werden können. Auch die Display-Größe ist ein wichtiges Kaufkriterium bei einem Fitness-Armband. Soll eine Bedienung direkt am Tracker erfolgen, erleichtert ein größeres Display die Handhabung um ein Vielfaches.

Fitness-Tracker mit oder ohne GPS-Sensor?

Ein GPS-Sensor gehört bei den Fitness-Armbändern längst nicht zum Standard und ist in der Regel den etwas teureren Modellen vorbehalten. Sinnvoll ist die GPS-Funktion für alle, die regelmäßig Ausdauertraining wie Laufen betreiben. Denn mittels der GPS-Funktion lässt sich die absolvierte Strecke genau protokollieren und der Träger wird über die benötigte Zeit und Geschwindigkeit informiert. Für ambitionierte Sportler, die ihre Leistung steigern und die Fortschritte aufgezeigt bekommen wollen, ist ein Fitness-Tracker mit GPS ein Muss.

Wenn es in erster Linie nur um das Zählen der täglichen Schritte geht, kann auf dieses Feature verzichtet und zum preiswerten Einsteigermodell gegriffen werden.

Fitness-Tracker: Was ist mit der Akkulaufzeit?

Dieser Punkt kann etwas vernachlässigt werden. Denn im Gegensatz zu Smartphones hält der Akku bei einem Fitness-Tracker problemlos mehrere Tage, ehe sie wieder an das Stromnetz müssen. Vier bis sieben Tage sind Standard, kürzer sollte die Akkulaufzeit nicht ausfallen. Wem ein besonders leistungsstarker Akku bei seinem Fitness-Armband oder Sportuhr wichtig ist, findet aber problemlos Modelle, die erst nach einigen Wochen schlappmachen.

Tipp: Funktionen wie GPS-Empfang oder smarte Benachrichtigungen sind echte Akku-Fresser. Eine Deaktivierung dieser Features hat eine längere Akkulaufzeit zur Folge!

 

 

Fitness-Tracker mit oder ohne Pulsuhr?

Auf einen integrierten Pulsmesser sollte nicht verzichtet werden. Zum einen, weil diese dank integrierter Sensoren im Gerät heutzutage auch ohne zusätzlichen Brustgurt einwandfrei funktionieren und somit im Handling sehr komfortabel sind. Zum anderen ist ein Pulsmesser sinnvoll.

Wird ein vorher definierter und eingestellter Wert über- oder unterschritten wird, macht sich der Tracker mit einer Vibration oder akustischem Signal bemerkbar. Das ist in erster Linie beim Ausdauer- oder auch dem Intervalltraining sehr nützlich und dabei auch für Einsteiger sehr praktisch.

Fitness-Tracker muss wasserdicht sein!

Ein Fitness-Armband, das nicht wasserdicht ist, bereitet keine Freude. Denn so muss der treue Begleiter am Handgelenk nicht nur beim Duschen abgelegt werden, sondern auch im Falle eines Regens während des Trainings. Unnötiger Stress! Umso besser, dass das Gros der Modelle ohnehin wasserdicht ist.

Etwas tricky wird es, wenn der Fitness-Tracker auch beim Schwimmen oder gar Tauchen genutzt werden soll. Viele Produkte halten nur Spritzwasser Stand, gehen aber unter Wasser kaputt. Daher unbedingt darauf achten, falls das Fitness-Device im Wasser getragen werden soll. Übrigens: Gute Modelle können den Schwimmstil (Kraulen, Brust, Rücken) erkennen und zeichnen selbstverständlich auch die Zeit und Anzahl der zurückgelegten Schwimmbahnen auf.

Fitness-Tracker: Mit oder ohne Schlafanalyse?

Die Schlafanalyse ist zweifelsohne eine aufschlussreiche Funktion. Sie liefert Erkenntnisse zum Schlafverhalten, wodurch sich beispielsweise auch die Trainingszeiten sinnvoller in den Tag integrieren lassen. Manche Modelle berücksichtigen auch die verschiedenen Schlafphasen und stellen somit ein erholsameres Aufwachen in Aussicht. Aber ob der Tracker nun wirklich eine Schlafanalyse an Bord haben muss, ist nach unserer Auffassung reine Geschmackssache. Wer das Tool partout nicht in Anspruch nehmen will, kann getrost darauf verzichten.

Fitness-Tracker: Wie erfolgt der Datentransfer?

All die vom Fitness-Tracker gesammelten Ergebnisse lassen sich meist erst dann optimal auswerten, wenn die Daten auf den heimischen PC oder via Smartphone übertragen werden. Zur Auswertung halten die Anbieter oftmals eigene Apps oder spezielle Internetseiten parat, wo die Leistungsanalyse u.a. mit Diagrammen erfolgt. Damit die Datensynchronisation reibungslos verläuft, müssen das Fitness-Armband und der PC bzw. das Smartphone die gleiche Schnittstelle haben und sich eine Verbindung problemlos gewährleisten lässt.

Nach unseren Erfahrungen ist eine Kombination aus App und Web-App die beste Wahl, wenn sich mit dem Tracker selbst keine ausreichenden Auswertungen vornehmen lassen.

Fitness-Tracker: Die Frage nach dem Preis

Ausschlaggebend für den Preis sind vor allem die verwendeten Materialien und der gebotene Funktionsumfang. Günstige Einsteigergeräte liegen im Bereich von 30 Euro. Mit diesen lassen sich die täglichen Aktivitäten und der Schlaf überwachen, jedoch sind die Messungen nicht selten ungenau. Zudem muss auf ein richtiges (Touch-)Display verzichtet werden.

Der Mittelklasse-Bereich der Fitness-Tracker bewegt sich im Preissegment von 80 bis 150 Euro. Hier gibt es die größte Vielfalt, sodass sich ein genauer Vergleich der Produkte empfiehlt. Ab 150 Euro kosten hingegen die Top-Modelle, wobei die teuersten Highend-Produkte auch locker 600 Euro veranschlagen können. Hier handelt es sich dann aber schon um sehr gut ausgestattete Sportuhren.


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