DFB-Pokal: Verlierer ab 2015/16 nicht automatisch in der Europa League

Seit Freitag ist klar, dass der Verlierer im DFB-Pokal nicht mehr in der Europa League teilnehmen wird, wenn der Sieger des Pokalwettbewerbs bereits für die Champions League qualifiziert ist. Seit Jahrzehnten wurde nicht an dieser Regel gerüttelt, sodass dies eine einschneidende Entscheidung auf der Exekutivsitzung der UEFA darstellt.

Betrachtet man den letztjährigen Ausgang des DFB-Pokal Finals, bei dem der FC Bayern München als Triumphator den Platz verließ und der VfB Stuttgart als Verlierer am Pott vorbeigehen musste, so war im Schwabenländle jedoch klar, dass sie zumindest in der Europa League 2013/14 teilnehmen werden.

Genau dieses Szenario wird nicht mehr eintreffen. Die UEFA hat entschieden, dass der noch zu belegende Startplatz in der Europa League an den nächstbesten Verein der Bundesliga vergeben und somit das deutsche Starterfeld der Europa League komplettiert wird. Der VfB Stuttgart, eh nicht mit von der Partie in dieser Saison, da man bereits in den Play-offs gegen den kroatischen Vertreter HNK Rijeka ausschied, wäre in diesem Fall nicht vertreten, sondern der Hamburger SV, der die vergangene Saison als Siebter die Schlusstabelle der Bundesliga ziert. Mit klaren Worten bedeutet es, dass der HSV nun vielleicht in der Europa League zumindest die Gruppenphase erreicht hätte. Die neue Regelung tritt ab der Saison 2015/16 in Kraft.

Die Entscheidung der UEFA hat seine Vor- und Nachteile, über die man sich bei den verschiedenen Klubvertretern austauscht. Sicherlich greift hier das Argument, warum man einen Verein in der Europa League teilnehmen lassen sollte, der nichts gewonnen hat? Also ist der Schritt, den nächstbesten Verein aus der Bundesliga an diesem europäischen Wettbewerb teilnehmen zu lassen. Auf der anderen Seite könnte man auch sagen, dass der unterlegene Pokalfinalist außergewöhnlich gute Leistungen ablieferte, die Aussagen, dass man zurecht im Pokalfinale steht, auch wenn man dieses womöglich verliert.

Regelung Fluch oder Segen - Europa League im Wandel?

Es ist ein zweischneidiges Schwert, mit dem sich nicht alle Vereine aus der Bundesliga anfreunden können. Aber auch aus den anderen europäischen Topligen dürfte man Stimmen hören, die Gleiches sagen, wie die aus dem deutschen Oberhaus. Fußball ist ein riesiges Geschäft geworden, mit dem sich sehr viel Geld verdienen lässt, was natürlich dazu führt, dass die europäischen Wettbewerbe, speziell auch die Champions League, mit der Zeit sehr aufgebläht wurden.

Als Fußballfan würde ich mir wünschen, dass in der Champions League tatsächlich nur die Landesmeister mitmischen, während die Europa League mit den Vereinen, die sich für diesen Wettbewerb qualifiziert haben, besetzt wird. Die Champions League würde an Spannung gewinnen, da tatsächlich nur noch die Meister der jeweiligen Länder an dem Wettbewerb teilnehmen, aber gleichzeitig wären auch namhafte Vertreter der Topligen in der Europa League vertreten. Schauen wir mal, wie sich der europäische Fußball verändern wird!


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