Europa League: RB Leipzig & BVB gewinnen jeweils nach Rückstand

Europa League: RB Leipzig gewinnt verdient in Napoli – BVB-Arbeitssieg gegen Atalanta

Napoli-Stürmer Lorenzo Insigne saß gegen Leipzig zunächst auf der Bank

Bildquelle: By Clément Bucco-Lechat (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

RB Leipzig hat in der Europa League das Tor zum Achtelfinale weit aufgestoßen. Im Hinspiel der Zwischenrunde siegte der Vizemeister nach starker Leistung völlig verdient mit 3:1 beim italienischen Tabellenführer SSC Neapel. Zuvor konnte auch Borussia Dortmund den deutsch-italienischen Vergleich mit 3:2 gegen Atalanta Bergamo vor heimischer Kulisse zu seinen Gunsten entscheiden. Zum Matchwinner avancierte wieder eimal Michy Batshuayi.

RB Leipzig spielte nicht nur vor einer Geisterkulisse, fanden doch gerade einmal 14.554 Zuschauer den Weg ins Stadio San Paolo, sondern auch gegen eine bessere B-Elf der Neapolitaner. SSC-Coach Maurizio Sarri schonte mehrere Stammkräfte, da der Fokus voll auf den Titelkampf in der Serie A gerichtet ist. „Wir wussten schon, dass Neapel ein paar Spieler zunächst auf der Bank hat, die normalerweise von Anfang an dabei sind.

Trotzdem ist der Gegner mit soviel Qualität bestückt“, sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl nach der Partie.

Leipzig wusste die Rotation des SSC Neapel zu nutzen und war das aktivere und bessere Team. Nach einem torlosen ersten Durchgang gingen aber die Hausherren kurz nach Wiederanpfiff durch Adam Ounas (52.) in Front. RB Leipzig ließ sich vom Rückstand aber nicht beirren und stürmte auf das Napoli-Gehäuse. Nationalstürmer Timo Werner (61.) glückte der Ausgleich, doch damit gaben sich die RB-Profis nicht zufrieden - sie wollten den Sieg. Bruma (74.) und erneut Werner in der Nachspielzeit belohnten die Hasenhüttl-Elf, der sich für das Rückspiel am kommenden Donnerstag mit dem 3:1-Auswärtssieg eine glänzende Ausgangslage erspielte. „Neapel war gut, aber wir waren einen Ticken besser“, lobte Hasenhüttl nach dem Abpfiff.

Batshuayi und Götze retten BVB gegen Atalanta Bergamo

Für Borussia Dortmund war es gegen Atalanta Bergamo die erwartet schwere Aufgabe. Mit schnellem Umschaltspiel setzten die Schwarz-Gelben die Gäste aus Italien zunächst unter Druck und in der 30. Minute drückte Andre Schürrle das Leder zum befreienden 1:0 über die Linie, mit dem es auch in die Kabine ging. Kurz nach dem Wechsel konnte Josip Ilicic (51.) nach einem Stellungsfehler von Jeremy Toljan erst zum Ausgleich vollstrecken, woraufhin der BVB kurzfristig völlig die Ordnung verlor. Atalanta nutzte die Verunsicherung der Borussen und in der 55. Minute drehte Ilicic die Partie für den Tabellenachten der Serie A.

Mit der Einwechslung von Mario Götze für Marco Reus (62.) wurde bei den Dortmundern aber wieder neuer Schwung entfacht. Der Weltmeister legte zweimal mustergültig für Aubameyang-Nachfolger Michy Batshuayi auf, der in der 65. Minute den Ausgleich markierte und in der Nachspielzeit den vielumjubelten 3:2-Siegtreffer erzielte. „Wenn man den Verlauf der Partie sieht, muss man sehr zufrieden sein, dass wir das Spiel gewinnen“, erklärte Götze bei „Sky“ und ergänzte: „Wir können jetzt zufrieden sein - wir haben aber auch noch eine schwere Aufgabe im Rückspiel.“

Am nächsten Donnerstag braucht Borussia Dortmund bei Atalanta Bergamo definitiv eine Leistungssteigerung, will man den Sprung ins Achtelfinale der Europa League eintüten.

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