Australian Open: Djokovic lässt Medvedev im Finale keine Chance! Auch Osaka ohne Mühe

Novak Djokovic gewinnt Australian Open 2021

Bildquelle: Joshua Sadli from Melbourne, Australia [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Novak Djokovic hat seine Vormachtstellung bei den Australian Open eindrucksvoll untermauert! Im Endspiel von Melbourne rasierte der Rekordchampion und Titelverteidiger seinen Herausforderer Daniil Medvedev mit 7:5, 6:2, 6:2. Es war eine einseitige Angelegenheit. Genau wie im Finale der Frauen, wo Naomi Osaka ihrer Favoritenstellung gegen Außenseiterin Jennifer Brady ohne große Mühe gerecht wurde.

Er ist und bleibt der König von Melbourne: Novak Djokovic hat bereits zum 9. Mal das Grand Slam Turnier von Australien gewonnen und bleibt mit Abstand der Rekordchampion. Seinen zweiten Titel-Hattrick tütete der 33-Jährige in persönlicher Rekordzeit ein. Denn im Finale der Australian Open 2021 benötigte Djokovic gerade einmal 1:53 Stunden, um Daniil Medvedev leicht und locker mit 7:5, 6:2, 6:2 zu rasieren. Schneller hatte der Serbe keines seiner vorherigen acht Endspiele, die er allesamt siegreich gestaltete, gewonnen!

Djokovic beendete beeindruckende Siegesserie von Medvedev

Dabei waren die Aussicht und Hoffnung auf ein umkämpftes Match groß. Schließlich präsentierte sich Medvedev seit Wochen in konstant starker Form. Hat vor dem Endspiel gegen Djokovic 20 Matches in Folge gewonnen und dabei zwölfmal gegen einen Top-10-Spieler die Oberhand behalten. Doch gegen Novak Djokovic stand der Russe auf verlorenem Posten und verlor nach 2019 bei den US Open auch sein zweites Finale eines Grand Slam Turniers.

Novak Djokovic, der im Viertelfinale Deutschlands Tennis-Star Alexander Zverev eliminierte, hat hingegen seinen insgesamt 18. Grand-Slam-Titel gefeiert und konnte im historischen Dreikampf mit seinen beiden Dauerrivalen Roger Federer (39) und Rafael Nadal (34), die jeweils 20 Major-Triumphe vorweisen, wieder Boden gutmachen.

Spannung in Satz 1: Hartumkämpftes Duell zwischen Djokovic & Medvedev

Sandplatz-Spezialist Nadal war bei den diesjährigen Australian Open im Viertelfinale gescheitert (gegen Stefanos Tsitsipas), während Federer verletzungsbedingt nicht am Start war. Für seinen Turniersieg streicht Djokovic ein Preisgeld in Höhe von 1,8 Millionen Euro an und bleibt natürlich auch weiterhin seit mittlerweile über 300 Wochen die Nummer eins der Weltrangliste im Tennis.

Das Final-Duell Djokovic gegen Medvedev bot einzig im ersten Satz Spannung, dafür gleich reichlich. In der mit rund 7.500 Zuschauern zur Hälfte gefüllten Rod-Laver-Arena in Melbourne, erwischte der Favorit zunächst einen Traumstart und zog schnell auf 3:0 davon. Doch Medvedev schüttelte seine Anfangsnervosität schnell ab und nutzte die kleinste Schwäche des „Djokers“ eiskalt aus. Der 25-Jährige, der auch ein begnadeter Schachspieler ist, konnte zwischenzeitlich auf 3:3 stellen. Die Kontrahenten zeigten auf dem blauen Hartplatz ein hochklassiges Match, mit vielen hart umkämpften Punkten und mitreißenden Ballwechseln. Als sich Medvedev zum Satzende eine kleine Schwächephase erlaubte, war Djokovic zur Stelle und holte sich den 1. Durchgang mit 7:5.

Djokovic mit Gala - Medvedev gefrustet

Im 2. Satz hielt Novak Djokovic, dem seine während des Turniers erlittene Bauchmuskelzerrung keine Probleme mehr bereiteten, den Druck hoch und gewann mehr und mehr die Oberhand über das Match. Auch weil Medvedev vermehrt einfache Fehler unterliefen. Der Frust stieg. Das bekam auch der Schläger des Moskauer zu spüren. Beim Stande von 2:5 zertrümmerte Medvedev wutentbrannt seinen Schläger. Djokovic blieb cool und der zweite Durchgang ging souverän mit 6:2 an den Turnierfavoriten.

 

 

Gleiches Bild im 3. Satz. Der erfahrene Djokovic zog sei dominantes Spiel auf, diktierte das Spiel von der Linie, während Medvedev immer wieder gute Chancen liegen ließ und sich unnötige Fehler leitete. Ein letztes Aufbäumen von Medvedev wehrte der auch mental klar überlegene Djokovic locker ab und verwandelte nach einer unfassbaren Vorstellung seinen ersten Matchball im unerwartet einseitigen Finale zum 6:2.

Australian Open Finale: Naomi Osaka wird Favoritenrolle gerecht

Ähnlich verlief das Australian Open Finale 2021 bei den Frauen. Hier fertigte Naomi Osaka schnell und klar in zwei Sätzen die Außenseiterin Jennifer Brady mit 6:4, 6:3 ab. Damit hat die 23-Jährige das Grand Slam Turnier in Australien nach 2019 zum zweiten Mal gewonnen und folgt auf die Vorjahressiegerin Sofia Kenin.

Insgesamt steht Osaka nun bei vier Grand-Slam-Titeln, wobei sie neben den Australian Open auch zweimal bei den US Open triumphierte. Weitere werden mit großer Sicherheit folgen, zählt doch die Japanerin zu den größten Versprechen der Zukunft im Damen-Tennis. Für ihren jüngsten Coup kassierte die Nummer 3 der Welt ein Preisgeld von rund 1,8 Millionen Euro.

Jennifer Brady nur in Satz 1 auf Augenhöhe

Jennifer Brady konnte der haushohen Favoritin nur im 1. Satz Paroli bieten, zumal Osaka zunächst überraschend nervös agierte. Beide Spielerinnen brachten jeweils ihre ersten vier Aufschlagspiele durch, Osaka auch ihr fünftes. Beim Stand von 5:4 und somit genau zum richtigen Moment glückte der Favoriten das erste Break zum 6:4 Satzgewinn.

 

 

Dieser war Balsam für Naomi Osaka, die danach befreiter auf dem blauen Hartplatz aufspielte und der Überraschungsfinalistin Brady nicht den Hauch einer Chance ließ. Zwar bewies die 25-Jährige, die überhaupt erstmals im Finale eines Major Turniers stand, Kampfgeist und gab trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands von 0:4 nie auf. So konnte die Nummer 24 der Welt noch einmal auf 2:4 und 3:5 verkürzen. Doch bei eigenem Service machte Osaka alles klar und verwandelte nach 77 Minuten Spielzeit gleich ihren ersten Matchball zum 6:4, 6:3-Erfolg.

Osaka seit einem Jahr ungeschlagen

Auch wenn Naomi Osaka im Endspiel der Australian Open 2021 keine Glanzvorstellung bot und es diese für den Finalsieg auch nicht benötigte, ist sie in bestechender Form. Ihre letzte Pleite kassierte die Rechtshänderin vor rund einem Jahr im Fed Cup 2020, wenngleich auch im Tennissport der Ball während der Corona-Unterbrechung ruhte.

Allerdings stand Osaka bei den Australian Open im Achtelfinale kurz vor dem Aus, als sie im Duell gegen die Vorjahresfinalistin Garbiñe Muguruza aus Spanien zwei Matchbälle abwehren musste. Es sollte aber zugleich der einzige Satzverlust sein, denn Osaka im gesamten Turnierverlauf schlucken musste und die Halbfinale ihr großes Idol Serena Williams souverän ausschaltete.


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