Lauftraining im Regen: 5 praktische Tipps für das Workout bei Schlechtwetter

Tipps für das Lauftraining im Regen

Bildquelle: Solanki.anil90 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Für das Lauftraining im Freien gibt es schönere Rahmenbedingungen als schlechtes Wetter! Insbesondere Regen erweist sich für viele Hobbyläufer als unüberwindbare Hürde, sich in die Laufbekleidung zu schmeißen. Dann es sich doch lieber auf der Couch gemütlich machen, oder? Sport-90 sieht das natürlich anders und gibt euch wichtige Tipps für das Joggen bei Regen. Eine Hauptrolle spielt das Equipment.

Auch wenn wenig einladend, sollte Regenwetter nie eine Ausrede für das Aussetzen des Lauftrainings sein. Hartgesottene und ambitionierte Läufer lassen sich von einer Schlechtwetterfront nicht aufhalten. Warum auch? Denn mit der richtigen Laufausrüstung muss der Spaß am Laufen selbst an verregneten, nasskalten Tagen nicht auf der Strecke bleiben.

 

Vielmehr kann es auch schön sein, den Wind und Regen direkt und hautnah zu spüren. Und wer sich überwindet, darf sich nach dem Laufen bei Regen auf ein erhabenes, wohliges Gefühl freuen, das nur der Sport an der frischen Luft zu vermitteln vermag. Wer sich Regen und Wind stellen will, sollte folgende Tipps für das Lauftraining bei schlechtem Wetter befolgen.

Laufbekleidung: die Zwiebel als Vorbild

Besonders Anfänger neigen dazu, sich für das Schlechtwetter-Workout viel zu warm anzuziehen. Mit gravierenden Folgen. Man fängt nach einiger Zeit nicht nur an ordentlich zu schwitzen, sondern zudem droht die Gefahr einer Unterkühlung, da die durchgeschwitzte Kleidung an der Haut haftet und das Abkühlen durch Regen und Wind unterstützt wird. Dem lässt sich mit dem „Zwiebellook“ oder „Zwiebelschalenprinzip“ wunderbar entgegenwirken. Diese haben sich für das Lauftraining bei nassfeuchter Witterung bewährt und sieht vor, dass mehrere Schichten an leichter Kleidung unterschiedlicher Funktionalität getragen werden. So kann je nach eigenem Wärme- oder Kälteempfinden eine Schicht ausgezogen oder angelassen werden.

Wichtig ist, dass die Sportbekleidung atmungsaktive und / oder wasserabweisende Eigenschaften aufweist. So kann beispielsweise über der speziellen Laufunterwäsche ein elastisches Langarmshirt zum Einsatz kommen, welches die Körperwärme reguliert. Eine Laufweste oder -jacke hält den Oberkörper trocken und schützt vor Wind und Wetter.

Hinweis: Wenn euch zu Beginn des Lauftrainings noch etwas frisch ist, dann seid ihr genau richtig angezogen.

Laufschuhe mit gutem Profil mindern Rutschgefahr

Die richtigen Laufschuhe bei Regen sind unerlässlich. Diese sollten zum einen eine griffige Sohle aufweisen. So wird die Rutschgefahr - die besonders im Herbst dank der Kombination von Regen und Laub sehr groß ist - verringert. Traillaufschuhe bieten beispielsweise ein ideales Sohlenprofil für das Laufen bei Regen. Stabilität ist enorm wichtig, andernfalls wird ein großes Verletzungsrisiko eingegangen. Der Handel hält ferner wasserdichte Laufschuhe bereit.

 

 

Apropos wasserdicht: Wem normale, atmungsaktive Laufsocken nicht ausreichen und wer die Gefahr von nassen Socken und einer daraus resultierenden Gefahr von Blasenbildung vermeiden will, sollte sich wasserdichte Sockenüberzüge zulegen, die über den normalen Laufsocken getragen werden.

Sichtbarkeit im Dunkeln verbessern: Reflektoren & helle Farben

Regen und natürlich Dunkelheit schränken nicht nur das Sichtfeld des Läufers ein, sondern auch das eines jeden Auto- oder Radfahrers. Im Sinne der Sicherheit sollten beim Schlechtwetter-Lauftraining unbedingt reflektierende Elemente zum Einsatz kommen. An speziellen Jogging-Regenjacken sind diese ohnehin integriert, zudem können Leuchtarmbänder, Schuhclips, reflektierende Stirnbänder oder Laufmützen usw. getragen werden. Darüber hinaus wird man besser sichtbar, wenn bei der Laufbekleidung helle, leuchtende Farben wie Gelb, Orange, Rot oder Weiß statt Schwarz oder Dunkelblau gewählt werden. Zusätzlichen Durchblick bei Dunkelheit garantiert darüber hinaus eine Stirnlampe.

Positiv denken und Wettervorhersagen im Blick haben

Es kann schwerfallen, seinen Allerwertesten für eine Laufsession bei Regen hochzubekommen. Aber den inneren Schweinehund erfolgreich bekämpft zu haben, ist ein umso schöneres Gefühl. Zudem solltet ihr euch positive Bilder vor das geistige Auge halten, die die eigene Motivation pushen. Angefangen vom tollen Körpergefühl nach dem Lauftraining, die Aussicht auf eine schöne warme Dusche oder vielleicht einer warmen Tasse Tee nach dem Jogging. Zudem solltet ihr daran denken, dass die Luft bei Regen angenehm frisch ist, Körper und Geist etwas Gutes widerfahren und das Immunsystem gestärkt wird.

Kommt Laufen im Regen partout nicht infrage und wird kein strenger Lauftrainingsplan verfolgt? Dann ist der Blick auf die Wettervorhersagen umso wichtiger. Es gibt haufenweise Apps, deren 24-Stunden-Prognosen sehr genau sind. Der Regenradar zeigt die nächste Schlechtwetterfront an, zudem haben die Angaben zu den Regenwahrscheinlichkeiten für die nächsten Stunden mittlerweile auch eine sehr hohe Trefferquote. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise auch die Bekanntschaft von besonders starken Regenphasen während des Joggings sehr gut umschiffen.


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