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Saison 1970/71: Trainerentlassung von Rudi Gutendorf bei Kickers Offenbach

Kickers Offenbach entlassen Rudi Gutendorf

Bildquelle: Smalltown Boy (Diskussion), Copyrighted free use, via Wikimedia Commons [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Weltenbummler Rudi Gutendorf machte während seiner einzigartigen Trainerkarriere auch Station bei den Kickers Offenbach. Er heuerte 1970 kurz nach Saisonbeginn auf dem Bieberer Berg an, wo er sich aber nicht lange im Sattel halten konnte. Gutendorf wurde im Februar 1971 nach einer sportlichen Talfahrt vor die Tür gesetzt. Sport-90 schildert, wie es zur Trainerentlassung von Gutendorf in Offenbach kam.

Nachdem Rudi Gutendorf erst Anfang September 1970 beim FC Schalke 04 seinen Hut nehmen musste, landete er keine drei Wochen später bei den Kickers Offenbach. Diese konnten in der Vorsaison sensationell den DFB-Pokal gewinnen und schafften außerdem den Aufstieg in die Bundesliga. Der mächtige Kickers-Präsident Horst-Gregorio Canellas verpflichtete Gutendorf in einer Blitzaktion und so saß er schnell wieder bei einem Bundesligisten auf der Trainerbank.

Nach Blitz-Entlassung von Aki Schmidt: Gutendorf übernimmt Kickers

Bevor Gutendorf das Zepter übernahm, ging es beim OFC mit Blick auf den Trainerposten wild zu. Aufstiegstrainer Zlatko Cajkovski musste gehen und als Nachfolger wurde Aki Schmidt von Jahn Regensburg geholt. Doch der ehemalige deutsche Nationalspieler und WM-Teilnehmer von 1958 wurde bereits nach dem achten Spieltag entlassen. Keine drei Monate nach seiner Inthronisierung.

Schmidt wurde nach einem 3:3 gegen den VfB Stuttgart, bei dem die Offenbacher Kickers in letzter Minute noch den Ausgleich kassierten, gefeuert (mehr zur Trainerentlassung von Aki Schmidt bei Kickers Offenbach). Gutendorf übernahm.

Rudi Gutendorf: Denkwürdiges OFC-Debüt im Europapokal

Sein erstes Pflichtspiel als neuer OFC-Trainer bestritt Gutendorf auf internationalem Parkett. Die Kickers mussten am 1. Oktober 1970 in der 1. Runde des Europapokals der Pokalsieger zum Rückspiel auswärts beim belgischen Vertreter FC Brügge antreten.

Im Hinspiel auf dem Bieberer Berg behielten die Rot-Weißen noch unter Schmid dank eines Doppelpacks von Helmut Kremers mit 2:1 die Oberhand. Doch in Brügge setzte es eine 0:2-Pleite. Damit war nicht nur für die Kickers Offenbach das Abenteuer Europa schnell wieder beendet, sondern zugleich auch der Einstand von Rudi Gutendorf als Kickers-Trainer missglückt.

Gutendorf bei Kickers Offenbach: Kurzer Höhenflug nach Fehlstart

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Denn auch das erste Bundesligaspiel unter Gutendorf verloren die Kickers Offenbach. Der hessische Traditionsklub ging Anfang Oktober mit 0:4 beim 1. FC Kaiserslautern unter, wobei die Gutendorf-Elf eine katastrophale Leistung ablieferte. Die Kickers schmierten in der Bundesliga-Tabelle auf den vorletzten Platz. Was für ein Katastrophen-Start für Gutendorf!

In den folgenden Wochen ging es aber deutlich bergauf. Gutendorf konnten den OFC stabilisieren, vor allem in der Abwehr. Die Kickers Offenbach blieben in den folgenden drei Ligaspielen gegen Hertha BSC (1:0), beim FC Bayern (0:0) und gegen Borussia Dortmund (3:0) nicht nur ungeschlagen und konnten dabei zwei Siege einfahren. Der Aufsteiger kassierte darüber hinaus in den diesen drei Partien nicht ein Gegentor. „Riegel-Rudi“, wie Gutendorf aufgrund seiner extrem defensiv ausgerichteten Taktik in Sachen Fußball genannt wurde, machte seinem Ruf alle Ehre. Aber nur kurzzeitig.

1970/71: OFC Durststrecke bis zur Winterpause

Denn der Höhenflug im Oktober, mit dem sich der OFC wieder auf den 10. Tabellenplatz verbessern konnte, hatte nicht lange Bestand. Im Gegenteil. Die Offenbacher Kickers mussten bis zur Winterpause dem großen Kräfteverschleiß aufgrund der vielen Spiele immer mehr Tribut zollen. Schließlich steckte dem Klub auch die Aufstiegsrunde, die Partien aus dem DFB-Pokal und auch der Europapokal in den Knochen.

 

 

Aus den folgenden fünf Bundesligaspielen konnte der OFC lediglich einen Punkt gewinnen. Durch das 2:2 bei Rot-Weiß Oberhausen. In den restlichen vier Partien gegen den Hamburger SV (2:3), Rot-Weiss Essen (1:2), seinen Ex-Klub FC Schalke (0:1) und Eintracht Frankfurt (0:3) musste Rudi Gutendorf mitansehen, wie seine Mannschaft leer ausging.

Kickers-Trainer Gutendorf nach Peinlich-Aus im Pokal angezählt

Am 17. Spieltag Anfang Dezember 1970 konnte die Durststrecke zwar beendet werden und der OFC schaffte durch einen klaren 4:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Köln noch ein versöhnliches Ende der Hinrunde, die man auf dem 13. Platz beendete. Doch im letzten Spiel vor der Winterpause gab es direkt den nächsten herben Dämpfer im DFB-Pokal.

Der Titelverteidiger verlor am 12. Dezember 1970 gleich in der 1. Hauptrunde beim Südregionalligisten VfR Heilbronn überraschend mit 0:2. Rudi Gutendorf war als Trainer der Kickers Offenbach stark angezählt. Es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis OFC-Präsident Canellas die Reißleine ziehen und die Trainerentlassung von Gutendorf besiegeln würde.

Kickers Offenbach: Verhängnisvoller Fehlstart in die Rückrunde

Zu dieser kam es dann Mitte Februar 1971. Gutendorf hatte es nicht geschafft, seine Mannschaft während der Winterpause wieder in die Spur zu bringen. Der OFC legte einen klassischen Fehlstart in die Rückrunde hin und konnte keines der ersten vier Spiele siegreich gestalten (1 Unentschieden, 3 Niederlagen).

Besonders die Abwehr präsentierte sich extrem löchrig und anfällig. In jedem Spiel fingen sich die Offenbacher exakt drei Gegentore. Insgesamt zwölf in vier Spielen. 1:3 gegen Gladbach, 1:3 gegen Werder Bremen, 3:3 gegen den HSV und 0:3 gegen Eintracht Braunschweig. Ein Offenbarungseid für den Defensiv-Fanatiker Rudi Gutendorf.

Kickers Offenbach feuern Gutendorf - Nachfolger Klötzer verpasst Klassenerhalt

Die Abreibung am 13. Februar 1971 in Braunschweig brachte das Fass endgültig zum Überlaufen. Gutendorf wurde als Trainer der Offenbacher Kickers gefeuert, wobei sich die Trainerentlassung immer stärker angebahnt hat. Der OFC war nach dem 21. Spieltag als Tabellen-16. (15:27 Punkte) von akuten Abstiegssorgen geplagt. Als Gutendorf-Nachfolger verpflichteten die Kickers Kuno Klötzer, der aber den Abstieg nicht verhindern konnte und ebenfalls nach der Saison seinen Hut nehmen musste.

Und Rudi Rastlos, so ein weiterer Spitzname von Gutendorf ob seiner langen Trainerkarriere und insgesamt 55 Trainerstationen auf allen fünf Kontinenten? Der Fußballlehrer zog nach seinem Aus in Offenbach in die weite Welt hinaus und landete erstmal in Südamerika.


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