Italien GP: Vettel erlebt Debakel in Monza! Nur Vierter bei souveränem Hamilton-Sieg

Wieder kein Ferrari-Sieg beim Heimrennen in Monza: Vettel wird nur Vierter

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Sebastian Vettel und Ferrari haben beim Heim-GP von Italien in Monza ein echtes Desaster erlebt und herben Dämpfer im Titelkampf kassiert: Der WM-Herausforderer kollidierte mit seinem ärgsten Widersacher Lewis Hamilton in der ersten Runde und musste sich nach einer Aufholjagd mit Rang vier begnügen. Mercedes-Star Hamilton sicherte sich indes souverän den Sieg vor Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari und zieht in der WM-Wertung der Formel 1 davon.

Was für ein Rückschlag für Sebastian Vettel im Kampf um die WM-Krone. Ausgerechnet im Ferrari-Land musste sich der Ferrari-Pilot trotz idealer Ausgangslage mit roter Doppel-Pole (Räikkönen vor Vettel) seinem großen Rivalen Lewis Hamilton geschlagen geben. Die rennentscheidende Szene ereignete sich bereits kurz nach dem Start in Runde vier.

Vettel fällt nach Hamilton-Kollision ans Ende

Nachdem Hamilton, der auf Position drei startete, schon in der ersten Schikane Vettel unter Druck setzte und sich vorbeiquetschen wollte, kam es kurz darauf zur Kollision. Lewis Hamilton attackierte in der zweiten Schikane erneut, während Vettel die Straße ausging und er mit seinem Ferrari in die linke Seite des Silberpfeils fuhr. Während Vettel in diesem Zuge an das Ende des Feldes zurückfiel, überstand der Mercedes-Pilot den Crash unversehrt und konnte weiter Gas geben. Vettel hingegen musste sich umgehend an der Box einen neuen Frontflügel holen.

„Es war mir nicht ganz klar, wo Lewis hinwollte“, beschrieb Vettel nach dem Rennen die Szene bei „RTL“: „Ich hatte dann keinen Platz und das Pech, dass bei mir was kaputtging und ich mich gedreht habe, er aber weiterfahren konnte.“ Die Rennkommissare nahmen die Vettel-Hamilton-Kollision noch einmal genauer unter die Lupe, der aber als normaler Rennunfall eingestuft wurde und somit frei von Sanktionen blieb.

Vettel jetzt 30 Punkte hinter Hamilton

Am Ende wurde Vettel Vierter, wobei der 31-Jährige im Nachgang von einer Strafe gegen Max Verstappen profitierte. Der Red-Bull-Fahrer wurde mit einer Zeitstrafe belegt und rutschte somit vom 3. auf den 5. Platz. Doch für Vettel nur eine minimaler Trost. Zumal er im WM-Ranking jetzt bei 226 Punkten hält und somit 30 Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Hamilton (256) hat. Somit schlägt das Pendel im WM-Kampf der Formel 1 bei noch sieben verbleibenden Rennen wieder deutlich in Richtung des Briten aus und Ferrari droht auch im vierten Jahr in Folge ohne Titel die Saison zu beenden.

Dabei hat Sebastian Vettel mit dem Malheur in Monza bereits zum zweiten Mal in diesem Formel 1-Jahr unnötig Punkte abgegeben, nachdem er sich bei seinem Heim-GP in Hockenheim in Führung liegend auf nasser Straße einen Fahrfehler leistete und 0 statt 25 Punkte verbuchte.

Hamilton mit starkem Manöver gegen Räikkönen

Konnte Hamilton nicht aufhalten: Ferrari-Pilot Räikkönen

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Zudem ist Hamilton eine wahre Topform zu attestieren. Denn den Sieg beim Italien GP hat der 33-Jährige weltmeisterlich herausgefahren. So jagte er nach dem Crash mit Vettel den zweiten Ferrari von Kimi Räikkönen. Der Iceman wehrte sich zwar lange Zeit erfolgreich gegen Hamilton, auch als er zwischenzeitlich von Bottas aufgehalten wurde. Räikkönens finnischer Landsmann wurde aus taktischen Gründen extra spät zum Reifenwechsel in die Box geholt, sodass Hamilton etwas die Lücke schließen konnte.

Als Räikkönen in seinem Ferrari, der aktuell die meiste Motorenpower im Feld entwickelt, wieder freie Bahn hatte, stellte Hamilton sein ganzes Können unter Beweis und ließ sich nicht abschütteln. Im Gegenteil, in der 45. Runde schnappte er sich Räikkönen am Ende der Start- und Zielgeraden mit einem unwiderstehlichem Manöver. Danach hatte Hamilton leichtes Spiel, seinen bereits fünften Sieg auf dem Vollgas-Kurs von Monza nach 2012, 2014, 2015 und 2017 nach Hause zu fahren.

Pfiffe lassen Hamilton kalt - „Macht ihn nur stärker“

Auch die Buhrufe und Pfiffe der enttäuschten Ferraristis bei der Siegerehrung ließen Hamilton völlig kalt, der mitteilte: „Ich danke allen, die das heute möglich gemacht haben. Ich denke, wir können jetzt positiv in die Zukunft schauen.“ Mercedes-Teamchef Toto Wolff ergänzte: „Ich kann die Buhrufe verstehen. Aber das ist genau das, was Lewis braucht. Das macht ihn nur stärker.“

Nico Hülkenberg, der in seinem Renault vom letzten Startplatz ins Rennen ging, hat indes den Italien GP auf dem 13. Platz beendet.

In der Formel 1 geht es am 16. September mit dem GP von Singapur weiter.


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