FC Sevilla gewinnt irres Finale gegen Inter Mailand! Lukaku als tragischer Held

FC Sevilla gewinnt zum sechsten Mal die Europa League

Bildquelle: dronepicr [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der FC Sevilla hat wieder zugeschlagen und zum sechsten Mal die Europa League gewonnen. In einem packenden Finale in Köln setzten sich die Spanier gegen Inter Mailand mit 3:2 (2:2) durch. Luuk de Jong war mit zwei Toren entscheidender Mann der Sevillistas, während auf der anderen Seite Romelu Lukaku zum tragischen Helden wurde.

Es bleibt dabei: Der FC Sevilla ist in einem Europa League Finale einfach nicht zu bezwingen! Denn auch das sechste Endspiel gestaltete der La Liga-Klub siegreich und triumphierte in einer packenden Partie mit 3:2 über Inter Mailand. Bereits der sechste EL-Titel für den Rekordchampion aus Andalusien, die man in den letzten 14 Jahren sammelte!

Romelu Lukaku schockt FC Sevilla früh

Doch die Liebesgeschichte zwischen dem FC Sevilla und Inter Mailand begann mit einem Schock für die Spanier. Denn schon in der 3. Minuten brachte Diego Carlos Inter-Star Romelu Lukaku im eigenen Strafraum unglücklich zu Fall. Der belgische Nationalstürmer ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte den glasklaren Elfmeter souverän zur frühen Führung für die Nerazzurri (5.).

Lukaku traf damit im elften Europa League-Spiel in Folge. Aber auch Diego Carlos setzte seine Serie fort. Denn der Sevilla-Verteidiger hatte schon zuvor beim Finalturnier der Europa League in Deutschland im Halbfinale und Viertelfinale einen Elfmeter verursacht. Was für ein rassiger Auftakt im Finale, in dem es munter weiter ging. Beide Teams kämpften mit offenem Visier und spielten mit Tempo nach vorne.

Sevilla und Inter liefern sich packenden Schlagabtausch

Der FC Sevilla zeigte sich vom Rückstand unbeeindruckt und agierte selbstbewusst. Kein Wunder, ging die Auswahl von Trainer Julen Lopetegui doch mit der Empfehlung von 20 ungeschlagenen Pflichtspielen am Stück ins Finale. Und es dauert gerade einmal bis zur 12. Minute, als die Blanquirrojas zurückschlugen. In Person von Luuk de Jong!

Der Ex-Gladbacher wuchtete eine Flanke von Kapitän Jesús Navas per Flugkopfball aus sechs Metern in die Maschen. Anschließend blieb es intensiv und die mitreißende Partie wurde hitziger. Inter war optisch überlegen, doch in der 35. Minute war erneut de Jong zur Stelle. Éver Banega zirkelte aus dem rechten Halbfeld einen Freistoß auf den zweiten Pfosten, wo der 29-jährige Niederländer wieder mit dem Kopf den Ball in die lange Ecke bugsierte.

Doch die Freude über die 2:1-Führung war beim FC Sevilla nur von kurzer Dauer. Denn Inter Mailand antwortete postwendend und fast mit einer Kopie des zweiten Sevilla-Treffers. Diesmal traf Diego Godin nach einer Freistoßflanke von Marcelo Brozovic wuchtig per Kopf und ließ Torwart Yassine Bounou keine Chance (36.). Mit 2:2 ging es in die Kabine.

 

 

Lukaku vergibt Riesenchance zur erneuten Inter-Führung

Nach äußerst spektakulärer 1. Halbzeit ließen es die Protagonisten in den zweiten 45 Minuten gemächlicher angehen und das zwischenzeitlich hitzige Spiel wurde ruhiger. Der FC Sevilla war dabei die präsentere Mannschaft und spielte sicherer. Doch die nächste Top-Chance sollte Inter Mailand verbuchen. In der 65. Minute stürmte Lukaku allein auf Bounou zu, scheiterte aber aus 16 Metern am Sevilla-Torwart. Die Riesenmöglichkeit für die neuerliche Inter-Führung.

Der FC Sevilla war danach das leicht überlegene Team, wenngleich das Spieltempo längst nicht mehr die Intensität bot wie im ersten Durchgang. Chancen waren Mangelware und auch der Unterhaltungswert sank, was der Spannung aber keinen Abbruch tat.

Lucky Punch für Sevilla – Lukaku die tragische Figur

Doch eine Viertelstunde vor Abpfiff konnte der FC Sevilla dann den Lucky Punch landen. Der aufgerückte Diego Carlos setzte nach einem Freistoß zum Fallrückzieher an, den Lukaku mit der Fußspitze unglücklich ins eigene Tor abfälschte (74.). Extrem bitter, zumal das Kabinettkunststück deutlich am Inter-Kasten vorbeigegangen wäre. Somit kassierte Inter den dritten Gegentreffer, nachdem man in den vorherigen sieben Pflichtspielen gerade einmal ein Tor zugelassen hatte.

In der Schlussphase warf der Traditionsklub aus der Serie A alles nach vorne. Tatsächlich sollte Inter Mailand in der 83. Minute noch einmal am Ausgleich schnuppern, aber weder der freistehende Victor Moses noch Alexis Sánchez bekamen die Kugel unter Kontrolle, sodass Jules Koundé die brenzlige Situation bereinigen konnte und den Ball kurz vor der Linie klärte.

FC Sevilla jubelt - Inter Mailand muss warten

Der FC Sevilla rettete den knappen Vorsprung gekonnt über die Zeit und durfte abermals nach 2006, 2007, 2014, 2015 und 2016 den Europa League Pokal in die Höhe stemmen. Sehr zur Freude von Trainer Lopetegui: "Ich bin sehr glücklich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Es war nicht einfach. Wir haben gezeigt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen. Wir haben unseren Matchplan gut umgesetzt und sind geduldig geblieben. Es war ein sehr emotionales Spiel, gerade in der zweiten Halbzeit haben wir aber kühlen Kopf bewiesen."

Inter Mailand muss dagegen nach dem Triumph in der Champions League vor zehn Jahren weiter auf den nächsten internationalen Titel warten. Und in Italien wartet man mittlerweile seit 1999, dass der „kleine“ Europapokal in den Stiefelstaat wandert, den damals der AC Parma holte.


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