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FC Chelsea schaltet biederes Real Madrid aus & folgt ManCity ins Finale

FC Chelsea und Manchester City erreichen Finale der CL

Bildquelle: Zakarie Faibis [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Das Champions League Finale 2021 wird eine rein englische Angelegenheit. Am Mittwoch löste der FC Chelsea durch einen hochverdienten 2:0-Erfolg gegen ein enttäuschendes Real Madrid, wobei Timo Werner als Dosenöffner fungierte. Im Endspiel am 29. Mai treffen die Blues auf Manchester City. Die Citizens schaltete dank Matchwinner Riyad Mahrez souverän Paris St. Germain aus und erreichten erstmals das Finale der Königsklasse.

Der FC Chelsea steht zum dritten Mal der Vereinsgeschichte im Finale der Champions League und bescherte zudem seinem Trainer Thomas Tuchel die zweite Endspielteilnahme in Folge. Zu verdanken war es einem hochverdienten 2:0-Sieg gegen Real Madrid im Halbfinal-Rückspiel. Die Königlichen haben es nur dem Chancenwucher der Engländer zu verdanken, dass es am Ende keine Packung gab.

Timo Werner staubt nach Havertz‘ Latten-Lupfer ab

Zwar hatte Real Madrid nach dem 1:1 im Hinspiel in den ersten 45 Minuten an der Stamford Bridge mehr Ballbesitz und durch Karim Benzema (26./36.) zwei guten Möglichkeiten, die beide Chelsea-Keeper Edouard Mendy mit starken Paraden zunichte machte. Doch ansonsten kam nicht viel von den Gästen aus La Liga, die überraschend träge und unkoordiniert auftraten. Der FC Chelsea war das gefälligere Team und strahlte vor allem bei schnellen Gegenstößen Gefahr aus.

Die verdiente Pausenführung für die Hausherren aus London fiel nach einer deutschen Co-Produktion. Kai Havertz traf mit einem technisch starken und gefühlvollen Lupfer über Thibaut Courtois die Latte, den Abpralle drückte Timo Werner unbedrängt aus kürzester Distanz mit dem Kopf über die Linie (28.). Neben Havertz und Werner stand mit Antonio Rüdiger auch der dritte DFB-Akteur der Blues in der Startformation, wobei das Trio vollauf überzeugte.

Mount erlöst FC Chelsea spät nach Chancenwucher

Nach dem Pausentee nahm die Überlegenheit des FC Chelsea immer weiter zu, doch das Tuchel-Team ließ gleich mehrere Hochkaräter liegen. So scheiterte Havertz mit einem Kopfball erneut an der Latte (47.) und kurz darauf im Eins-gegen-Eins an Courtois (59.). Auch Mason Mount (53.) und der überragende N’Golo Kanté (64.) nach Werner-Zuspiel betrieben Chancenwucher und ließen somit Real Madrid am Leben.

Doch von den verunsicherten Königlichen kam rein gar nichts, obwohl sie nur ein Tor benötigten, um es zumindest in die Verlängerung zu schaffen. Kaum Gegenwehr, kein Aufbäumen und von Torgefahr war überhaupt keine Spur. Gegen offensiv äußerst harmlose Blancos hatte der FC Chelsea leichtes Spiel und konnte in der Schlussphase die späte Erlösung bejubeln. Mason Mount (85.) machte nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Christian Pulisic den Sack endgültig zu.

Riyad Mahrez schießt ManCity erstmals ins CL-Finale

Trainer Pep Guardiola hat derweil mit Manchester City im fünften Anlauf die erste CL-Finalteilnahme der Vereinsgeschichte geschafft. Nach dem 2:1-Hinspiels setzten sich die Engländer am Dienstag im heimischen Etihad Stadium verdient mit 2:0 gegen Paris St. Germain durch. Beide Treffer für ManCity markierte Riyad Mahrez (11./63.), der auch schon im ersten Aufeinandertreffen ins Schwarze traf.

Zwar war das zum Siegen verdammte PSG auf dem leicht schneebedeckten Rasen in der Anfangsphase spielbestimmend, doch die Führung erzielten die Gastgeber. Ein Schuss von Flügelstürmer Mahrez aus spitzem Winkel fand durch die Beine von Torwart Keylor Navas den Weg in die Maschen. Doch Paris, das zuvor den FC Barcelona und Bayern München eliminierte, steckte nicht auf und schrammte zweimal hauchdünn am Ausgleichstreffer vorbei. Marquinhos (17.) köpfte an die Latte, Angel Di María (20.) verfehlte mit einem Distanzschuss den Kasten ganz knapp.

Neymar blass, Mbappé fehlt - PSG zu harmlos

Nach dem Wechsel fokussierte sich Manchester City um Mittelfeldregisseur Ilkay Gündogan auf die Abwehrarbeit und hatte mit den wenig druckvollen Offensivbemühungen der Franzosen wenig Mühe. PSG konnte den Ausfall von Sturm-Star Kylian Mbappé, der aufgrund von Wadenproblemen ausfiel, nicht kompensieren, zumal auch Neymar blass blieb.

Auf der anderen Seite schlug ManCity dann in der 63. Minute eiskalt zu. Nach Zusammenspiel zwischen Kevin De Bruyne und Phil Foden vollstreckte der in der Nähe von Paris geborene Mahrez einen mustergültigen Konter zum 2:0 - die Vorentscheidung. Das wusste auch Paris SG, bei denen sich angesichts des anbahnenden Scheiterns mehr und mehr Frust breitmachte.

Di María fliegt nach Frustfoul vom Platz

Für den negativen Höhepunkt sorgte Angel Di María, der in der 69. Minute nach einem Gerangel mit City-Kapitän und Altmeister Fernandinho an der Außenlinie auf dessen Knöchel trat. Glatt Rot war die logische Konsequenz und wie schon im Hinspiel musste Paris St. Germain die Partie mit einem Mann weniger beenden. In der Schlussphase hätte Manchester City den Sieg noch deutlicher gestalten können, am Ende blieb es aber beim 2:0-Erfolg des designierten Meisters der Premier League.

Mit dem Einzug der Skyblues in Champions League Finale 2021 hat auch eine lange Wartezeit von Pep Guardiola ein Ende genommen. Denn erstmals seit 2011, als er mit dem FC Barcelona den Henkelpott gewann, steht der Erfolgstrainer im Endspiel der Königsklasse. Dieses findet am 29. Mai in Istanbul statt. Ein Vorgeschmack auf das CL-Finale bietet bereits das kommende Wochenende. Denn Manchester City empfängt am Samstagabend in der heimischen Liga den FC Chelsea!


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