Transfergerüchte FC Bayern: Verpasste Chancen - Kamara im Sommer nach München?

Schnappen sich die Bayern Kamara?

Bildquelle: Werner100359 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der FC Bayern München hat es verpasst, den Kaderumbruch in diesem Winter voranzutreiben. Bis auf Benjamin Pavard, der für 35 Millionen Euro im Sommer an die Säbener Straße wechselt, konnte Sportdirektor Hasan Salihamidzic keinen weiteren Neuzugang präsentieren.

Vor allem Callum Hudson-Odoi wurde in den vergangenen Wochen immer präsenter in den Medien. Mit dem Spieler selbst soll man sich schon in sehr weit fortgeschrittenen Verhandlungen befunden haben. Demnach haben die Münchener wohl um die 40 Millionen Euro für den Flügelspieler geboten haben. Der FC Chelsea schob dem ganzen Treiben jedoch einen Riegel vor und verhinderte somit einen Transfer zum deutschen Rekordmeister in diesem Winter. Nun ist das Transferfenster bis zum Sommer geschlossen und „Brazzo“ schaut in die Röhre.

Hudson-Odoi im Sommer für 28,7 Millionen zu haben?

Im Sommer soll es dann einen neuen Versuch geben, wobei sich die Ablösesumme laut „Sun“ auf 28,7 Millionen Euro verringern soll. Die Blues kämpfen jedoch mit allen Mitteln gegen einen Abgang des 18-jährigen, der im Winter seinen Wechselwunsch beim Premier League Klub hinterlegte. Trainer Maurizio Sarri will sein Talent nicht gehen lassen und beorderte ihn am 23. Spieltag gegen den FC Arsenal in den Kader.

Hudson-Odoi kam so 10 Minuten zum Einsatz, nur um im nachfolgenden Spiel gegen Bournemouth erneut nicht im Kader zu stehen. Die Posse um das junge Talent geht also weiter, auch wenn man den Linksaußen gerne über 2020 binden möchte. Hudson-Odoi hat jedoch den FC Bayern München als Wunschziel auserkoren, ob er aber im Sommer kommen wird, steht in den Sternen. Hasan Salihamidzic hat es verpasst, ein erstes Ausrufezeichen zu setzen.

96 Millionen Euro im Winter für Hernandéz?

Und auch im Poker um Lucas Hernandéz konnte man keinen Durchbruch erzielen. Der französische Nationalspieler im Diensten von Atletico Madrid sollte bereits im Winter zum deutschen Rekordmeister stoßen, aber am Ende blieb er bei den Madrilenen. Wie nun herauskam, soll die Ablöse bei rund 80 Millionen Euro plus Steuern in Höhe von rund 16 Millionen Euro betragen. Also insgesamt reden wir hier von 96 Millionen Euro.

Zudem wären auch noch Beraterkosten und ein Unterschrifts-Bonus fällig geworden. Für den Serienmeister der Bundesliga war dies schlichtweg zu viel. Im Sommer sollen zumindest die Steuern wegfallen, da es Veränderungen im Steuerrecht geben soll. Lucas Hernandéz ist damit der zweite Top-Transfer, den Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht unter Dach und Fach bekommen konnte.

Salihamidzic muss sich im Sommer beweisen

Im Sommer soll es einen weiteren Versuch geben, den Franzosen an die Säbener Straße zu locken. Ob es zu einem Transfer kommt oder ob es bei einem Transfergerücht, welches jedoch sehr wahrheitsgetreu ist, wird man abwarten müssen. Einfacher wird es für die Münchener und vor allem für „Brazzo“ nicht, denn auch bei Kai Havertz scheint man keine guten Chancen zu haben, ihn im Sommer transferieren zu können.

Bayer Leverkusen will das junge Supertalent nicht ziehen lassen und der Werksklub muss ihn auch nicht zwingend verkaufen. Salihamidzic wird im Sommer sehr viel zu tun haben, wenn er den Kaderumbruch erfolgreich einleiten möchte. Rund 250 Millionen Euro sollen dafür in den kommenden zwei Jahren zur Verfügung stehen.

Boubacar Kamara im Sommer Thema beim FC Bayern?

Ein Teil des Geldes könnte der Klub für Boubacar Kamara ausgeben, wenn man dem „Radio Marca“- Reporter Carlos Rojas glauben schenken darf. So machen FC Bayern Transfergerüchte die Runde, wonach man ein Auge auf den 19-jährigen U20-Nationalspieler Frankreichs geworfen haben soll. Der Innenverteidiger konnte sich in der vergangenen Saison seinen Stammplatz bei Olympique Marseille erkämpfen und gehört heute noch zu den Stammkräften unter Trainer Rudi Garcia.

Mit seinen guten Leistungen hat sich Boubacar Kamara aber auch in die Notizbücher anderer Spitzenklubs katapultiert. So soll auch Real Madrid die Fühler nach dem Youngster ausgestreckt haben. Der Innenverteidiger, der auch als Sechser und als Linksverteidiger agieren kann, hat bei Marseile noch einen Vertrag bis 2020 und wäre sicherlich im Sommer nicht allzu teuer, auch wenn er zu den Shootingstars der Ligue 1 gehört.

Real Madrid ebenfalls an Kamara interessiert

Bereits vor rund zwei Jahren hatte auch Borussia Dortmund schon Interesse am französischen Teenager gezeigt, allerdings kam ein Wechsel nicht zustande. Mit Hinblick dessen, dass Mats Hummels oder Jerome Boateng den FC Bayern im Sommer verlassen könnten, wäre ein Transfer von Boubacar Kamara nicht ganz sinnbefreit. Auch muss man nun abwarten, was mit Hernandéz passiert, zumal der Transfer von Pavard in trockenen Tüchern ist.

Sollte jedoch Real Madrid den Innenverteidiger ernsthaft holen wollen, dann dürften die Chancen für den deutschen Vertreter sehr gering ausfallen. Auf jeden Fall muss der Kaderumbruch her. Hasan Salihamidzic wird sicherlich auch an seine Erfolge auf dem Transfermarkt gemessen werden und muss somit den Bossen und den Fans neue Spieler präsentieren. Es wird spannend ausgehen, da sind wir uns sicher.