Ausbildung & Lizenzen: Fitnesstrainer werden! Der Weg zum Traumberuf

Zum Fitnesstrainer ausbilden lassen

Bildquelle: Bodystreet [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Viele träumen davon, ihr Hobby und ihre große Leidenschaft mit dem Beruf zu verbinden. Diese Möglichkeit bietet der Beruf des Fitnesstrainers. Hier lässt sich dieser Traum sehr gut realisieren. Vor allem wer selbst im Fitnessstudio trainiert, wird vielleicht schon einmal entsprechende Gedankenspiele gehabt haben, selbst in der Fitnessbranche beruflichen Fuß zu fassen. Doch wie gelingt das? Wie wird man überhaupt Fitnesstrainer?

Grundsätzlich ist es natürlich erstmal ein großer Vorteil, wenn man selbst sportlich aktiv ist und eine gesunde Lebensweise führt. Schließlich ist es genau das, was ein jeder Fitnesstrainer verkörpert! Doch eine zwingende Voraussetzung sind Erfahrungen im Kraft- oder Ausdauertraining nicht. Wenngleich hilfreich. Zudem sollte jeder, der mit einem Job als Fitnesstrainer liebäugelt, auch Spaß am direkten Umgang mit Kunden haben und - je nachdem - das 16. oder 18. Lebensjahr vollendet sein.

Ausbildung zum Fitnesstrainer: Verschiedene Trainerlizenzen

Sehr hoch sind die ersten Hürden also nicht, um Fitnesstrainer zu werden. Zumal auch kein formeller Schulabschluss verlangt wird. Und die beruflichen Aussichten in der Fitnessbranche sind durchaus attraktiv. Die Branche boomt seit vielen Jahren, bietet verschiedensten beruflichen Tätigkeiten und Einsatzgebiete. Und lukrative Verdienstmöglichkeiten sind ebenfalls gegeben.

Doch bis es soweit ist, muss eine Fitnesstrainer Ausbildung erfolgreich gemeistert werden. Innerhalb dieser Grundausbildung gibt es verschiedene Abschlüsse. Diese werden als Lizenzen bezeichnet. Zu differenzieren ist die C-Lizenz, die Fitnesstrainer B-Lizenz und quasi als höchstes Gut die A-Lizenz. Am Ende jeder Ausbildungsstufen steht eine theoretische und praktische Prüfung auf der Agenda.

Fitnesstrainer C-Lizenz als Basis

Wer alle drei Lizenzen anpeilt, sollte als Zeitspanne mindestens zwölf Monate einrechnen. Praktisch: Die Lehrgänge für die drei Trainerlizenzen könnt ihr sowohl bei Sportverbänden oder auch bei privaten Fortbildungsträgern absolvieren. Die anfallenden Kosten für den Erwerb der verschiedenen Fitness Trainerlizenzen variieren dabei von Anbieter zu Anbieter mitunter erheblich und bewegen sich jeweils im drei- bis vierstelligen Bereich.

Die Reise zum Fitnesstrainer beginnt mit dem Erwerb der C-Lizenz. Hierbei handelt es sich um die niedrigste Qualifikationsstufe. Im Mittelpunkt dieser Ausbildungsstufe stehen neben der Anatomie (Aufbau und Funktion verschiedener Muskelgruppen und Herz-Kreislauf-System) die Trainingslehre (z.B. Training mit Kindern, Senioren). Wer die C-Lizenz erfolgreich erwirbt, ist aber nicht sofort ein „vollwertiger“ Fitnesstrainer. Mit dieser Lizenz ist man vielmehr auf der Stufe eines offiziellen Trainer-Assistenzen, weswegen sie umgangssprachlich auch als „Assistenz-Schein“ betitelt wird. Mit der „Beginner“-Lizenz ausgestattet, kann man einem „echten“ Fitnesstrainer bei dessen Arbeit als helfende und unterstützende Hand zur Seite stehen.

Fitnesstrainer B-Lizenz: Zugang zu vielfältigen Fitness-Jobs

Wer jedoch wirklich selbst als Fitnesstrainer in einem Studio arbeiten will, benötigt unbedingt die Fitnesstrainer B-Lizenz. Viele Betreiber erachten diese Aufbauweiterbildung als Mindestanforderung. Allerdings verlangen nicht alle Anbieter für Fitnesstrainer Ausbildungen, dass im Vorfeld die C-Lizenz absolviert wurde. Diese zu besitzen, schadet aber keinesfalls!

Und worum geht es inhaltlich? Im Rahmen eines Fitnesstrainer B-Lizenz Lehrgangs wird zum einen das anatomische Wissen vertieft, wobei auch Bereiche wie Sportpsychologie, Trainingsmethodik und -steuerung oder Ernährungslehre fester Bestandteil des Lehrplans sind. Wer im Besitz der B-Lizenz ist, wird etwa in der Lage sein, passende und individuell abgestimmte Trainingspläne für verschiedene Kunden zu erstellen. Im Vergleich zur Basisausbildung steigt man wesentlich tiefgründiger in die Materie ein. Aber Teilnehmer bekommen auch alle wichtigen und hilfreichen Informationen aufgezeigt, wie man später möglichst erfolgreich in die Selbstständigkeit als Fitnesstrainer starten kann.

B-Lizenz: Wie sieht die Abschlussprüfung aus?

Zum Abschuss der staatlich zugelassenen Fitnesstrainer B-Lizenz ist eine Prüfung zu bestehen. Diese setzt sich aus einem schriftlichen und mündlich-praktischen Prüfungsteil zusammen. Der schriftliche Prüfungsabschnitt enthält einen Teil mit offener Aufgabenstellung sowie Multiple-Choice-Fragen.

 

 

Bei dem mündlich-praktischen Teil wird erfahrungsgemäß eine Kundensituation aus dem Berufsalltag eines Fitnesstrainers simuliert. Dazu gehört eine spezifische Trainingsplanerstellung (z.B. für einen Kunden mit Bluthochdruck oder einer frischgebackenen Mutter), die Demonstration der Fitnessübungen oder ein Fachgespräch. Wer im Besitz der Fitnesstrainer B-Lizenz, gilt offiziell als vollständiger Fitnesstrainer. Das Zertifikat ist weltweit und unbefristet gültig!

Lehrgänge für Fitnesstrainer B-Lizenz auch online möglich

Wie der Weg zum B-Schein aussieht, kann vom Teilnehmer übrigens selbst gewählt werden. So ist es möglich, die Ausbildung bei einem Anbieter ausschließlich mit klassischem Präsenzunterricht zu absolvieren. Die Dauer schwankt zwischen einigen Tagen bei Kompakt-Seminaren bis zu ein paar Monaten. Oder es wird auf die digitale Methode zurückgegriffen, bei der der Lehrgang fast vollumfänglich online in Form eines Fernkurses vonstatten geht. Es gibt nur wenige Tage mit Präsenzpflicht. Die anfallenden Kosten können sich zwischen 400 und 1.600 Euro bewegen.

Vor allem wer die Fitnesstrainer B-Lizenz online berufs- oder auch studienbegleitend erwerben will, profitiert von dieser Variante. Denn der große Vorteil ist, dass ihr nicht nur ortsunabhängig seid, sondern auch ein hohes Maß an Flexibilität genießt. Denn gelernt wird, wenn es die Zeit erlaubt. Mit der Fitnesstrainer B-Lizenz lässt sich aber längst nicht nur in einem Fitnessstudio eine neben- oder hauptberufliche Anstellung finden. Die Jobangebote sind vielfältig und reichen darüber hinaus von Sportvereinen über Schwimmbäder oder Freizeitanlagen bis hin zur Wellness-, Gesundheits- oder Hotel-Branche. Bei solchem einem breiten Tätigkeitsfeld sollte für jeden etwas Passendes dabei sein.

Über die B-Lizenz zur A-Lizenz – Ziel Personal Trainer Lizenz

Für den Laien sind mitunter die unterschiedlichen Trainer Lizenzen etwas verwirrend. Im Hinterkopf sollte man jedoch behalten, dass der Einstieg in diese Branche mit der B-Lizenz am einfachsten wäre. Die Fitnesstrainer A-Lizenz sowie die Personal Trainer Lizenz bauen auf die Fitnesstrainer B-Lizenz auf.

Die entsprechenden Lizenzen lassen sich beispielsweise bei der KAF Akademie erwerben. Hier ist auch der Erwerb einer Personal Trainer Lizenz möglich, nachdem die B- und die A-Lizenz erfolgreich ergattert wurde. Bei eben jenem Ausbilder können die Lehrgänge größtenteils auch online durchgeführt werden, wodurch man zeitlich sehr flexibel agieren kann!

Fitnesstrainer A-Lizenz: Sportmedizin steht meist im Vordergrund

Und wer will, kann mit der B-Lizenz in der Tasche auch noch die Fitnesstrainer A-Lizenz anstreben. Interessierte müssen volljährig sein, einen Realschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und nachweislich trainingspraktische Vorerfahrung mitbringen.

In den Lehrgängen der Fitnesstrainer C-Lizenz stehen oftmals präventives und rehabilitatives Training im Mittelpunkt. Auf erfolgreiche Absolventen wartet mit der C-Lizenz ein breitgefächerte Karriereweg. Anstellungen sind in diversen Institutionen denkbar, wobei auch Sportkliniken oder Reha- und Kureinrichtungen denkbar sind. Selbstverständlich könnt ihr euch auch selbstständig und beispielweise eine Fortbildung zum Personal Trainer machen.


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