Borussia Mönchengladbach Porträt – Alle Titel, Rekorde & Fakten im Überblick

Infos und Fakten zu Borussia Mönchengladbach

Bildquelle: Fotograaf Onbekend / Anefo, CC0 [CC BY-SA 0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Borussia Mönchengladbach ist einer der beliebtesten und zweifelsohne bekanntesten Fußballvereine in Deutschland. Aber auch einer der erfolgreichsten. Besonders in den glorreichen 1970er Jahren avancierte Gladbach mit Stars und Fußballlegenden wie Günter Netzer, Jupp Heynckes oder Berti Vogts zum Titelsammler und begründete den Mythos der „Fohlenelf“.

Doch welche Pokale tummeln sich in der Gladbacher Vitrine? Wo trägt die Elf vom Niederrhein ihre Heimspiele aus? Welche Präsidenten und Trainer saßen auf dem Bökelberg im Sattel? Unser Borussia Mönchengladbach Porträt liefert die Antwort. Sport-90 hat alle wichtigen Daten und Fakten rund um den Traditionsklub aus Gladbach zusammengetragen und liefert viele interessante Rekorde und Bestmarken von Spielern und Spielen.

Titel & Erfolge von Borussia M’gladbach

In seiner über 120-jährigen Geschichte hat Borussia Mönchengladbach, die am 1. August 1990 als FK Borussia 1900 gegründet wurde, mehrfach die deutsche Meisterschaft gewonnen. Besonders die 1970er Jahre sind bis heute die erfolgreichste Ära der VfL Vereinshistorie, in denen die Borussia fünfmal die Schale abräumte. Dabei schaffte Gladbach das Kunststück, nach dem FC Bayern als zweiter Verein dreimal in Folge Meister der Bundesliga zu werden (1975 - 1977).

Neben Erfolgen im DFB-Pokal kann sich Borussia Mönchengladbach außerdem mit zwei Triumphen auf europäischer Bühne schmücken. 1975 und 1979 holte Gladbach den Pokal im UEFA-Cup (der heutigen Europa League). Zudem erreichte die Fohlenelf 1977 das Finale und 1978 das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister (heutige Champions League), in denen man jeweils dem FC Liverpool unterlegen war.

 

Deutscher MeisterUEFA-Cup-SiegerDFB-PokalsiegerDeutscher ZweitligameisterWestdeutscher Pokalsieger
1976/771978/791994/952007/081959/60
1975/761974/751972/73
1974/751959/60
1970/71
1969/70

 

Das Stadion von Borussia Mönchengladbach

Bis 2004 war das ruhmreiche Bökelbergstadion das Wohnzimmer der Borussia, ehe zur Saison 2004/05 der Umzug in das neu errichtete und vereinseigene Stadion namens Borussia-Park erfolgte. Im Westen von Mönchengladbach gelegen, wurde das Gladbach Stadion innerhalb von anderthalb Jahren auf einem ehemaligen Armee-Gelände gebaut und am 30. Juli 2004 offiziell eingeweiht. Kostenpunkt fast 87 Millionen Euro.

Mit einer Kapazität von 54.022 Plätzen nimmt der Borussia-Park in der Stadionliste Deutschland einen der oberen Plätze ein und ist zu den größten Fußballstadien des Landes zu zählen. Es bietet 37.873 Sitz- und 16.149 Stehplätze, die allesamt überdacht sind. Die Nordkurve im Borussia-Park ist die Fankurve und Heimat der VfL-Ultras und treuesten Anhänger.

 

 

Alle Präsidenten von Borussia Mönchengladbach in der Übersicht

In Gladbach ist Rolf Königs eine absolute Institution. Schließlich bekleidet der vermögende Sportfunktionär und Geschäftsmann bereits seit April 2004 das Amt des Präsidenten von Borussia Mönchengladbach, nachdem er zuvor bereits dem Vorstand angehörte und als Vizepräsident amtierten.

Königs wurde Nachfolger von Adalbert Jordan, der bis zu seinem Tod am 27. März 2004 als Gladbach-Präsident fungierte. Die längste Amtszeit in der Gladbach Präsidenten Liste kann jedoch Helmut Beyer vorweisen. Dieser leitete stolze 30 Jahre die Geschicke auf dem Bökelberg - von 1962 bis 1992.

 

Präsident Bor. M´GladbachAmtsantrittAmtsendeAmtszeit
Edmund Pulheim01.07.194830.06.19531825 Tage
Theo Grams01.07.195330.06.1954364 Tage
Paul Wernecke01.07.195730.06.19611460 Tage
Udo Schulten01.07.196130.06.1962364 Tage
Helmut Beyer25.04.196217.07.199211041 Tage
Karl-Heinz Drygalsky27.08.199230.09.19971860 Tage
Wilfried Jacobs01.10.199708.09.1999707 Tage
Adalbert Jordan08.09.199927.03.20041662 Tage
Rolf Königs06.04.2004--

 

Alle Gladbach Trainer auf einen Blick

Im Vergleich zu den Präsidenten ist die Liste aller Trainer von Borussia Mönchengladbach ungleich länger. Zumal sich auch beim VfL das Trainer-Karussell mitunter schnell dreht und sich die verantwortlichen Übungsleiter im Laufe der Jahrzehnte die Klinke in die Hand gaben. Einige Cheftrainer haben während ihrer Station in Gladbach besonders große Spuren hinterlassen.

Allen voran Hennes Weisweiler, der der erfolgreichste aller Fohlen-Trainer war. Die Trainerlegende führte Gladbach zu drei deutschen Meisterschaften (1970, 1971, 1975) und gewann je einmal den DFB-Pokal (1973) und UEFA-Cup (1975). Außerdem ist Weisweiler mit 4.081 Tagen der Gladbach-Trainer mit der längsten Amtszeit. Aber auch prominente Namen wie Udo Lattek, Jupp Heynckes, Bernd Krauss, Hans Meyer oder Lucien Favre waren äußerst erfolgreich in Gladbach tätig.

 

TrainerAmtsantrittAmtsendeAmtszeit
Paul Pohl01.07.195030.06.1951364 Tage
Werner Sottong01.07.195030.06.1951364 Tage
Fritz Pliska01.07.195130.06.1953730 Tage
Fritz Silken01.07.195330.06.1955729 Tage
Klaus Dondorf01.07.195530.06.1957730 Tage
Fritz Pliska01.07.195730.06.19601095 Tage
Bernd Oles01.07.196030.06.1962729 Tage
Fritz Langner01.07.196225.04.1964664 Tage
Hennes Weisweiler27.04.196430.06.19754081 Tage
Udo Lattek01.07.197530.06.19791460 Tage
Jupp Heynckes01.07.197930.06.19872921 Tage
Wolf Werner01.07.198721.11.1989874 Tage
Gerd Vom Bruch22.11.198925.09.1991672 Tage
Bernd Krauss25.09.199107.10.199112 Tage
Jürgen Gelsdorf03.10.199105.11.1992399 Tage
Bernd Krauss06.11.199107.12.19961858 Tage
Hannes Bongartz19.12.199629.11.1997345 Tage
Norbert Meier01.12.199731.03.1998120 Tage
Friedel Rausch01.04.199809.11.1998222 Tage
Rainer Bonhof10.11.199831.08.1999294 Tage
Manfred Stefes01.09.199906.09.19995 Tage
Hans Meyer07.09.199901.03.20031271 Tage
Ewald Lienen02.03.200321.09.2003203 Tage
Holger Fach21.09.200327.10.2004402 Tage
Horst Köppel27.10.200401.11.20045 Tage
Dick Advocaat02.11.200418.04.2005167 Tage
Horst Köppel18.04.200514.05.2006391 Tage
Jörn Andersen15.05.200630.06.200646 Tage
Jupp Heynckes01.07.200602.02.2007216 Tage
Jos Luhukay03.02.200705.10.2008610 Tage
Christian Ziege05.10.200818.10.200813 Tage
Hans Meyer18.10.200828.05.2009222 Tage
Michael Frontzeck01.07.200913.02.2011592 Tage
Lucien Favre14.02.201120.09.20151679 Tage
André Schubert21.09.201512.11.201552 Tage
André Schubert13.11.201521.12.2016404 Tage
Dieter Hecking21.12.201630.06.2019921 Tage
Marco Rose01.07.201930.06.2021730 Tage
Adi Hütter01.07.202130.06.2022364 Tage
Daniel Farke01.07.202202.06.2023336 Tage
Gerardo Seoane06.06.2023

 

 

Gladbach: Das sind die höchsten Siege und Niederlagen

Wettbewerbsübergreifend konnte Borussia M’gladbach am 29.April 1978 seinen höchsten Sieg der Vereinsgeschichte bejubeln. Im legendären Borussen-Duell fegten die Gladbacher den BVB mit 12:0 vom Platz und verpasste Dortmund damit zugleich eine Rekordpleite. In seinem letzten Spiel für Gladbach eröffnete Jupp Heynckes bereits nach 27 Sekunden das Schützenfest, insgesamt traf der Torjäger in dieser Partie fünfmal! Ähnlich heftig wie der BVB kam deren Revier-Rivale FC Schalke gegen Gladbach unter die Räder. Mit 11:0 siegte die Borussia Anfang 1967.

Aber die Fohlen haben in ihrer langen Historie auch einige empfindliche Pleiten einstecken müssen. Kurioserweise verpassten Borussia Dortmund und Schalke Gladbach die höchsten nationalen Niederlagen. Zu Oberliga-Zeiten in den 1950er Jahren verlor Gladbach jeweils einmal 0:8 gegen die Ruhrpott-Klubs. Mit dem gleichen Ergebnis hatten die Glasgow Rangers den VfL 1960 im Pokal der Pokalsieger eine Lehrstunde erteilt. In der Bundesliga sind zwei 0:7-Schlappen gegen den VfB Stuttgart (2010) und Werder Bremen (1966) als Rekordniederlagen in die Geschichtsbücher eingegangen.

 

Höchste SiegeHöchste Niederlagen
1977/78: 12:0 BVB (Bundesliga)1960/61: 0:8 Glasgow Rangers (Pokal d. Pokalsieger)
1966/67: 11:0 Schalke 04 (Bundesliga)1953/54: 0:8 BVB (Oberliga West)
2019: 11:1 BSC Hastedt (DFB-Pokal)1950/51: 0:8 Schalke 04 (Oberliga West)
1984/85: 10:0 Eintracht Braunschweig (Bundesliga)1956/57: 1:8 Meidericher SV (Oberliga West)
1970/71: 10:0 EPA Larnaka (Pokal d. Landesmeister)2010/11: 0:7 VfB Stuttgart (Bundesliga)
1967/68: 10:0 Bor. Neunkirchen (Bundesliga)1965/66: 0:7 Werder Bremen (Bundesliga)

 

Spielerrekorde & Gladbach Legenden: Meiste Einsätze & Tore

Zwei Spieler sind in Gladbach bezogen auf die Einsätze in den Klub der 500er aufgestiegen. Berti Vogts ist mit 538 Pflichtspieleinsätze absoluter Rekordspieler. 419 bestritt der „Terrier“ davon in der Bundesliga. Ebenfalls Bestmarke. Gladbachs Torwart-Ikone Uwe Kamps, der seine gesamte Profikarriere bei der Borussia verbrachte, brachte es von 1982 bis 2004 insgesamt auf 518 Partien (davon 390 Mal in der Bundesliga).

Die Liste der Gladbach Rekordtorschützen führt unangefochten Jupp Heynckes an. In 417 Einsätzen erzielte der Goalgetter 298 Tore. In der Bundesliga knipste Heynckes 195 Mal für die Fohlen (in 283 Spielen). Mit weitem Abstand folgen Herbert Laumen, Günter Netzer, Allan Simonsen und Hans-Jörg Criens.

 

Meiste EinsätzeMeiste Tore
Berti Vogts (538 Einsätze)Jupp Heynckes (298 Tore)
Uwe Kamps (518 Einsätze)Herbert Laumen (141 Tore)
Herbert Wimmer (469 Einsätze)Günter Netzer (137 Tore)
Wolfgang Kleff (430 Einsätze)Hans-Jörg Criens (117 Tore)
Jupp Heynckes (417 Einsätze)Allan Simonsen (117 Tore)

 

 

Gladbach Rekordtransfers: Die teuersten Zu- und Abgänge der Klubgeschichte

Auch Borussia Mönchengladbach schlägt Jahr für Jahr auf dem Transfermarkt zu. Das sorgt nicht nur für einen ständigen Nachschub an Gladbach Transfergerüchten, sondern mitunter nehmen die VfL-Verantwortlichen viel Geld in die Hand, um neue Spieler an Land zu ziehen. Als Beispiele können Alassane Plea, Matthias Ginter oder Christoph Kramer aufgeführt werden, die in der Liste der Gladbach Rekordzugänge weit oben zu finden sind.

Auf der anderen Seite generiert der Traditionsklub vom Niederrhein aber auch immer wieder beachtliche Transfererlöse, wie die Rekordabgänge verdeutlichen. Der FC Arsenal überwies etwa im Sommer 2016 satte 45 Millionen Euro für Granit Xhaka. Darüber hinaus bescherten Thorgan Hazard, Jannik Vestergaard oder Marco Reus Gladbach lukrative Ablösesummen.

 

Rekord-ZugängeRekord-Abgänge
Alassane Plea - 23 Mio.€ (OGC Nizza)Granit Xhaka - 45 Mio.€ (FC Arsenal)
Matthias Ginter - 17 Mio.€ (BVB)Thorgan Hazard - 25,5 Mio.€ (BVB)
Christoph Kramer - 15 Mio.€ (Bayer Leverkusen)Jannik Vestergaard - 25 Mio.€ (FC Southampton)
Stefen Lainer - 12,5 Mio.€ (RB Salzburg)Marco Reus - 17,1 Mio.€ (BVB)
Jannik Vestergaard - 12,5 Mio.€ (Werder Bremen)Jordan Beyer - 15 Mio.€ (FC Burnley)

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