Europa League: Benfica Lissabon und Sevilla im Finale

Wenn am 14. Mai in der Juventus Arena der Anpfiff zum Finale der Europa League erfolgt, dürfte es im Stadion nicht wenige traurige Gesichter geben. Denn anders als erhofft und von den meisten Experten auch erwartet, wird nicht Juventus Turin im eigenen Stadion um den Titel spielen, nachdem der italienische Meister im Halbfinale an Benfica Lissabon gescheitert ist.

Die im Vorjahr dem FC Chelsea unglücklich unterlegenen Portugiesen treffen nun im Endspiel auf den FC Sevilla, der sich im rein spanischen Duell äußerst knapp gegen den FC Valencia durchsetzte.

 

Schon nach dem 1:2 im Hinspiel in Lissabon war Juve-Trainer Antonio Conte klar, dass das Weiterkommen gegen den defensivstarken Meister Portugals kein Spaziergang werden würde. In einem intensiven Match übernahm Juventus zwar das Kommando, kam von wenigen Ausnahmen abgesehen aber nicht zu zwingenden Chancen. Auch, als Benficas Enzo Perez vom englischen Schiedsrichter Mark Clattenburg in der 67. Minute eine zumindest sehr harte gelb-rote Karte sah, verteidigten die Gäste ihren Vorsprung aus dem Hinspiel der Europa League weiterhin ebenso entschlossen wie geschickt.

Selbst in doppelter Unterzahl, nachdem der von Paul Pogba mit dem Fuß erwischte Innenverteidiger Ezequiel Garay in der Schlussminute mit einer blutenden Gesichtsverletzung vom Platz musste und Trainer Jorge Jesus für die am Ende acht Minuten Nachspielzeit nicht mehr wechseln konnte, agierte Benfica defensiv sehr stark und ließ kaum etwas anbrennen. Alles in allem ist der Finaleinzug der Portugiesen völlig verdient.

Stephane Mbia schießt FC Sevilla ins Finale

Zwischen dem FC Valencia und dem FC Sevilla entwickelte sich unterdessen ein dramatisches Halbfinale. Valencia gelang es wie schon im Viertelfinale, als der FC Basel nach einem 0:3 in der Schweiz durch ein 5:0 nach Verlängerung eliminiert wurde, einen Rückstand aus dem Hinspiel zu drehen. Sofiane Feghouli (14.) und Jonas (26.) glichen mit ihren Treffern das 0:2 der vergangenen Woche schon früh aus, und als Jeremy Mathieu nach 69 Minuten sogar auf 3:0 erhöhte, war das erneute Wunder zum Greifen nahe, zumal Valencia an diesem Tag die bessere Mannschaft stellte.

In der Schlussphase warf Sevilla aber noch einmal alles nach vorne und wurde in der vierten Minute der Nachspielzeit für seine Bemühungen belohnt. Nach einem langen Einwurf von Coke, den Federico Fazio verlängerte, war Stephane Mbia mit dem Kopf zur Stelle und traf zum 3:1, das aufgrund der Auswärtstorregelung in der Addition beider Spiele zum Finaleinzug reichte.


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