Grundsolider Alex Zverev sicher im Halbfinale von Peking

Alexander Zverev im Halbfinale von Peking

Bildquelle: Keith Allison from Hanover, MD, USA [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev steht beim ATP 500 in Peking nach einer weiteren souveränen Vorstellung gegen den Amerikaner Sam Querrey im Halbfinale. Beim 7:6 und 6:2 überzeugte der Hamburger vor allem durch seinen felsenfesten Auftritt, leistete sich überhaupt keinen Doppelfehler und lediglich acht Unforced Errors. Im Tiebreak des ersten Satzes, letztlich der Schlüsselphase des Matches, schlug er grundsolide auf, während sein Kontrahent ihm beim Stand von 2:2 ein Minibreak in Form eines Doppelfehlers „schenkte“.

Nach seinen starken Vorstellungen in den Runden zuvor gegen Frances Tiafoe (USA) und Felix Auger-Aliassime (Kanada) kann sich der 22-Jährige neben einem erfolgreichen Verlauf des aktuellen Turniers in China auch berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme am ATP-Finale in London machen. Der Sechste der Weltrangliste der Herren hat sich nunmehr im Rennen um einen der acht Startplätze auf eben jenen achten Rang verbessert. Ein weiterer großer Schritt Richtung London wäre ein Erfolg gegen einen unmittelbaren Kontrahenten um die Teilnahme – das ist nun im Halbfinale von Peking der Grieche Stefanos Tsitsipas.

Zverev: 74 Prozent erster Aufschläge, null Doppelfehler

Zverevs keinesfalls schwacher Gegner Querrey ließ insgesamt nur drei Breakbälle zu, servierte 15 Asse und nur einen Doppelfehler; den hatte er aber im Tiebreak zeitlich maximal ungünstig platziert. Doch wehrte sich der Deutsche mit druckvollem Tennis gegen die Aufschlagspiele seines Kontrahenten, während er sich auf das eigene Service verlassen konnte (74% der ersten Aufschläge kamen ins Feld). Während Zverev womöglich gerade das Formhoch seiner Saison erlebt, trumpft auch sein Vorschlussrunden Gegner Tsitsipas auf seinem Lieblingscourt Hartplatz auf. Gegen den amerikanischen Aufschlagriesen John Isner siegte er im Viertelfinale 7:6 und 6:3.

Im anderen Halbfinale von Peking treffen der Russe Karen Khachanov und der Österreicher Dominic Thiem aufeinander. Khachanov leistete Zverev auf dem Weg zum WM-Titelverteidigungsturnier in London Schützenhilfe, indem er den Italiener Fabio Fognini in drei Sätzen besiegte und ihm wichtige Zähler im ATP Race verwehrte. Thiem schaltete den Briten Andy Murray in zwei Sätzen mit 6:2 und 7:6 aus und untermauerte seinen Status als leichter Turnierfavorit.

Djokovic glasklarer Favorit um verbliebenes Quartett von Tokio

Beim Parallelturnier in Tokio, ebenfalls einem ATP 500, steht der haushohe Favorit Novak Djokovic im Halbfinale. Der Serbe ließ seinem Viertelfinal-Kontrahenten Lucas Pouille (Frankreich) bei gerade einmal drei Verlustspielen und einer Bruttospielzeit von 51 Minuten nicht den Hauch einer Chance. Im Semifinale geht es für den Weltranglisten-Ersten nun gegen den an Position drei gesetzten Belgier David Goffin. Dieser behauptete sich beim 6:2 und 6:2 gegen den Koreaner Hyeon Chung sicher.

 

 

Ins andere Halbfinale hat sich Youngster Reilly Opelka vorgeschoben und damit ein weiteres Mal seine Qualität auf schnellen Belägen unter Beweis gestellt. In der Runde der letzten Acht schlug er den Japaner Yasutaka Uchiyama sicher mit 6:3 und 6:3. Nun trifft Opelka auf den Australier John Millman, der gegen Taro Daniel (Japan) beim 6:4 und 6:0 vor allem im zweiten Durchgang kurzen Prozess machte. Sowohl Reilly als auch Millman machen mit ihren Halbfinalteilnahmen ordentliche Sprünge im ATP Live Ranking. Der Amerikaner hat sich auf Rang 35 gesetzt – direkt vor den Deutschen Jan-Lennard Struff. Millman ist auf Rang 58 geklettert.

Naomi Osaka dreht enge Partie gegen US-Open-Champion Bianca Andreescu

Auf der Zielgeraden des Tennisjahres befinden sich derweil die Damen. Und sie geben in breiter Front ihrer Besten in Peking noch einmal Gas, wie die namhaft großartig besetzten Viertelfinalmatches auswiesen. Gleich im Ersten dieser vier Begegnungen setzte sich die Erste der Weltrangliste der Damen, die Australierin Ashleigh Barty, nach hart umkämpften drei Durchgängen, einem zwischenzeitlichen Satzrückstand und mehr als zwei Stunden gegen die Weltranglisten-Siebte Petra Kvitova aus Tschechien durch. Ihre Halbfinalgegnerin heißt Kiki Bertens, die sich im engen Gedränge der Top Ten bei den Damen gegen die Ukrainerin Elena Svitolina in zwei Sätzen durchsetzte und die Chance wahrte, sich vom aktuellen achten Platz im WTA Live Ranking am Ende der Woche auf Rang vier zu verbessern.

Die Konkurrenz in der anderen Hälfte des Turnierbaums ist ebenso prominent: Die ehemalige Nummer 1 der Welt Caroline Wozniacki (Dänemark) steht nach ihrem Zweisatzerfolg gegen die Russin Daria Kassatkina in der Vorschlussrunde. Dort trifft sie auf den aktuellen Australien-Open-Champion Naomi Osaka (Japan), die in einem äußerst engen Match und 5:7, 1:3-Rückstand ihre Partie gegen die junge US-Open-Siegerin Bianca Andreescu (Kanada) noch drehte.


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