Transfergerüchte: FC Bayern denkt an Alderweireld - Wendell vor PSG-Wechsel

Belgien-Star Toby Alderweireld könnte Jerome Boateng beim FC Bayern ersetzen

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Der FC Bayern hat sich in diesem Sommer auf dem Transfermarkt in erstaunlicher Zurückhaltung geübt. Das könnte sich aber noch einmal ändern. So gibt es Transfergerüchte, wonach die Münchner ein Auge auf Toby Alderweireld geworfen haben. Der Tottenham-Akteur wird als potenzieller Boateng-Ersatz gehandelt, den es wiederum zu Paris St. Germain ziehen könnte. Apropos PSG: Die Franzosen treiben eine Verpflichtung von Leverkusen-Star Wendell voran.

Abgesehen vom ablösefreien Leon Goretzka sowie Rückkehrer Serge Gnabry nach Hoffenheim-Leihe hat Bayern München bislang keine Neuzugänge für die Saison 2018/19 präsentiert. Schlägt der deutsche Rekordmeister vielleicht doch noch im großen Stil auf dem Transfermarkt zu? Laut dem englischen „Mirror“ ist dieses Szenario nicht ausgeschlossen.

Alderweireld könnte Boateng-Lücke schließen

Denn weiterhin ist ungewiss, ob der wechselwillige Jerome Boateng dem FC Bayern erhalten bleibt oder nicht. Die Transfergerüchte um einen Wechsel zur PSG halten sich hartnäckig, wenngleich der Scheichklub seine Innenverteidigung kostspielig mit Thilo Kehrer, der für kolportierte 37 Millionen Euro vom FC Schalke an die Seine wechseln soll, verstärkte. Sollte Boateng die Säbener Straße verlassen, werden die Münchner wohl einen adäquaten Ersatz verpflichten. In diesem Zusammenhang bringt das Boulevardblatt Toby Alderweireld von den Tottenham Hotspur ins Spiel.

Alderweireld zum FC Bayern? Nicht realistisch

Der Innenverteidiger – der genau wie Boateng 29 Jahre alt ist – sei demnach einer der heißestes Boateng-Ersatzkandidaten. In Tottenham ist der Belgier zwar nur noch bis 2019 vertraglich gebunden, allerdings besitzen die Lillywhites eine einseitige Option zur Verlängerung um ein weiteres Jahr. Und ohnehin ist der Wahrheitsgehalt dieser Meldung wohl nur sehr gering. Zum einen, weil sich ein Boateng-Abschied nach Paris aufgrund des Kehrer-Deals erledigt haben dürfe, was auch der Ablöseforderung der Bayern in Höhe von 50 Millionen Euro zu verdanken ist. Zum anderen auch, weil die Münchner für Alderweireld tief in die Taschen greifen müssten. Um die 60 Millionen Euro wären wohl für Alderweireld fällig, der zuletzt auch intensiv mit Manchester United in Verbindung gebracht wurde.

Zwar stehen die Qualitäten des 1,86 Meter großen Rechtsfuß außer Frage, aber ein Mann für die Zukunft ist Alderweireld nicht mehr. Darüber hinaus dürfte Tottenham Hotspur nicht gewillt sein, den WM-Dritten, der letzte Saison auch verletzungsbedingt lediglich 14 Ligaspiele absolvierte, abzugeben. Zwar haben die Spurs für das Abwehrzentrum mit dem gesetzten Duo Davinson Sanchez und Jan Vertonghen zwei hochklassige Verteidiger im Kader, aber da das Transferfenster in England bereits geschlossen hat, hätte Tottenham keine Möglichkeit, einen Ersatz zu holen.

Paris-Wechsel von Wendell rückt näher

Wird der Parc des Princes von PSG die künftige Heimat von Bayer-Star Wendell?

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Während ein Wechsel von Toby Alderweireld zum FC Bayern äußerst unwahrscheinlich ist, sieht es bei einem anderen Transfergerücht ganz anders aus. So bahnt sich bei Bayer Leverkusen ein Abschied von Wendell mehr und mehr an. Der Linksverteidiger steht bei Paris SG hoch im Kurs und wie das vereinsnahe Onlineportal „Paris United“ zu berichten weiß, soll Wendell-Berater Fali Ramadani bereits in die Modemetropole gereist sein, um die Verhandlungen über einen Transfer zu führen. Das seriöse Fußballmagazin „France Football“ hat diese Information bestätigt.

Leverkusen habe auch grundsätzlich Verkaufsbereitschaft signalisiert, allerdings drängt der Bundesligist auf eine rasche Entscheidung. Schließlich will sich der Werksklub für einen etwaigen Abgang von Wendell um einen ebenbürtigen Nachfolger für die linke Abwehrseite bemühen. Der 25-jährige Linksfuß, der bei den Rheinländern noch einen langfristigen Vertrag bis 2021 besitzt, wurde schon im Mai mit Paris St. Germain in Verbindung gebracht.

Wendell als Alternative zu Juves Sandro

Allerdings gilt Alex Sandro von Juventus Turin als bevorzugte Kandidaten, jedoch ist die PSG mit seinen Anfragen beim italienischen Serienmeister auf taube Ohren gestoßen. Die würden ihrer brasilianischen Stammkraft nur dann angeben, wenn man im Gegenzug Marcelo von Real Madrid bekommen würde, berichtet „Sky Italia“. Doch die Königlichen haben keinerlei Interesse ihren Star-Verteidiger abzugeben, sodass man sich PSC-Coach Thomas Tuchel nun um Wendell bemüht.

Für den Linksfuß sei der französische Meister angeblich bereit, eine Ablöse in Höhe von 30 Millionen Euro hinzublättern. Bei dieser Summe dürfte man bei Bayer Leverkusen schwach werden. Die PSG hat auf der Linksverteidigerposition akuten Handlungsbedarf, nachdem man Yuri Berchiche an Athletic Bilbao transferierte und lediglich Layvin Kurzawa zur Verfügung hat. Der 25-Jährige genießt aber nicht das volle Vertrauen von Tuchel.