Berliner-Pilsner-Pokal: Wettskandal bei den Fußball-Amateuren?

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) durften sich die Verantwortlichen die Augen gerieben haben, als sie eine Beschwerde der SG Blankenburg vorzuliegen hatten, die aussagte, dass es zu Kuriositäten ihrer Partie im Berliner-Pilsner-Pokal gegen Union Südost kam. Laut der B.Z. Berlin haben wohl mehrere Spieler von SC Union Südost 1924 auf eine Niederlage des eigenen Teams gewettet.

Das Spiel fand am vergangenen Sonntag in Blankenburg statt. SC Union Südost ging als klarer Favorit in die Partie, aber bereits nach wenigen Minuten lag man mit 0:1 gegen SG Blankenburg zurück. Kein Beinbruch wie man meinen mag, aber in der Folge steigerte sich der Rückstand bis zur 40. Spielminute auf 0:4!

Ein wahrlich kurioses Ergebnis, wenn man bedenkt, dass SC Union Südost beim Wettanbieter digibet.com eine Quote von 5,00 für einen Sieg gegen Blankenburg aufwies.

Blankenburg hingegen lag mit einer Quote von 1,55 bei einem Heimsieg weit hinter dem favorisierten Team aus Neukölln. Der Blankenburger Trainer äußerte im Gespräch mit der Fußballwoche, dass es in der Halbzeitpause zu sehr lautstarken Diskussionen kam. Dies habe er und seine Spieler aus der Kabine von SC Union Südost gehört. Auch sollen sich die Spieler der gegnerischen Mannschaft fast geprügelt haben.

Fast-Prügelei und scheinbar klare Äußerungen der Union-Spieler

Nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit wurden zwei Spieler von SC Union Südost ausgewechselt, die dem 2. Vorsitzenden der SG Blankenburg Daniel Nowack mitteilten, dass Spieler von Union Südost gegen den eigenen Verein gewettet haben sollen. Erschreckend, wenn man sich vorstellt, dass auch im Amateurfußball ein Wettskandal seine Kreise ziehen könnte. Blankenburgs Trainer Jörn Kammer sagte zur B.Z. Berlin, dass der Berliner Fußball-Verband über diese Geschehnisse informiert wurde. Aufseiten von Union Südost hüllt man sich in Schweigen.

Es wäre ein starkes Stück, wenn die Vorwürfe der Wahrheit entsprächen und im Berliner Amateurfußball es zu solch einem Wettskandal käme. Das Spiel ging übrigens 6:3 aus Sicht des Underdogs aus Blankenburg aus. Die SG Blankenburg stand durch ein Freilos in der ersten Runde des Berliner-Pilsner-Pokals und traf somit auf SC Union Südost. Die Höhe des Sieges lässt wahrlich vermuten, dass nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann.

Die Beweisführung dürfte schwer werden, wenn sich die betroffenen Union-Spieler ebenfalls in Schweigen hüllen werden. Der Berliner Fußball-Verband hat noch nicht reagiert und auch auf deren Webseite findet man keinerlei Informationen und Hinweise zu dieser Behauptung.


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