Boston Celtics: Trotz Play-off-Kurs wenig überzeugend

Die Boston Celtics liegen nach 20 Spielen auf Platz drei der Atlantic Conference und haben nur ein Spiel Rückstand auf die zweitplatzierten Brooklyn Nets, die im Osten derzeit sogar den letzten Play-off-Platz belegen. Doch viel zu bejubeln gibt es in Boomtown dennoch nicht, weisen die Kelten doch eine negative Bilanz von 7:13 auf.

Eigentlich müsste man momentan in Boston bei den Celtics fröhliche Gesichter sehen, denn in einem Jahr des Umbruchs liegen sie nach rund einem Viertel der regulären NBA-Saison in Schlagdistanz zu den Play-off-Plätzen. Dennoch fällt der Blick auf die Tabelle ernüchternd aus, denn mit einer Bilanz von 7:13 konnte noch nicht oft bei den C`s gejubelt werden.

Besonders bitter war die letzte Niederlage gegen die Charlotte Hornets, die sogar noch weniger Siege als die Celtics auf dem Konto haben. Während die Hornets Punkte erzielten, waren es die Celtics, die ständig Turnovers produzierten. Vor allem in der Schlussphase lief wenig zusammen, obwohl Marcus Thornton die Kelten 4:32 Minuten vor dem Ende noch auf 85:87 heranbrachte und die Hoffnung auf einen Sieg näherte. Aber in der Crunchtime riss der Faden und die Jungs in Grün erzielten in den folgenden 4:17-Minuten keinen einzigen Punkt. Zudem leistete sich die Celtics vier unnötige Ballverluste, was Charlotte gnadenlos bestrafte und zum 96:87-Sieg ausnutzte.

Während man gegen ein Kellerkind am Ende schwächelte, lieferte man dem Tabellendritten aus Washington am Montagabend in einer wahren Punkteschlacht bis zur letzten Sekunde einen erbitterten Fight. Letztendlich musste sich Boston aber geschlagen geben und zog mit 132:133 ganz knapp den Kürzeren. Dabei war wieder eigenes Unvermögen die Ursache für die Pleite. Denn nachdem man die Wizards zweimal in die Verlängerung zwang, sah es 52 Sekunden vor dem Ende der zweiten Verlängerung gut für die Celtics aus.

Marcus Smart mit Fehler im Spiel

Schließlich lag man mit zwei Punkten in Front und hatte Ballbesitz. Doch dann leistete sich Rookie Marcus Smart einen verhängnisvollen Fehler, der das Spiel entscheiden sollte. Nach einer Auszeit von Boston bekam Smart den Ball, doch anstatt den Spalding zu passen und Zeit von der Uhr zu nehmen, entschied er sich für einen Wurf. Dieser verfehlte das Ziel und Washington konnten im schnellen Gegenzug durch John Wall den Ausgleich markieren. Zu allem Überfluss wurde Wall auch noch gefoult und nutze den anschließenden Freiwurf zum Sieg der Wizards.

Immerhin konnte die Boston Celtics davor drei Spiele in Serie gewinnen und treffen nun auf die Kellerkinder NY Knicks (4:20) und Philadelphia 76ers (2:19), gegen die zwei Siege zu holen sein sollten.


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