Saison 1968/69: Trainerentlassung von Michael Pfeiffer bei Alemannia Aachen

Trainerentlassung von Michael Pfeiffer 1968/69 bei Alemannia Aachen

Bildquelle: No machine-readable author provided. Carolus Ludovicus~commonswiki assumed (based on copyright claims) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Michael Pfeiffer ist eine echte Klub-Legende von Alemannia Aachen. Er war als Mittelfeld-Regisseur jahrelang für die Schwarz-Gelben am Ball und schaffte es als einer der ganz wenigen Alemannen zum Nationalspieler. Darüber hinaus war er als Trainer von Alemannia Aachen aktiv. Doch nach der sensationellen Vizemeisterschaft in der Saison 1968/69 musste Pfeiffer völlig überraschend seinen Platz auf der Trainerbank räumen.

Als Trainer von Alemannia Aachen hatte Michael „Michel“ Pfeiffer den Verein 1967 gleich in seiner ersten Saison 1967 zum lang ersehnten Aufstieg in die Bundesliga geführt. Im ersten Jahr im Fußball-Oberhaus konnten die Alemannen den Klassenerhalt sichern und landeten auf einem achtbaren 11. Platz. Doch Aachen-Trainer Michael Pfeiffer sollte die Schwarz-Gelben noch höher hinausbringen.

Saison 1968/69: Michael Pfeiffer mit Aachen sensationell Vizemeister

In der Saison 1968/69 wurde Alemannia Aachen sensationell Zweiter und durfte sich hinter Bayern München über die Vizemeisterschaft freuen. Damit war nun wahrhaftig nicht zu rechnen, zumal Aachen nach einem fulminanten Saisonstart in ein Leistungstief fiel. So hagelte es für Trainer Pfeiffer und seine Mannschaft zwischen dem 6. bis 10. Spieltag fünf Niederlagen hintereinander.

Bis zur Winterpause legte die Elf vom Tivoli eine Achterbahnfahrt hin, in der sich Siege, Niederlagen und Unentschieden die Waage hielten. Schlussendlich überwinterte Alemannia Aachen in der Saison 1968/69 auf dem 10. Platz, bevor man in der Rückrunde für Furore sorgen konnte. Denn in dieser holte Trainer Michael Pfeiffer mit Alemannia Aachen stolze zehn Siege, sodass man am Ende mit acht Punkten Rückstand hinter Bayern München Vizemeister wurde!

Trainerwechsel in Aachen: Stollenwerk ersetzte Pfeiffer

Auf dem Höhepunkt des Erfolges kam es aber zur unerwarteten Trennung zwischen Michael Pfeiffer und der Alemannia. In der Führungsetage hatte man sich für einen Trainerwechsel entschieden und es kam zur Entlassung von Pfeiffer. „Ja, mein Vertrag wurde nicht verlängert. Unser damaliger Präsident Leo Führen wollte unbedingt Georg Stollenwerk, obwohl ich vor dem gewarnt hatte. Ein halbes Jahr später stand Alemannia auf einem Abstiegsplatz, ich sollte zurück. Das habe ich natürlich abgelehnt“, erklärte Pfeiffer rückblickend 2006 im Interview mit dem „kicker“.

 

 

Kurz nach seiner Trainerentlassung lagen ihm Angebote von Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund vor. Beide Offerten schlug Michael Pfeiffer jedoch aus, da er zunächst pausieren wollte. Für den ehemaligen Spielmacher sollten es aber die einzigen zwei Jahre als Bundesligatrainer sein. In der Saison 1973/74 übernahm er noch einmal das Amt des Cheftrainers bei Alemannia Aachen, die er aus der Regionalliga West in die neu gegründete 2. Bundesliga führte.

Meister in Tunesien – Lebensabend in Holland

Im September 1974 folgte jedoch erneut die Trainerentlassung. Weitere Stationen in der Trainerkarriere von Michael „Michel“ Pfeiffer waren Roda Kerkrade (1963-65), FK Pirmasens (1970/71), Austria Salzburg (1972), BSV Schwenningen (1963-65) und der tunesischen Klub CS Sfax (1980/81), mit dem er auf Anhieb Meister wurde.

Nach seinem Erfolg in Tunesien kam er direkt zurück und sagte „Schluss. Es war der richtige Zeitpunkt“. Damit endete sein Trainerkarriere! Er ließ sich im niederländischen Vaals nieder, wo er auch den Rest seines Lebens mit seiner Frau Christine verbrachte. Mindestens zwei Kinder und drei Enkel hatte Michael Pfeiffer, die ihn sicherlich auf Trab hielten. In seiner Freizeit hielt er sich mit Spaziergängen und dem Laufen fit. Bis ins hohe Alter war dies möglich, ehe der einstige Trainer am 2. Januar 2018 im Alter von stolzen 92 Jahren verstarb.


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