EWE Baskets verpassen FC Bayern erste Saisonpleite - Auch Serie von Vechta reißt

Kassierte mit dem FC Bayern die erste Saisonpleite in der BBL: Petteri Koponen

Bildquelle: Tuomas Vitikainen [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Basketballer des FC Bayern München haben nach 19 Siegen in der BBL ihre erste Saisonpleite kassiert. Der Titelverteidiger musste sich ausgerechnet bei Verfolger EWE Baskets Oldenburg geschlagen geben, die den Sieg erst in den letzten Sekunden perfekt machten. Auf ähnlich dramatische Art und Weise ist die Erfolgsserie von Aufsteiger Rasta Vechta gerissen, die sich im Thriller mit den Telekom Baskets Bonn geschlagen geben mussten.

Der Siegeszug des FC Bayern in der Basketball Bundesliga hat ein Ende gefunden. War die Weste des souveränen Tabellenführers nach 19 Spielen noch blütenweiß, wurde diese in einem spannenden Topspiel bei den EWE Baskets Oldenburg nun erstmals beschmutzt. Oldenburg triumphiert mit 83:82 und konnte somit den Rückstand auf die Münchner nach 20 Spielrunden auf 6 Punkte verkürzen.

13:27 - FC Bayern mit Horror-Startviertel

Während sich die gesamte Konkurrenz über die erste Saisonpleite der Bayern freuen dürfte, ist die Ursachenforschung hierfür schnell erledigt. Denn allen voran das katastrophale Startviertel war hauptverantwortlich für die Schlappe. Mit 13:27 lag der FCB, der sowohl offensiv und defensiv große Probleme hatte, gegen die dominant aufspielende Baskets nach dem ersten Abschnitt im Hintertreffen.

Doch danach lief der FC Bayern, der auf die angeschlagenen Stefan Jovic, Nihad Djedovic und Devin Booker verzichten musste, immer besser ins Spiel und konnte jedes der drei verbleibenden Viertel zu seinen Gunsten entscheiden. Zur Halbzeit konnten die Gäste auf 40:50 verkürzen und liefen nach dem Seitenwechsel richtig heiß.

Paulding versenkt Bayern in Schlusssekunden

Angetrieben von Nationalspieler Maodo Lo und dem Ex-NBA-Profi Derrick Williams brachte der Favorit den Rückstand immer mehr zum Schmelzen, bis man in der 36. Minute auf 73:75 herangekommen war. Die Bayern schienen das Momentum auf ihrer Seite zu haben und konnten in einer turbulenten und hochspannenden Schlussphase erstmals in Führung gehen. 90 Sekunden vor dem Ertönen der Sirene führten die Schützlinge von Trainer Dejan Radonjic mit 80:79, acht Sekunden vor dem Ende stand es 82:80 für die Roten.

Aber die EWE Baskets Oldenburg schlugen noch einmal zurück! Der erfahrene Rickey Paulding bewies in der Crunch-Time Nerven aus Stahl, verwandelte in den Schlusssekunden drei Freiwürfe und besiegelte damit die Niederlage der Münchner. Bester Punktelieferant für die Gastgeber war Will Cummings mit 20 Zählern, zudem hatten noch Vojdan Stojanovski (16) und Nationalspieler Philipp Schwethelm (15) maßgeblichen Anteil am Prestigesieg der Oldenburger. Auf Seiten der Bayern traf Petteri Koponen (18) am besten.

Drijencic: „Haben fast Unmögliches geschafft“

„Was soll man sagen? Wahrscheinlich haben wir fast Unmögliches geschafft. Das ist die beste Mannschaft in der Geschichte des FC Bayern“, freute sich Basketx-Coach Mladen Drijencic über den Coup. Sein Trainerkollege Radonjic sagte: „Eine Niederlage mit nur einem Punkt, aber darüber will ich jetzt nicht klagen.“

Gemäß des FC Bayern Basketball Spielplan geht es für den deutschen Meister am 22. Februar in der Euroleague mit dem schweren Auswärtsspiel bei Titelträger Real Madrid weiter.

Ulm jubelt doppelt

Besonders bei ratiopharm Ulm wird man die Bayern-Pleite in Oldenburg mit Freude zur Kenntnis genommen haben, da ihr Startrekord in der BBL mit 27 Siegen aus der Saison 2016/17 weiter Bestand hat. Zudem konnten die Ulmer am Donnerstagabend ihr Gastspiel bei s. Oliver Würzburg deutlich mit 99:77 (47:38) siegreich gestalten. In der Tabellen bleibt Ulm mit 22 Punkten Sechster, Würzburg liegt mit einer ausgeglichenen Bilanz von je zehn Siegen und Niederlagen auf dem 8. Rang.

Siegesserie von Rasta Vechta endet dramatisch

Derweil musste auch Rasta Vechta nach zuvor neun Siegen in Ligasiegen in Folge mal wieder ein Pleite verdauen. Der starke Aufsteiger lieferte sich vor heimischer Kulisse mit den Telekom Baskets Bonn einen echten Krimi, bei dem die Gäste nach zweimaliger Verlängerung mit 117:112 das bessere Ende für sich beanspruchten. Dennoch bleibt Vechta vorerst Dritter (30), Bonn (18) geht als Zwölfter in die Länderspielpause.

Beide Teams lieferten sich einen munteren Schlagabtausch mit Führungswechsel, erst in der Schlusssekunde traf Josh Young, der mit 23 Punkten Topscorer von Rasta Vechta war, mit zwei Freiwürfen zum 88:88-Ausgleich in der regulären Spielzeit. Nach der ersten Verlängerung stand es 100:100, sodass es im Rasta Dome den zweiten Nachschlag gab. Hier hatten die Bonner die größeren Kraftreserven und schnappten sich den hart erkämpften Sieg. Bester Werfer der Partie war der Bonner Josh Mayo mit 28 Punkten.


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