UFC Fight Night: Santos positioniert sich nach Sieg über Blachowicz für Titelkampf

Bericht UFC Fight Night Tschechien

Bildquelle: Betsson Polska [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Heute Nacht stieg UFC Fight Night: Jan Blachowicz vs. Thiago Santos in der O2 Arena in Prag, Tschechien. Es war das erste Mal, dass die UFC die Tschechische Republik bereiste. Entsprechend enthusiastisch waren viele der anwesenden Fans. Viele osteuropäische Kämpfer kamen zum Einsatz. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Hauptkampf, einem möglichen Eliminator, um einen neuen Top-Herausforderer im Halbschwergewicht festzulegen.

Insbesondere die mittleren MMA Gewichtsklassen waren gut vertreten, da hier die Dichte der UFC Kämpfer auf hohem Niveau besonders hoch ist. Dabei konnten vor allem einig aufsteigende Fighter glänzen, die der UFC neues Blut bescheren sollen.

Ismagulov mit einfachem Sieg, Ferreira überrascht Khabilov

Los gingen die Vorkämpfe im Leichtgewicht mit Kasachstans Damir Ismagulov (17-2) gegen Spaniens Joel Alvarez (15-1). Ismagulov war ab der ersten Runde klar überlegen. Er hatte die aktiveren Kopfbewegungen und war auf den Füßen mobiler. Schon früh gelang es ihm, seinen Jab zum Körper zu etablieren, wodurch auch entsprechende Finten wirksamer und Fäuste zum Kopf verfügbar wurden. Alvarez war demgegenüber zu statisch und auch taktisch zu einsilbig. Stattdessen ließ er sich auf einen Faustkampf ein, den er soweit klar verlor. Ismagulov war in jedem Punktekriterium (Volumen, Wirkungstreffer, Vorwärtsbewegung, Kontrolle etc.) überlegen. Runde zwei nahezu identisch.

Alvarez verlegte sich überwiegend aufs Kontern, gleichwohl er auf den Füßen nahezu entwaffnet schien. Worauf in drei Teufels Namen wartete er hier? Auch die Dritte sollte keine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage liefern. Alvarez, dessen Stärken auf der Matte lagen, ließ diesen Faustkampf einfach zu. Selbst als er mal die Distanz schloss und den In-Fight fand, fiel es ihm nicht im Traum ein, den Kampf auf den Boden zu bringen. Ein unumstrittener Punktsieg für Ismagulov war die Folge.

Ferreira per Punktentscheid zum Sieg

Auch der nächste Kampf eine Angelegenheit im Leichtgewicht. Überdies eines von vielen Aufeinandertreffen von Europäern und Brasilianern an diesem Kampfabend. Mit Russlands Rustam Khabilov (23-3) und Brasiliens Diego Ferreira (14-2) trafen zwei Kämpfer aufeinander, die beide mit intakten Siegesserien in diesen Kampf gingen. Wer würde hier den nächsten Schritt gehen? Nach Runde eins sah es eher nach Diego Ferreira aus. Der Brasilianer hatte sowohl das Volumen als auch die Mehrzahl der Kopftreffer auf seiner Seite. Khabilov zu versteift darauf, den offensiven Brasilianer zu kontern. Eine bedenkliche Strategie gegen einen aggressiven Gegner. Vor allem da Khabilov selber oft die Distanz in seinen Kämpfen geht. Doch permanent auf den Fersen und im Rückwärtsgang konnte er kaum die Punktrichter überzeugen. Auch ringerisch konnte Khabilov Ferreira nicht stellen.

Zwar landete er im Laufe des Kampfes mehrfach Takedowns, doch Ferreira war dank eines super Scrambles immer nahezu direkt wieder auf den Beinen. Am Ende der Ersten konterte Ferreira einen Takedown besonders gekonnt, als er plötzlich mit einer Kruzifix Position den Rücken von Khabilov nahm, sodass dieser am Ende der Ersten von der Ringglocke gerettet wurde. Denn Ferreira hatte bereits einen Choke angebracht! Letztlich wurde es eine Punktentscheidung zugunsten von Ferreira, der hier einfach den Kampf bestimmen konnte und auch deutlich mehr Output und Treffer verbuchen konnte. Zwar wäre er durchaus zu kontern gewesen. Doch Khabilov nicht mit den Mitteln, das wirklich auszunutzen.

Naurdiev gelingt der Upset, Hadzovic siegt klar

Der nächste Kampf führte ins Weltergewicht. Brasiliens Michel Prazeres (26-2) gegen Österreichs Ismail Naurdiev (17-2). Ein knüppelhartes UFC-Debüt für Naurdiev, eingedenk der immensen Schlagkraft von Prazeres und dessen Form. Immerhin ging der Brasilianer mit acht Siegen in Serie in diesen Kampf! Doch Naurdiev möglicherweise mit dem Vorteil der Jugend, da er mit seinen 22 Lenzen 15 Jahre jünger war als der 37-jährige Prazeres. Michel Prazeres versuchte schon früh, den größeren, jüngeren Naurdiev auf die Matte zu bringen. Doch der junge Österreicher zeigte eine sensationelle Takedown Abwehr – insbesondere gegen den Zaun. Auf den Beinen droht er vor allem mit Kicks. Schließlich war es ein Kick, der im Oberstübchen von Prazeres einschlug. Der wohl entscheidendste Moment der ersten Runde. Der junge Österreicher außerdem mit starker Bodendefensive. Selbst als er in den ersten beiden Runden am Boden landete, konnte er mehr als einmal den Spieß umdrehen, als er mit Scrambles und Sweeps aus der Guard selber die Top Control erstreiten konnte.

Allerdings waren beide Kämpfer ab Runde zwei sichtbar ermüdet, sodass der Output eher gering ausfiel. Insbesondere in Clinches gegen den Zaun dauerte es meist nicht lange, bis es wegen Inaktivität Pfeifkonzerte der Zuschauer und Ermahnungen des Ringrichters gab. Der Kampf in dieser Phase zäh. Doch Naurdiev zeigte in seiner Takedown Abwehr weiterhin gute Balance. Selbst als Prazeres es dann in Runde drei noch mal schaffte, Top Control zu erlangen, dauerte es nicht lange, bis Naurdiev die Angelegenheit drehte und selbst obenauf war. Dort ging er dann müde aber entschlossen zu Werke, um hier einen großartigen Außenseitersieg auf den Punktzetteln klarzumachen! Willkommen bei der UFC!

Anschließend kehrte die Action ins Leichtgewicht zurück. Polo Reyes (8-5) aus Mexiko gegen Bosniens Damir Hadzovic (12-4). Die erste Runde verlief relativ knapp. Beide zunächst sehr taktisch und recht kompakt auf den Beinen. Hadzovic mit den schnelleren Händen, Reyes dafür aggressiver und mit mehr Volumen. Hadzovic allerdings ringerisch im Vorteil am Ende der Ersten, als er einen Takedown landete. In der Zweiten ging er nach kurzer Zeit wieder dazu über und brachte den Kampf abermals auf die Matte. Hier erlangte er sehr schnell eine Full Mount Position und zwang den Mexikaner schließlich, ihm den Rücken zuzuwenden. Nach einigem Ground and Pound, auf das Reyes keine richtige Antwort hatte, resultierte der TKO.

Robertson und Fishgold mit Aufgabesiegen

Weiter ging es mit dem Fliegengewicht der Frauen. Die Amerikanerin Gillian Robertson (5-3) traf auf die Venezolanerin Veronica Macedo (5-2-1). Hier gab es ein klassisches Style-Match. Macedo war auf den Beinen agiler und drohte vor allem mit einigen guten Kicks, die von ihrem Taekwondo Hintergrund herrührten. Robertson war demgegenüber wild entschlossen, Aufgabegriffe zu forcieren. Dies ging zwar auf Kosten ihrer Arbeit auf den Beinen, wo Macedo sieh ungefähr im Verhältnis 10 zu 1 häufiger traf. Doch brachte Robertson den Kampf auch immer wieder zu Boden, wo Macedo sich jedoch immer wieder mit Sweeps und Scrambles zur Wehr setzte. Doch in Runde zwei konnte Robertson sich mit einem sensationellen Sweep ihrerseits eine hohe Mount Position sichern, schließlich den Rücken nehmen und letztlich den Rear Naked Choke landen. Macedo musste abklopfen!

Der nächste Kampf führte ins Federgewicht, wo der Schwede Daniel Teymur (6-2) auf Englands Chris Fishgold (17-2-1) traf. Fishgold sofort auf der Jagd nach dem Takedown und fast hätte er ihn sogleich bekommen, doch Teymur hielt sich am Zaun fest, wofür der Ringrichter Herb Dean ihm vollkommen zu Recht einen Punkt nahm. Teymur hatte hier klar den Takedown unterbunden! Danach ging die erste Runde lebhaft hin und her. Fishgold nach wie vor mit dem Plan, den Kampf auf die Matte zu bringen und diesen ringerisch zu bestimmen, was ihm über weite Strecken auch gelang. Dennoch gab es auch eine Phase, in der er selber am Boden war und schwer kassieren musste. Und auch auf den Beinen konnten beide einander schwer treffen. Zum Ende der Ersten wäre Teymur beinahe einer Armbar zum Opfer gefallen, doch er konnte die Zähne zusammenbeißen und klopfte nicht ab, sodass er die zweite Runde sah. Die ging dann jedoch nicht lange, denn Fishgold fand wieder rasch den Weg auf die Matte, nahm den Rücken und landete den Rear Naked Choke. Teymur war ausgestreckt auf dem Bauch. Für ihn gab es diesmal kein Entrinnen, sodass die Aufgabe früh in Runde zwei resultierte!

Last Second Knockout für Grant, Ankalaev siegt nach Punkten

Der letzte Vorkampf wurde im Weltergewicht ausgefochten, wo der Amerikaner Dwight Grant (8-2) auf Italiens Carlo Pedersoli (11-2) traf. Pedersoli übrigens der Enkel von Bud Spencer! Eine Angelegenheit, die rein auf den Beinen ausgetragen wurde. Pedersoli Rechtsausleger, Grant Linksausleger. Entsprechend begegneten sich die Beiden mit offenem Visier. Pedersoli versuchte zwar mehr als einmal, den Kampf auf die Matte zu bringen, doch Grant machte ihm das Leben mit einem klasse Sprawl schwer. Völlig überraschend landete Grant in einem bis dahin ausgeglichenen Kampf in der letzten Sekunde der ersten Runde einen TKO-Sieg. Er konterte einen High Kick von Pedersoli mit einer Rechten, der Pedersolis Mundstück quer durch das Octagon sendete! Folgenden Schlägen zum Boden hatte der benommene Pedersoli keine intelligente Verteidigung mehr entgegenzusetzen, sodass der Kampf zwar denkbar knapp aber auch vollkommen zu Recht in der letzten Sekunde der ersten Runde gestoppt wurde. Bitter für Pedersoli!

Die Main Card startete im Halbschwergewicht. Klidson Abreu (14-2) aus Brasilien gegen Russlands Magomed Ankalaev (10-1). Der Kampf startete zunächst im Clinch gegen den Zaun. Beide mit großem Zutrauen in ihre ringerischen Fähigkeiten. Doch auch auf den Beinen konnten beide einander mit klaren Treffern Respekt abnötigen. Doch als Abreu gerade zu einem Takedown Versuch abtauchte, traf ihn ein Haken von Ankalaev genau auf die Nase, die danach sichtbar gebrochen war. Folglich nahm Ankalaev den Kampf auf die Matte und konnte die Erste durch diese späte Top Control für sich entscheiden. Abreu natürlich nun mit einem logischen Ziel im Gesicht, da seine Nase unübersehbar gebrochen war. Der Brasilianer fand fortan nicht mehr so recht in den Kampf zurück. Ankalaev blieb kompakt und ließ sich auch ringerisch nicht überwinden. Er landete letztlich etwa doppelt so viele signifikante Treffer und konnte den Kampf souverän über die Distanz gewinnen.

Yan empfiehlt sich, Carmouche taktiert sich zum Sieg

Weiter ging es im Bantamgewicht mit dem Amerikaner John Dodson (21-10) gegen Russlands Petr Yan (11-1). Dies ein Kampf zwischen zwei extrem mobilen und schnellen Bantamgewichten. Der körperlich größere Yan jedoch mit der offensiven Initiative. Er verstand es gut, das Zentrum zu kontrollieren und den Käfig kleinzumachen, um Dodson so immer wieder teilweise zu stellen. Doch Dodson punktuell immer wieder im Konter nicht ungefährlich, da er auch mit 34 Jahren immer noch schnell war. Dies zeigte sich in Runde zwei, als er einen Niederschlag landete, doch zum Ende der Zweiten war es Yan, der richtig Druck machte und mehrere klare Treffer landete, die Dodson erschütterten. Yan mit einer sensationellen Fähigkeit, den Käfig richtig kleinzumachen! Dodson fast die ganze Zeit außen und immer mit dem Rücken nah am Zaun. Diesem Druck drohte Dodson in Runde drei mehrfach nachzugeben. Letztlich hielt er jedoch bis zum Schluss durch. Doch am klaren Punktsieg von Petr Yan, der in dieser Bantamgewichts-Division für Größeres berufen zu sein scheint, gab es nichts zu rütteln!

Als Nächstes stand ein Kampf im Fliegengewicht der Frauen an. Tschechiens Lucie Pudilova (8-3) gegen UFC-Veteranin Liz Carmouche (12-6) aus den USA. Carmouche auch im rüstigen Alter von 35 Jahren immer noch eine der athletischsten Frauen in der UFC. Und das, obwohl sie im ersten Frauen-Kampf überhaupt in der UFC involviert gewesen war. Hier wurde sogleich eine Abnutzungsschlacht gegen den Zaun zelebriert. Pudilova deutlich größer und länger. Doch Carmouche verlor nicht viel Zeit, schloss die Distanz und drückte ihre Kontrahentin gegen den Zaun, wo die Runde ringerisch ausgefochten wurde. Carmouche nahm aufgrund der Kontrolle wohl die erste Runde. Die Zweite konnte sich Pudilova sichern, da sie in der Zweiten mehr Druck machte und Carmouche lange wartete, ehe sie wieder die Distanz schloss, was ihr dann allerdings auch mit einem klaren Takedown gelang. Doch konnte Pudilova die Runde selber in Top Control beenden, nachdem sie sich mit ihren langen Beinen gegen den Käfig abstützen und Carmouche dadurch die Top Control abnehmen konnte. Allerdings landete Pudilova auf den Beinen nicht besonders viel.

Auch die dritte Runde war von ähnlicher Beschaffenheit. Carmouche ließ sich Zeit auf den Beinen und lungerte knapp außerhalb der wirkungsvollen Reichweite der langen Pudilova herum, wodurch diese zwar wesentlich aktiver war, jedoch kaum traf. Als Carmouche den Kampf dann herunternahm, nachdem sie einen Kick von Pudilova abfangen konnte, drohte sie mit einem Heel Hook, den Pudilova erst nach einigen Mühen abwehren konnte. Der Kampf endete schließlich mit einer Entscheidung zugunsten von Carmouche. Pudilova war einfach zu ineffizient in diesem Kampf und hatte allein auf ihr Volumen vertraut!

Oleksiejczuk mit KO gegen den Körper, Struve möglicherweise vor Karriereende

Weiter ging es im Halbschwergewicht mit Gian Villante (17-10) aus den USA gegen den Polen Michal Oleksiejczuk (12-2-1). Hier sollte der Kampf nicht aus der ersten Runde kommen. Von Anfang an übernahm Oleksiejczuk die Mitte und agierte sehr mobil. Der Kopf in steter Bewegung, um den hart zuschlagenden Villante kein Ziel zu bieten. Villante sichtbar mit Problemen, auch wenn seine Power phasenweise aufblitzte. Doch letztlich wurde Villante durch einen astreinen Körpertreffer im Leberbereich gefällt, den er während eines Schlagabtauschs als Konter einstecken musste und der ihn eiskalt erwischte. Der KO resultierte. Ein beeindruckender Sieg für Oleksiejczuk in seinem nur zweiten UFC-Kampf!

Der Co-Main Event war eine Angelegenheit im Schwergewicht. Hollands Stefan Struve (32-11) traf auf Brasiliens Marcos Rogerio De Lima (16-6-1). Der über zwei Meter große Struve der Gigant im UFC Schwergewicht! Allerdings war er in der Vergangenheit immer wieder anfällig gegen Gegner, die schnell die Distanz schließen konnten. Da war auch dieser Kampf keine Ausnahme. Denn sogleich setzte es eine rechte Klebe, die den Titanen fällte. De Lima über die gesamte erste Runde in Top Control. Struve mit dem Scheitel gegen den Zaun. So haben schon mehrere Niederlagen für ihn angefangen. Doch Struve hielt durch, gleichwohl er in Runde eins nur kassieren musste. In Runde zwei suchte De Lima da weiterzumachen, wo er aufgehört hatte. Direkt drängte er Struve gegen den Zaun und schenkte ihm zwei zum Kopf ein. Doch konnte der gewaltige Hüne den Clinch drehen und De Lima zu Boden bringen.

Plötzlich war es ein ganz anderer Kampf! Denn in Top Control ist die Länge von Stefan Struve immer wieder eine oft unterschätzte Waffe. Insbesondere weil sie ihm die Möglichkeit eröffnet, aus der Top Control Aufgabegriffe zu realisieren, die Leuten mit kürzeren Gliedmaßen nicht in der Form offenstehen. So geschah es auch gegen De Lima, den Struve aus der Mount Position mit einem Arm Triangle erwischte und zum Abklopfen zwang! Anschließend kündigte Struve an, dass dies möglicherweise sein letzter Kampf war. Vor etwas mehr als fünf Jahren war er nach einer Herzerkrankung in die UFC zurückgekehrt. Damals wollte er sich selber noch fünf Jahre geben. Ein emotionaler Stefan Struve informierte nun darüber, dass sich dieser Sieg wie der richtige Zeitpunkt anfühlte, um aufzuhören.

Santos und Blachowicz mit einem taktisch interessanten Kampf

Der Hauptkampf stand nun an: Brasiliens Thiago Santos (20-6) gegen Polens Jan Blachowicz (23-7). Der Sieger dieses Kampfes könnte sehr wohl gegen den Sieger von Anthony Smith gegen Jon Jones (nächste Woche bei UFC 235) um des Halbschwergewichts-Titel der UFC kämpfen! Der Kampf auf fünf Runden angesetzt. Santos ein Mann mit echtem Killer-Instinkt auf den Füßen. Blachowicz ein Aufgabespezialist mit guter Führhand. Es entwickelte sich ein ansprechender Kampf, in dem Blachowicz sehr diszipliniert agierte und seine Distanz nah genug wahrte, um nicht die großen Kicks von Santos zuzulassen, aber auch nicht so nah dran war, dass Santos ihn mit seinen schweren Händen ohne Weiteres treffen konnte. Sehr wichtig, denn Santos schmiss alles mit Wucht! Im Gegenzug konnte Santos einen Takedown abwehren und landete im Break fast einen schweren Treffer, dem Blachowicz nur knapp entging. Enge erste Runde!

Die zweite Runde verlief ebenfalls ausschließlich auf den Beinen. Beide mit guten Treffern. Allerdings war das Pacing des Kampfes mehr im Sinne von Blachowicz, der die Distanz ähnlich wie in Runde eins gestalten konnte. Doch gemessen an signifikanten Treffern gaben sich beide nichts. In Runde drei endete der bis dahin extrem ausgeglichene Kampf jedoch abrupt, als Blachowicz sich entschied, plötzlich nach vorne zugehen und dabei eine Rechts-Links-Kombination von Santos eingeschenkt bekam, die ihn auf die Bretter beförderte. Santos stürzte sich sofort auf ihn und haute Hammerfäuste in Hochfrequenz heraus. Sehr ironisch, dass der Kampf so endete, denn solche offensiven Anstürme wie jener, der Blachowicz letztlich den Sieg kostete, waren sonst eigentlich Sache von Santos.


UFC

Werbung