SG Flensburg feiert Sieg - Rhein-Neckar Löwen straucheln in Wetzlar

23. Spieltag Handball Bundesliga Bericht

Bildquelle: Michael Frey (Michael Frey) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Talfahrt der Rhein-Neckar Löwen findet am 23. Spieltag der Handball Bundesliga ihre Fortsetzung. Die Mannheimer patzten erneut und kamen bei der HSG Wetzlar nicht über ein Remis hinaus. Besser machte es Flensburg, die sich allerdings beim knappen Pflichtsieg gegen Schlusslicht Nordhorn nicht mit Ruhm bekleckerte. Derweil darf sich Christian Zeitz über ein erfolgreiches Bundesliga-Comeback freuen. Mit dem TBV Stuttgart glückte dem Routinier eine faustdicke Überraschung in Melsungen.

Die Rhein-Neckar Löwen befinden sich weiter im Formtief. Der Meister von 2016 und 2017, der auf seinen grippeerkrankten Uwe Gensheimer verzichten musste, kam bei der HSG Wetzlar nicht über ein Unentschieden hinaus. Am Ende einer engen Partie in der ausverkauften Rittal Arena stand es 27:27 (17:18). Sekunden vor dem Abpfiff vergab der Schwede Jerry Tollbring mit dem letzten Wurf des Spiels den Sieg für die Löwen. Unterm Strich haben sich die aufopferungsvoll kämpfenden Hausherren den Zähler redlich verdient.

Löwen verlieren Saisonziel immer mehr aus Augen

Dabei konnte die HSG zu Beginn der zweiten Hälfte auf 21:18 davonziehen (38.) und schnupperte kurzzeitig am nächsten Coup. Doch die Gäste aus Mannheim steckten nicht auf und konnten das Spiel zwischenzeitlich drehen und mit 25:23 in Front gehen. Am Ende war die Punkteteilung absolut leistungsgerecht.

Während HSG Wetzlar weiter auf einer Euphoriewelle schwimmt und nur eine Pleite in den letzten sechs HBL-Partien kassierte (4 Siege, 1 Unentschieden), geben die Rhein-Neckar Löwen Fragezeichen auf. Fünf der vergangenen acht Bundesligaspiele konnte die Truppe von Trainer Kristian Andresson nicht gewinnen und musste vier Niederlagen in dieser Zeitspanne schlucken. Der Druck auf den isländischen Coach nimmt weiter zu, zumal die Löwen ihrem selbstaufgerufenen Saisonziel immer mehr hinterherhinken. Der Rückstand des Tabellensechsten auf den anvisierten 2. Platz beträgt bereits sieben Punkte!

Meister Flensburg mit Arbeitssieg gegen Schlusslicht Nordhorn

Keine Blöße gab sich dagegen die SG Flensburg-Handewitt. Allerdings hatte der Titelkandidat mit der HSG Nordhorn-Lingen mehr Mühe als erwartet. Vor heimischer Kulisse setzte sich der turmhohe Favorit letztlich knapp mit 29:27 (16:13) gegen das abgeschlagene Schlusslicht durch, musste aber bis zum Schluss um den Pflichtsieg bangen.

In der Tabelle der HBL hat Flensburg mit seinem fünften Erfolg und 35. Bundesliga-Heimsieg in Serie nach Pluspunkten nun mit Tabellenführer und Erzrivalen THW Kiel gleichgezogen (beide 36). Allerdings hat die SG ein Spiel mehr absolviert als der Rekordmeister.

Glandorf mit der Entscheidung

Flensburg zeigte insgesamt einen pomadigen Auftritt und wusste nur während eines kurzen Zwischenspurts in der ersten Hälfte, als die Gastgeber auf 11:6 stellten (21.), zu überzeugen. Ansonsten ließ der amtierende Meister die Zügel schleifen, was sich in der Schlussphase fast gerächt hätte. Denn als Nordhorn, die in fremder Halle noch ohne jeglichen Punktgewinn sind, fünf Minuten vor Schluss durch einen Treffer von Patrick Miedema den Rückstand auf 25:26 verkürzten, lag in der „Hölle Nord“ plötzlich eine Sensation in der Luft.

 

 

Doch ausgerechnet Flensburg-Routinier Holger Glandorf, der zwischen 2001 bis 2009 für Nordhorn aktiv war, sorgte in der letzten Minute mit seinem Tor zum 29:27-Endstand für die endgültige Entscheidung. Erfolgreichster Torschütze der SG Flensburg-Handewitt war Marius Steinhauser mit sieben Toren (3 Siebenmeter). Doch der Topscorer der Partie spielte auf der anderen Seite. Pavel Mickal netzte achtmal für Nordhorn ein.

Auch dank Zeitz: TBV Stuttgart gelingt Überraschungssieg

Für die größte Überraschung am Donnerstagabend sorgte der TVB Stuttgart. Den abstiegsbedrohten Schwaben glückte bei der MT Melsungen ein überraschender 26:21 (13:9)-Auswärtssieg. Im Fokus stand dabei natürlich das Comeback von Christian Zeitz.

Stuttgart hatte den 39-jährigen Rückraumspieler, der zuletzt für den Drittligisten SG Nußloch spielte, kurzfristig verpflichtet und dieser konnte sich dreimal in die Torschützenliste eintragen. „Es lief ganz gut, am Ende habe ich ein, zwei versemmelt, aber das war der Nervosität geschuldet“, erklärte Zeitz nach seiner erfolgreichen Rückkehr im deutschen Handball-Oberhaus. Am treffsichersten auf Stuttgarter Seite war jedoch Patrick Zieker mit sechs Toren. Für den Tabellensiebten aus Melsungen, die zuvor viermal in Folge siegreich waren, steuerte Marino Maric (4) die meisten Treffer bei.

Balingen verliert - Göppingen bezwingt BHC deutlich

Der TBV Stuttgart hat sich mit dem dritten Auswärtserfolg der Saison etwas Luft im Tabellenkeller verschafft und tauschten mit HBW Balingen-Weilstetten (beide 15 Pluspunkte) die Plätze. Die Stuttgarter sind nun 15.

Für Aufsteiger Balingen gab es beim HC Erlangen nichts zu holen. Am Ende musste sich der Underdog deutlich mit 27:32 (13:17) geschlagen geben. Auch das Duell der Tabellennachbarn Frisch Auf Göppingen gegen Bergischer HC hatte einen eindeutigen Sieger. Göppingen behielt mit 28:22 (13:13) die Oberhand und darf sich ebenfalls über wertvolle Punkte im Klassenkampf freuen. Dabei fanden die Schwaben zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Nach neun Minuten stand es 2:8 und auch nach 22 Minuten war an einen Heimsieg angesichts einen 8:13-Rückstands nicht zu denken. Doch vor allem im zweiten Durchgang konnte Frisch Auf ordentlich zulegen und erfolgreich den Kopf aus der Schlinge ziehen. Auch, weil Kreisläufer Kresimir Kozina mit sieben Toren zuverlässig traf.


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