Souveräne Siege für Flensburg & THW Kiel! Auch Löwen & Magdeburg siegreich

25. Spieltag Handball Bundesliga Infos

Bildquelle: Marseille77 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Im spannenden Meisterkampf der Handball Bundesliga gaben sich die Top-Teams am 25. Spieltag keine Blöße. So konnten sowohl der THW Kiel als auch die SG Flensburg-Handewitt die erwarten Siege einfahren. Auch die Rhein-Neckar Löwen entführten bei Schlusslicht Coburg mit mehr Mühe als gedacht die vollen Punkte. Zudem machte der SC Magdeburg mit Nordhorn kurzen Prozess, während der TBV Lemgo Lippe im Derby gegen GWD Minden triumphierte.

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der HBL wieder die Tabellenführung vom Dauerrivalen THW Kiel übernommen. Die Auswahl von Trainer Maik Machulla setzte sich am Sonntag souverän gegen den SC DHfK Leipzig mit 29:23 durch. Bereits zur Halbzeit führte die SG komfortabel mit 13:8 und ließ im zweiten Durchgang nichts anbrennen.

Überragender Gottfridsson führt Flensburg zum Sieg

Ihren Matchwinner hatten die Norddeutschen in Jim Gottfridsson. Der schwedische Nationalspieler glänzte nicht nur als Torschütze und war mit acht Treffern bester Werfer der Flensburger. Darüber hinaus überragte Gottfridsson gegen Leipzig, die weiter im gesicherten Mittelfeld liegen als exzellenter Spielgestalter mit viel Übersicht. Sechs Assists sind Beweis genug. Der 28-Jährige ist nicht umsonst mit nunmehr 109 Assists der mit Abstand beste Vorlagengeber der Liga.

Außerdem konnte die SG Flensburg-Handewitt ihre eindrucksvolle Heimserie ausbauen und blieb auch im 48. Heimspiel in Folge (47 Siege) ungeschlagen. Einzig die TBV Lemgo Lippe konnte beim Machulla-Team einen Punkt entführen. Mit ihrem 18. Sieg im 21 Ligaspiel haben die Flensburger auch wieder Platz eins vom THW Kiel zurückerobern und führen das Klassement mit 38:4 Zählern an.

THW Kiel dreht gegen Recken in zweiter Hälfte auf

Der Tabellendritte THW Kiel (37:5 Punkte) war bereits am Samstag im Einsatz und feierte bei der TSV Hannover-Burgdorf einen letztlich ungefährdeten 35:29-Auswärtssieg. Allerdings tat sich der amtierende Meister und Rekordchampion gegen den Underdog vor allem im ersten Durchgang schwer. Die gastgebenden Recken agierten auf Augenhöhe, verlangten den Zebras alles ab und so ging es mit 16:16 in die Pause.

Doch nach dem Wechsel drehten die Kieler auf und Halbzeit zwei ging deutlich mit 19:13 an den haushohen Favoriten. Für die Mannschaft von Trainer Filip Jicha netzte der schwedische Weltmeister Niclas Ekberg mit neun Treffern am häufigsten ein. Doch auch der norwegische THW-Superstar Sander Sagosen zeigte mit je sechs Toren und Vorlagen eine starke Vorstellung.

Löwen siegen mit Mühe bei Schlusslicht Coburg

In der Handball Bundesliga Tabelle drängten sich die Rhein-Neckar Löwen am 25. Spieltag zwischen Spitzenreiter Flensburg und Kiel auf den 2. Platz. Wobei die Mannheimer aber auch schon fünf Spiele mehr als die beiden großen Titelaspiranten aus dem hohen Norden auf dem Konto haben und wohl kaum ernsthaft noch ins Meisterrennen eingreifen werden. Bei Schlusslicht HSC 2000 Coburg gab es zwar einen 31:28-Pflichtsieg, für den sich die Löwen allerdings gewaltig strecken mussten.

Die Mannschaft des zum Saisonende scheidenden Übungsleiter Martin Schwalb tat sich ohne ihren verletzten Linksaußen Uwe Gensheimer, der aufgrund einer Meniskus-OP für einige Wochen nicht zur Verfügung steht, gegen den krassen Außenseiter lange Zeit schwer. Nach ausgeglichenen ersten 30 Minuten und einer knappen 14:13-Halbzeitführung, konnten sich die Rhein-Neckar Löwen erst durch einen 4:0-Lauf etwas absetzen.

Erfolgreichster Torschütze für die Gäste aus Mannheim war mal wieder Torgarant Jerry Tollbring mit acht Buden. Für Aufsteiger Coburg, bei denen angesichts von sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer langsam die Lichter ausgehen, trafen Milos Grozdanic und Tobias Varvne je sechsmal ins Schwarze.

SC Magdeburg siegt mühelos mit torhungrigem Magnusson

Mit der SC Magdeburg erfüllte am 25. Spieltag der Liqui Moly Handball Bundesliga ein weiterer Favorit seine Hausaufgaben. Die Ostdeutschen behielten bei der HSG Nordhorn-Lingen klar mit 33:26 die Oberhand. Bereits zur Halbzeit stellten die Gäste die Weichen auf Sieg und lagen deutlich mit 16:11 in Front. Den Vorsprung brachte das Team von Trainer Bennet Wieger mühelos über die Zeit und spricht als Tabellenvierter mit 36:12 Punkten weiter ein gewichtiges Wörtchen bei der Vergabe der Europapokalplätze mit.

Großen Anteil am Sieg der Magdeburger, die nur eins der letzten 16 Ligaspiele verloren, hatte Omar Ingi Magnusson. Der isländische Neuzugang, der sich für den SCM als echter Glücksgriff entpuppte, markierte zwölf Tore - persönliche Saisonbestwert. Neben vier Feldtoren bewies Magnusson allen voran von der Linie starke Nerven und verwandelte alle acht Siebenmeter!

Nordhorn-Lingen, die in Georg Pöhle mit sieben Toren ihren erfolgreichsten Werfer hatten, ist dagegen durch die Pleite in die Abstiegszone gerutscht. Mit einer Bilanz von 12:38 Punkten rangieren die Niedersachsen als Tabellen-17. auf dem ersten der vier Abstiegsplätze.

TBV Lemgo bezwingt Minden im Derby

Darüber hinaus trafen sich der TBV Lemgo Lippe und TSV GWD Minden zum prestigeträchtigen Ostwestfalenderby. Mit dem besseren Ausgang für die Hausherren, die mit 29:27 (16:14) siegten. Für die Lemgoer war es das erste Match nach langer Quarantäne, das lange Zeit spannend und offen verlief. Für die Entscheidung sorgte Jonathan Carlsbogard. Der 25-jährige Schwede markierte mit seinem letzten seiner insgesamt sechs Toren den 29:27-Endstand.

Lemgo hat somit drei der letzten vier Derby zu seinen Gunsten entschieden, wobei sich Truppe von Trainer und Ex-Weltmeister Florian Kehrmann in der Tabelle als Zehnter jenseits von Gut und Böse bewegt. Anders die Gemengelage bei Minden, die jetzt nur noch zwei Plätze und vier Zähler von der Abstiegszone trennen.

HSG Wetzlar siegt überraschend deutlich in Stuttgart

Die HSG Wetzlar konnte derweil beim TVB Stuttgart einen überraschend deutlichen Sieg bejubeln. Die Hessen triumphierten auswärts in der Stuttgarter Scharrena mit 31:24. Eine Vorentscheidung war bereits zur Halbzeit gefallen, gingen die Gäste doch mit einer 18:12-Führung in die Kabine. Stefan Cavor war für die HSG der Matchwinner. Schließlich beförderte der Rückrauspieler neun seiner insgesamt elf Wurfversuche in die TVB-Maschen.

In der Tabelle ist Wetzlar als Achter im Dunstkreis der internationalen Startplätze, während der TVB 1898 Stuttgart auf Platz 13 im Niemandsland der HBL Tabelle herumdümpelt. Abstiegssorgen machen sich am Neckar aber angesichts von neun Punkten Abstand zur roten Zone nicht breit.


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