Darts-WM: Van Gerwen souverän weiter - Wade & Hopp überraschend raus

Van Gerwen bei Darts-WM 2020 weiter - Hopp & Wade ausgeschieden

Bildquelle: Sven Mandel [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Michael van Gerwen hält bei der Darts-WM in London weiter Kurs auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Der Weltmeister setzte sich souverän mit 4:0 gegen Richy Evans durch und steht im Achtelfinale. Dagegen ereilte überraschend James Wade das Aus, der sich Underdog Steve Beaton geschlagen geben musste. Auch Deutschlands Hoffnungsträger Max Hopp musste vorzeitig die Segel streichen, während Englands neue Darts-Heldin Fallon Sherrock im Ally Pally weiter für Furore sorgte.

Top-Favorit Michael van Gerwen gab sich in der 3. Runde der Darts-WM keine Blöße. Dem Niederländer reichte eine solide Leistung für einen deutlichen 4:0-Sieg gegen Richy Evans und bekommt es im Achtelfinale nun mit dessen englischen Landsmann Stephen Bunting zu tun. Doch so deutlich, wie das Ergebnis vermuten lässt, war die Angelegenheit keinesfalls. Denn mitunter ging es in den Sätzen äußerst eng zur Sache.

Van Gerwen peilt vierten WM-Titel an

So auch im Auftaktsatz, den „MvG“ mit 3:2 zu seinen Gunsten entschied. Kam Set eins noch ohne Break aus, schnappte sich van Gerwen im zweiten Satz das erste Break im Match. Der 30-Jährige entschied bei Anwurf von Evans das zweite Leg und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Trotz 0:2-Satzrückstand steckte „Rapid“ Evans aber keinesfalls auf. Und im dritten Durchgang hatte der Außenseiter beim Stand von 2:2 die Chance den Satz zu gewinnen, aber Evans vergab gleich mehrere Setdarts.

Van Gerwen, der es insgesamt auf einen ordentlichen Drei-Dart-Average von 96,75 Punkten und starker Doppelquote von 40,74 Prozent brachte, machte im vierten Satz alles klar und kann im Gegensatz zu überraschend vorzeitig gescheiterten Titelkandidaten wie Rob Cross und Michael Smith weiter vom WM-Titel träumen. Nach 2014, 2017 und 2019 wäre es bereits die vierte Krönung für „Mighty Mike“.

Wade scheitert überraschend an „Bronzed Adonis“

Mit James Wade hatte sich am Sonntag bereits ein weiterer Kandidat aus dem engeren Kreise der Titelanwärter verabschiedet. Der an Acht gesetzte Engländer zog überraschend gegen seinen Landsmann Steve Beaton den Kürzeren, der das Drittrunden-Match mit 4:2 gewann. Zwar verbuchte „The Machine“ Wade einen höheren Punkteschnitt pro Aufnahme als sein Kontrahent, aber insgesamt fand er nicht seinen Rhythmus. Unterm Strich war die schlechte Doppelquote von 32,35 Prozent ausschlaggebend für Wades Pleite.

Der Darts-Routinier Beaton, bewies hingegen starke Nerven und Gelassenheit. Die ersten beiden Sätze holte sich der 55-Jährige, wobei Wade im zweiten Set gleich drei Satzdarts vergab, was sich rächen sollte. In den folgenden drei Sätzen konnte sich stets der Spieler mit Anwurf durchsetzen. Mit seinem zweiten Break im sechsten Satz machte „The Bronzed Adonis“ Beaton den Deckel drauf.

 

 

Huybrechts mit nächster Überraschung - Hopp fliegt raus

Im dritten Spiel der sonntägigen Abendsession behielt der Belgier Kim Huybrechts im Duell mit Danny Noppert aus den Niederlanden mit 4:2 die Oberhand. Damit eliminierte Huybrechts den nächsten gesetzten Akteur aus dem Turnier, nachdem er zuvor Ex-Weltmeister Cross ausschaltete. Mit dem formstarken Huybrecht ist bei der diesjährigen Darts Weltmeisterschaft definitiv zu rechnen.

Max Hopp blieb derweil hinter den Erwartungen und hat auch im siebten Anlauf das Achtelfinale im Ally Pally verpasst. Der Deutsche verlor sein Match gegen Außenseiter Darius Labanauskas überraschend mit 2:4. Zwar konnte Hopp noch Satz eins gewinnen, anschließend schlichen sich aber zu viele Ungenauigkeiten in sein Spiel, was der Lette eiskalt bestrafte. Labanauskas trifft am Freitag in der Runde der letzten 16 auf Beaton.

Somit ruhen die Hoffnungen der deutschen Fans auf Nico Kurz. Der 22-jährige Turnier-Debütant hält in London die deutsche Fahne hoch, hat aber in Runde drei mit Junioren-Weltmeister Luke Humphries aus England eine hohe Hürde vor der Brust.

Darts-Heldin Sherrock sorgt weiter Furore

Für reichlich Furore sorgt derweil Fallon Sherrock! Die Engländerin schreibt weiterhin ihr persönliches WM-Märchen und setzte sich am Samstag in ihrem Zweitrundenmatch sensationell gegen Mensur Suljovic mit 3:1. Vor allem ihre Quote auf die Doppelfelder war mit 68,75 Prozent überragend, während der Österreicher - Nummer elf der Welt - beim Checkout nur jeden dritten Wurf ins Ziel brachte.

Die 25-jährige Sherrock, die am vergangenen Dienstag als erste Frau überhaupt einen Sieg bei der PDC-Weltmeisterschaft verbuchen konnte (3:2 gegen Ted Evett), peilt am Freitag im Match mit Landsmann Chris Dobey nun den Sprung ins Viertelfinale an.


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