Berlin Marathon: Wilson Kipsang mit Weltrekord beim Berlin-Marathon

Bei Temperaturen im Bereich von durchgehend 10 Grad und herrlichem Sonnenschein fanden am Sonntag mehr als 40.000 Teilnehmer bei der 40. Ausgabe des Berlin-Marathons nahezu optimale Bedingungen vor. Als Reaktion auf die Anschläge beim Marathon in Boston im April dieses Jahres mussten die Zuschauer zwar mit Zäunen im Start- und Zielbereich im Berliner Tiergarten leben, doch trübte dies die tolle Atmosphäre nicht wesentlich.

Ebenso war der Auftritt eines Störenfriedes im Läufer-Outfit, der über die Absperrung sprang und kurz vor dem Sieger Wilson Kipsang die Ziellinie überquerte, nur einen kurzen Moment lang von Bedeutung. Der Mann wurde festgenommen und der Polizei übergeben, teilte Renndirektor Mark Milde mit.

Schließlich war der sportliche Aspekt des Marathons auch in diesem Jahr am wichtigsten. Für das größte Ausrufezeichen sorgte dabei der Sieger Kipsang, der nicht nur die Siegprämie in Höhe von 40.000 Euro sicherte, sondern darüber hinaus noch weitere 50.000 Euro Prämie für einen neuen Weltrekord einstrich. Der Kenianer setzte sich nach 37 Kilometern von seinen Landsleuten Eliud Kipchoge und Geoffrey Kipsang, die letztlich auf den Plätzen zwei und drei landeten, ab und lief einsam in 2:03:23 Stunden zum neuen Weltrekord.

Bisheriger Weltrekordhalter war der gleichfalls aus Kenia stammende Patrick Makau, der am 25. September 2011 ebenfalls in Berlin 2:03:38 Stunden für die 42,195 Kilometer benötigt hatte. Makau musste diesmal wegen einer Entzündung im Knie passen und tatenlos zusehen, wie sein Rekord geknackt wurde.

Florence Kiplagat siegt bei den Frauen

Der 31 Jahre alte Kipsang will sich auf dem neuen Rekord indes nicht ausruhen, sondern kündigte in seinen ersten Statements gleich an, noch schneller laufen zu können. Eine Zeit, wie die des Kenianers scheint für deutsche Läufer außer Reichweite. Als bester Deutscher benötigte André Pollmächer aus Düsseldorf knapp zehn Minuten mehr als Kipsang, lief in 2:13:05 aber immerhin persönliche Bestzeit.

Auch bei den Frauen ging der erste Platz an Kenia. Die 26 Jahre alte Florence Kiplagat, die schon als Top-Favoritin ins Rennen gegangen war, kam nach 2:21:13 Stunden beim Berlin-Marathon ins Ziel und verwies mit Sharon Cherop eine weitere Kenianerin auf den zweiten Platz. Rang drei ging an die deutsche Rekordhalterin Irina Mikitenko von der LG Eintracht Frankfurt, die trotz bereits 41 Jahren in ihrer Klasse einen Master-Weltrekord aufstellte und anschließend überglücklich war.


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