Tasmania Berlin mit Entlassung von Franz Linken in der Saison 1965/66

Franz Linken damaliger Trainer von Tasmania Berlin

Bildquelle: Charlynick1960 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Obwohl Tasmania Berlin nur eine Saison in der Bundesliga spielte, ist der Klub den meisten ein Begriff. Die Berühmtheit verdankt man dem schlechten Abschneiden in der Saison 1965/66, als man mit 15:108 Toren und 8:60 Punkten abgeschlagen den letzten Platz belegte.

Auch in der ewigen Tabelle ist Tasmania Berlin Letzter und somit der erfolgloseste Verein in der Geschichte der Bundesliga. Trainer in der Saison 1965/66 war Franz Linken, der aber wenig verwunderlich noch vor dem Saisonende entlassen wurde. Nachdem Hertha BSC wegen eines Verstoßes gegen die finanziellen Regelungen des Bundesligastatuts die Lizenz entzogen wurde und zwangsabsteigen musste, rückte Tasmania Berlin als Ersatz nach.

 

Doch die Truppe von Franz Linken war im Vergleich zu den professionellen Teams der Bundesliga nicht konkurrenzfähig und so stand von Anfang an fest, dass es für die Berliner schier unmöglich wird, die Klasse zu halten.

Allen Unkenrufen zum Trotz erwischte Tasmania einen traumhaften Einstand. Am 1. Spieltag feierte der Klub aus dem Stadtteil Neukölln vor 81.500 Zuschauern einen 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC und somit die ersten Bundesligapunkte. Dass es der einzige Sieg bleiben sollte, hätte wohl keiner gedacht. Denn danach nahm die historische Talfahrt der Berliner ihren Lauf und die Euphorie war schnell verflogen.

Linken-Entlassung nach Pleitenserie

Es hagelte Niederlage auf Niederlage und zwischen dem 2. und 12. Spieltag blieb man nur einmal unbesiegt. Beim 1. FC Kaiserslautern verbuchte Tasmania Berlin am 8. Spieltag mit dem 0:0 einen kleinen Achtungserfolg und zugleich den einzigen Auswärtspunkt. Nach dem Unentschieden setzte sich die Pleitenserie aber wieder fort. Gegen den VfB Stuttgart (0:2), Meidericher SV (0:3), 1. FC Köln (0:6) und Werder Bremen (0:5) konnten die Tasmanen nicht einmal ein Tor erzielen und längst war man zur Schießbude der Liga verkommen.

Am 10. November 1965 kam es aufgrund der anhaltenden Erfolglosigkeit zur Entlassung von Trainer Franz Linken und Heinz-Ludwig Schmidt hatte die wenig dankbare und aussichtslose Aufgabe, die Saison noch irgendwie glimpflich über die Bühne zu bringen. Die Rechnung ging nicht auf. Die Bilanz von Tasmania Berlin unter dem Linken-Nachfolger liest sich vernichtend: Von 22 Bundesligaspielen gingen 20 verloren, einzig gegen Borussia Mönchengladbach und erneut Kaiserslautern holten die Berliner ein Unentschieden.

Tasmania 1900 stieg sang- und klanglos am Ende der Saison 1965/66 ab und ward nie wieder in der Bundesliga gesehen. Gleiches gilt auch für Franz Linken, der seiner Trainerkarriere nach der Entlassung bei Tasmania Berlin beendete. Im Jahre 1976 verstarb Franz Linken in Düsseldorf. Das genaue Datum seines Versterbens ist nicht bekannt.


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