Ski alpin: Neureuther zum Karriereende Siebter - Rebensburg patzt und wird Fünfte

Felix Neureuther sichert sich 7. Platz zum Karriereende

Bildquelle: rom@nski photo from Rakov Potok, Hrvatska [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Felix Neureuther hat sich mit einem guten 7. Platz aus dem Ski alpin-Sport verabschiedet. Zum Abschluss seiner erfolgreichen Karriere glückt Deutschlands Vorzeige-Skifahrer der vergangenen Jahre das beste Saisonergebnis, seinen Rücktritt bereut er aber trotz Wehmut nicht. Viktoria Rebensburg hat derweil beim Saisonfinale in Soldeu das Podium trotz guter Ausgangslage verpasst. Den Sieg schnappte sich wieder einmal „Wonder Woman“ Mikaela Shiffrin.

Aus und vorbei: Nachdem Felix Neureuther am Samstag seinen Rücktritt erklärte, glückte ihm beim Weltcup-Finale in Soldeu im Kleinstaat Andorra ein toller Abschied. Der 34-Jährige belegte in seiner Paradedisziplin Slalom den 7. Platz. Das Podium verfehlte der Mann aus Garmisch-Partenkirchen nur um 0,27 Sekunden. Aber auch wenn es seine beste Saisonplatzierung war, spielte das zum Abschluss nur noch eine untergeordnete Rolle.

Nach seiner Zieleinfahrt wurde Neureuther von seinen Konkurrenten herzlichst empfangen, gedrückt und bekam neben einer Sektdusche auch noch einige Schneebälle um die Ohren. Der Sieg von Clement Noel, sein Dritter in diesem Winter, geriet dabei fast in den Hintergrund. Damit wusste der junge Franzose aber gut umzugehen.

Neureuther freut sich auf Leben ohne „enge Skischuhe“

Neureuther war es fast ein bisschen unangenehm, da er keinen großen Abschied feiern wollte, sondern stattdessen noch einmal auf der Piste für Aufmerksamkeit sorgen wollte. Das ist dem Routinier mit seinem 7. Platz hervorragend geglückt und so konnte er sich im Ranking noch einmal vor namhaften Konkurrenten wie dem Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher oder Alexis Pinturault einreihen.

„Es war genau so richtig für mich. Ich bin noch einmal ein gutes Rennen gefahren. Ich freue mich jetzt einfach auf die Zeit zuhause, auch wenn mir die Jungs sehr fehlen werden“, erklärte Neureuther gegenüber dem ORF und ergänzte. „Was mir nicht so abgehen wird, sind die engen Skischuhe und die Reiserei. Ich bin jetzt wirklich happy.“

Noel macht es nach Patzer unnötig spannend

Slalomsieger Noel musste indes aber noch einmal um seinen Triumph bangen. Nachdem der 21-Jährige im ersten Lauf einen enormen Vorsprung herausfuhr, unterlief im beim zweiten Durchgang ein schwerer Patzer im Steilhang. Im Ziel war Clement Noel nur noch um die Winzigkeit von 0,18 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Manuel Feller. Dem Österreicher glückte im zweiten Lauf die zweitbeste Zeit, womit er sich um sieben Plätze im Abschlussranking verbesserte. Den 3. Platz belegte Daniel Yule (+083 Sekunden) aus der Schweiz.

 

 

Superstar Hirschler enttäuscht

Einen gebrauchten Tag erwischte indes Marcel Hirscher, um den es ebenfalls Gerüchte über ein Karriereende gibt. Zwar war dem österreichischen Superstar sowohl die kleine Kristallkugel als bester Slalomläufer als auch der Gesamtweltcupsieg nicht mehr zu nehmen, aber in Soldeu kam der 30-Jährige nicht über den mageren 14. Platz hinaus. Sein Zeitrückstand auf Sieger Noel belief sich für seine Verhältnisse auf stolze 1,62 Sekunden.

Rebensburg nach Patzer Fünfte - Shiffrin siegt auch zum Abschluss

Bei den hat derweil Viktoria Rebensburg, die in den letzten Wochen einen starken Schlussspurt im Weltcup hinlegte, einen Podiumsplatz verpasst. In ihrer Paradedisziplin Riesenslalom wurde die 29-Jährige in Soldeu Fünfte. Dabei befand sich Rebensburg mit der zweitbesten Zeit im ersten Lauf auf gutem Weg, doch beim zweiten Durchlauf leistete sie sich kurz vor dem Ziel einen Fahrfehler und hatte 2,03 Sekunden Rückstand auf Siegerin Mikaela Shiffrin.

Die Dominatorin aus den USA hat damit ihre eindrucksvolle Rekordserie weiter ausgebaut und konnten ihren 17. Saisonsieg bejubeln! Damit räumte Shiffrin auch die kleine Kristallkugel als Gesamtsiegerin im Riesenslalom ab und folgt auf Vorjahressiegerin Rebensburg. Zudem holte die 24-Jährige auch noch den Gesamtweltcup und die beiden Disziplinwertungen im Slalom und Super-G.

Robinson wird sensationell Zweite

Für eine Sensation sorgte indes Alice Robinson. Die erst 17-jährige Neuseeländerin sorgte im Riesenslalom für Aufsehen und landet mit gerade einmal 0,30 Sekunden Rückstand auf Shiffrin völlig überraschend auf dem 2. Platz. Schon im ersten Durchgang 'schockte' die Junioren-Weltmeisterin, die überhaupt erstmals in junger Karriere auf das Weltcup-Podest fuhr, die Konkurrenz mit der drittbesten Zeit. Rang drei ging an Petra Vlhova (+0,41 Sekunden) aus der Slowakei.


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