NBA-Finals: Warriors schlagen in Toronto zurück und gleichen aus

Warriors gleichen in Spiel 2 gegen Toronto aus

Bildquelle: Chensiyuan [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Golden State Warriors haben sich in den Finalspielen der NBA gegen die Toronto Raptors für die Auftaktpleite revanchiert. Spiel zwei der Best of Seven-Serie entschied der Titelverteidiger mit 109:104 zu seinen Gunsten und schafft somit den 1:1-Ausgleich. Die Warriors stellen im 3. Viertel die Weichen auf Sieg, müssen am Ende noch einmal bangen. Apropos bangen: Klay Thompson könnte die Verletzungssorgen der 'Dubs' vergrößern.

Enorm wichtiger Sieg für die Golden State Warriors: Nachdem der NBA-Meister der vergangenen zwei Jahre in Spiel 1 bei den Toronto Raptors noch mit 109:118 den Kürzeren zog, hat das Team von Trainer Steve Kerr nun zurückgeschlagen und sich den Heimvorteil in der Finalserie geholt. Beim 109:104-Sieg avancierte Klay Thompson zum Matchwinner der Warriors.

 

Der Shooting Guard sammelte 25 Punkte und war damit bester Werfer der Gäste. Allerdings musste der Superstar im Schlussviertel vorzeitig aufgrund einer Oberschenkelverletzung vom Parkett.

Klay Thompson verletzt sich am Oberschenkel! Ausfall in Spiel 3?

Ob Klay Thompson eine längere Zwangspause droht, ist noch ungewiss. Zumindest steht hinter seinem Einsatz im dritten Spiel der Finalserie, das in der Nacht zum Donnerstag in Oakland über die Bühne geht, ein dickes Fragezeichen. Es wäre ein herber Rückschlag für die Mission Titel-Hattrick der Golden State Warriors, die zudem sehnlichst auf das Comeback von Kevin Durant warten.

Auch wenn die Verletzten, Kevin Looney zog sich im zweiten Duell ebenfalls eine Blessur zu, die Freude etwas trübten, war Kerr die Erleichterung über den wichtigen Auswärtserfolg ins Gesicht geschrieben. „Das war ein großartiger Sieg. Ich bin stolz auf mein Team“, erklärte der GS-Coach und ergänzte: „Jetzt wollen wir den Heimvorteil nutzen und schauen, was mit unseren Verletzten passiert.“

Raptors in Halbzeit eins mit leichten Vorteilen

Im ausgeglichenen 1. Viertel lief Klay Thompson gleich heiß und steuerte elf der ersten 13 Punkte der Warriors bei. Doch Toronto, die als erstes kanadisches Team im NBA Finale stehen, überzeugte mit guter Balance und konnte zunächst mit 19:13 in Front gehen. Nach dem ersten Viertel stand es 27:26 für die Raptors. Diese erwischten vor heimischer Kulisse auch im zweiten Abschnitt den besseren Start und konnten sich dank eines 10:0-Runs erstmals etwas absetzen. Zwischenzeitlich lag das beste Team der Hauptrunde mit zwölf Punkten vorne, während die Warriors erst in den letzten Minuten vor der Halbzeitpause nach kleiner Schwächephase wieder in die Spur fanden.

Endlich wachte auch der sich bis dahin zurückhaltende Stephen Curry aufseiten der Kalifornier auf und besorgte zwölf Punkte in den letzten vier Minuten. Damit bewegte sich der Pausenrückstand des Favoriten mit 54:59 im überschaubaren Bereich, während die Raptors aufgrund des Spielverlaufs einer deutlicheren Führung hinterher trauerten.

3. Viertel: Warriors überrennen Raptors mit 18:0-Lauf

Im Locker Room muss Steve Kerr die passenden Worte gefunden haben, denn die Dubs drehten im dritten Viertel mächtig auf und überrannten die Raptors regelrecht mit einem 18:0-Lauf. Neben Thompson waren Andre Igoudala und Draymond Green die Hauptakteure des imposanten Warriors Sturmlauf, die Toronto förmlich lähmte. Die Dubs stellten die Partie in der Scotiabank Arena auf den Kopf und führten mit 72:59.

 

 

Fred VanVleet sollte die rund sechsminütige Punktlos-Durststrecke der Hausherren beenden, die anschließend wieder etwas besser in die Spur fanden und sich bis zum Drittelende auf 80:88 herankämpfen, konnten. Dennoch war rückblickend für Torontos Kyle Lowry, der die Partie mit nur 13 Punkten beendete, das dritte Viertel die Ursache für die folgende Pleite: „Da haben wir nicht gut genug gespielt und zu viele Würfe vergeben. Da haben wir das Spiel verloren.“

Leonard lässt Raptors hoffen - Iguodala zieht den Stecker

Dabei schnupperten die Toronto Raptors im Schlussviertel noch einmal am Ausgleich, obwohl man zwischenzeitlich mit zwölf Punkten im Hintertreffen lag. Als noch 1:08 Minuten zu spielen waren, verkürzte Topscorer Kawhi Leonard mit drei Freiwürfen auf fünf Punkte. Und als sich die Warriors direkt im Anschluss einen Turnover leisteten, stand es nur noch 104:106 aus Sicht der Raptors. Doch 5,9 Sekunden vor dem Ertönen der Sirene verpasste Iguodala den Kanadiern mit einem Dreier den späten und finalen K.o.

Ärgerlich für die Raptors, für die ein Sieg durchaus drin gewesen wäre. Doch hierfür fehlte Starspieler Leonard insgesamt die Unterstützung. Mit insgesamt 34 Zählern war der 27-jährige Forward zwar wieder einmal der fleißigste Punktesammler seines Teams, aber anders als in Spiel eins erhielt er diesmal zu wenig Unterstützung Allen voran Pascal Siakam zeigte diesmal nach seiner 32-Punkte-Gala im Auftaktspiel eine enttäuschende Leistung und brachte lediglich zwölf Zähler aufs Board. Dafür traf Ersatzmann vanVleet für die Raptors mit 17 Punkten am zweitbesten.

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Die Warriors konnten sich derweil auf ihre Splash-Brothers verlassen. Das Guards-Duo steuerte insgesamt 48 Punkte bei: Klay Thompson brachte es auf 25 Zähler, Stephen Curry auf 23. Zudem schrammte Draymond Green (17 Punkte, 10 Rebounds, 9 Assists) knapp an einem Triple-Double vorbei.

Die Kalifornier genießen in den nächsten beiden Finalspielen in der Oracle Arena Heimrecht. Alle Partien der NBA Finals 2019 werden vom Streamingdienst-Anbieter DAZN live übertragen. Noch kein Abo? Dann einfach eingebundenen Banner klicken und kostenlosen DAZN Probemonat sichern.


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