NBA: Das Leben eines NBA-Spielers - Training, Ernährung & Erfolge

Das Leben eines NBA-Profis

Bildquelle: By Keith Allison [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

82 Spiele plus Play-offs innerhalb eines Jahres, vielleicht noch die Olympischen Sommerspiele dazu: Das Leben als NBA-Spieler ist physisch und mental anstrengend, birgt jedoch vor allem für die Stars des Sports die Sicherstellung eines gehobenen Lebensstandards für eine lange Zeit. Wie gehen die besten Basketballer vor, um Erfolg zu haben?

Als Basketball-Spieler in der NBA braucht es viel Talent und danach noch viel mehr harte, aber leidenschaftliche Arbeit, um dies regelmäßig auf höchstem Niveau umsetzen zu können. Generell handelt es sich bei Basketball-Profis um einige der fittesten Athleten der Welt. Diese Physis wird für die intensiven 48 Minuten alle zwei bis drei Tage auch allemal benötigt.

Konstantes Training für 48 Minuten

Die Arbeit hört jedoch nicht bei dem technischen, taktischen, physischen Training sowie den Spielen selbst auf. Stattdessen sind die Akteure unter der Woche viel mit der Videoanalyse des Trainerteams beschäftigt, die in den USA deutlich umfangreicher und detaillierter als beispielsweise in Deutschland ausfällt.

Besonders die Wettbewerbshärte in der NBA ist durch das vorherrschende System stets präsent. Die Teams werden durch den Salary Cap und das Draft-System vor allzu großen Unterschieden in der Leistungsfähigkeit bewahrt. Selbst wenn dies im Fall der Ausnahmeerscheinungen wie der Strategie der Golden State Warriors, die Jahr um Jahr souverän an der Spitze thronen, nicht immer hundertprozentig funktioniert, so sorgt es doch dafür, dass die Spieler nicht wirklich eine Nacht Pause machen können. Der Fokus muss stets ganz oben sein, sonst lauert die nächste Negativserie schon hinter der Ecke. Sekundenbruchteile entscheiden oft über Siege und Niederlagen. Dementsprechend ist die typische Woche eines NBA-Spielers immer davon abhängig, wann die Spiele stattfinden, wer der Gegner ist und ob gereist werden muss.

Herausforderung "Road Game"

Die 41 Auswärtsspiele, die sogenannten "road games", stellen für die Sportler eine besondere Herausforderung dar. Durch die teils riesigen Distanzen in den USA und Kanada, im Fall von Toronto, wird extrem viel Zeit in Flugzeugen verbracht. Die meisten Teams beschäftigen also nicht ohne Grund eigene Schlaf- und Ernährungsexperten, um die bestmöglichen Grundlagen zu gewährleisten und eventuell noch einen Prozentpunkt mehr an Leistung herauszuholen. Im Hinblick auf die richtige Nahrungsaufnahme kommt es im Basketball viel auf Kohlenhydrate als Energielieferanten an. Die meist kurze und intensive Belastung sorgt für schnelle Entladung der Kohlenhydratspeicher. Diese müssen ebenfalls für erhöhte Konzentrationsfähigkeit möglichst schnell wieder aufgeladen werden, wofür sich die vielen Pausen zwischen den Vierteln optimal eignen. Isotonische Getränke, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Vollkornprodukte sind bei Profis besonders beliebt.

Im Gegensatz zu den Auswärtspartien bringen Heimspiele etwas mehr Routine in den täglichen Ablauf. Keine Flüge, keine Hotels und die gewohnte Umgebung sorgen generell dafür, dass Teams in der eigenen Arena zuverlässiger punkten. Sie können entspannt 90 Minuten vor dem Tip-Off in der Arena erscheinen und mit der Unterstützung der eigenen Fans zur Höchstform auflaufen. In einer guten Nacht erzielt ein guter NBA-Spieler zumindest 20 Punkte, ein halbes Dutzend Rebounds und bringt stets die beste Defensivleistung, um sein eigenes Team voranzutreiben. Erstaunlich nach der Belastung: Einige Spieler bleiben auch nach Ende des Spiels noch in der Arena, um ein wenig Krafttraining an den Gewichten zu machen. Bei so viel Professionalität wundert es keinen, dass die NBA die größte und beste Basketball-Liga der Welt ist. Die Details in der Herangehensweise und Arbeitseinstellung machen den Unterschied.


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