Diamond League: Justin Gatlin mit Jahresbestzeit über 200 m in Monaco

In Monaco stand das zehnte Diamond-League-Event des Jahres an, bei dem es zwar keine Weltrekorde zu bejubeln gab, dafür wurden im Stade Louis II gleich mehrere Jahresweltbestleistungen aufgestellt. So auch vom US-Sprinter Justin Gatlin, der über 200 Meter ein Ausrufezeichen setzte. Aus deutscher Sicht ist vor allem der 2. Platz von Kugelstoßerin Christina Schwanitz erwähnenswert.

Dass gegen die derzeit übermächtige Valerie Adams aus Neuseeland kein Kraut gewachsen ist, hat Christina Schwanitz in Monaco am eigenen Leib erfahren. Die 28-jährige Kugelstoß-Vizeweltmeisterin landete mit 19,54 m auf dem 2. Platz, während Adams den Wettkampf souverän mit 20,38 m gewann.

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Für die viermalige Weltmeisterin ist es der 53. Sieg in Serie, die sich damit zugleich die Disziplinwertung in der Diamond League sicherte. In Monaco verpasste Adams ihre Jahresweltbestleistung (20,46) knapp um acht Zentimeter. Dafür gab es aber in anderen Disziplinen reichlich Jahresweltbestleistungen zu bestaunen.

So setzte Justin Gatlin ein Ausrufezeichen über die 200 m. Der mehrfach des Dopings überführten US-Sprinter kam bei Gegenwind (1,1 m/s) nach 19,68 Sekunden ins Ziel. So schnell war der 32-Jährige, der noch nie unter 20 Sekunden blieb, noch nie. Gatlin ist aktuell mit 9,80 Sekunden auch der schnellste Sprinter über 100 Meter. Während Gatlin auf der Zielgeraden voll durchzog, ging sein US-Landsmann Tyson Gay nahezu unter und wurde in seinem ersten 200-m-Rennen nach seiner Dopingsperre mit 20,22 Sekunden nur Vierter. Bei den Frauen lief hingegen die US-Amerikanerin Torie Brown (10,80) über die 100 Meter die schnellste Zeit der Saison.

Silas Kiplagat mit Jahresbestleistung

Stark war auch der Auftritt von Silas Kiplagat im 1500 Meter-Lauf. Der Kenianer siegte mit der Jahresbestleistung und persönlichen Bestzeit von 3:27,64 Minuten und stahl somit seinem Landsmann Asbel Kiprop, der mit 3:28,45 Minuten Zweiter wurde, die Show. Denn dieser hatte einen Weltrekordangriff angekündigt. Über die 800 m erzielte hingegen der Botswaner Nijel Amos mit 1:42,45 Minuten eine beste Zeit des Jahres. Bei den Frauen sorgten derweil die Amerikanerin Ajee Wilson mit 1:57,67 Minuten über 800 m und Genzebe Dibaba aus Äthiopien mit 14:29,19 Minuten über 5000 m für neue Saison-Bestleistungen.

Weitere Top-Ergebnisse gab es beim Diamond-League-Event in Monaco im Hochsprung und Dreisprung. Der ukrainische Hochspringer Bogdan Bondarenke siegte mit 2,40 m, verpasste aber dreimal ganz knapp die neue Europarekord-Höhe von 2,43 m. Die Dreispringerin Caterine Ibarguen aus Kolumbien gewann mit 15,31 m und erzielte somit den drittbesten Sprung in der Geschichte des Frauen-Dreisprungs.


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