Erfolgreiches Debüt von Ex-WWE Star Jack Swagger bei Bellator 214

Jack Swagger feiert Debüt bei Bellator 214

Bildquelle: Megan Elice Meadows [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Es gab einen heiß ersehnten MMA Kampf gestern Nacht auf DAZN zusehen: Bellator 214 schlug die Zelte im Fabolous Forum in Inglewood, Kalifornien auf, um den Grand Prix der Heavyweights mit dem Finale abzuschließen: Ryan Bader sollte auf Fedor Emelianenko treffen. Außerdem hielt die Match Card auch das Debüt von Ex-WWE Wrestler und Heavyweight Champion Jack Swagger bereit.

Insgesamt gab es fünf Kämpfe, von denen jedoch nur einer über die Distanz gehen sollte. Für Kurzweil war also alle Male gesorgt, auch wenn die großen Überraschungen weitgehend ausbleiben sollten. Los ging es im Federgewicht. Adel Altamimi (7-5) gegen Brandon McMahan (5-6). Altamimi ein Mann mit irakischen Wurzeln. Er konnte bis hier hin all seine sieben Siege (einen durch KO und sechs durch Aufgabe) allesamt in der ersten Runde verwirklichen. Da sollte auch dieser Kampf keine Ausnahme werden.

Altamimi mit Aufgabesieg, Archuleta siegt glücklich über die Distanz

Nach einem kurzen Schlagabtausch auf den Beinen suchte und fand McMahan sofort den Clinch gegen den Käfig. Doch fand er sich hier nach kaum mehr als einer Minute am falschen Ende eines Kimura Holds wieder. Diesen Hebel nutze Altamimi, um seinen Mann zu Boden zu bringen und im folgenden Scramble in einer Armbar zu fangen. McMahan blieb nichts, außer abzuklopfen! Wieder ein Sieg in der ersten Runde für den Mann aus dem Irak!

Weiter ging es eine Gewichtsklasse weiter unten. Im Bantamgewicht trafen Juan Archuleta (21-1) und Ricky Bandejas (11-1) aufeinander. Archuleta seit 16 Kämpfen ungeschlagen! Ein Kampf, dessen Sieger sich durchaus Hoffnung auf eine Titelherausforderung machen durfte. Die Erste ging an Archuleta, der den Kampf sowohl ringerisch als auch auf den Beinen als Aggressor kontrollieren konnte. Insbesondere seine ringerischen Einlagen zeigten gute Kontrolle über seinen stehenden Gegner, den er mehrfach mit Slams zu Boden donnerte. Aber auch auf den Beinen blieb er der Mann mit der Initiative. Insbesondere weil Bandejas keine effektiven Winkel fand, um zu kontern. Nicht zuletzt, weil er sich fast immer in geraden Linien zurückzog.

Die Zweite war dann schon enger. Bandejas nun mit mehr Initiative auf den Beinen. Er fand seine Reichweite etwas besser und konnte seinen diesbezüglichen Vorteil geltend machen. Jedoch ohne die große Schadenswirkung zu erzielen. Zumal Archuleta immer wieder mit Takedowns und Clinch Attacken drohte. Diese konnte Bandejas abwehren. Da er jedoch, außer einem Initiative-Vorteil und der Übernahme der Käfigmitte, wenig Zwingendes anzubieten hatte, war schwer zu sagen, wie die Kampfrichter diese zweite Runde bewerten würden. Runde drei war dann die beste von Bandejas. Sein Anti-Wrestling in diesem Kampf war wirklich beeindruckend. Er wehrte einige Takedowns ab und konnte ansonsten ohnehin nie lange am Boden gehalten werden. Überdies landete er den klarsten Treffer des Kampfes, als er Archuleta mit einem Konter-Knie gegen den Kopf traf, während dieser gerade zum Takedwon abtauchte. Auch zum Ende der Runde hin einige klare Treffer für Bandejas. Allerdings gestattet er Archulet zu viel Volumen. Überdies konnte Archuleta immer noch viel Kontrolle ausüben, wann immer er seine Arme um Bandejas bekam. Am Ende wurde es eine etwas schmeichelhafte Unanimous Decision für Archuleta. Hätte Bandejas einfach nur ein bisschen mehr gemacht, hätte er hier durchaus gewinnen können!

Das Swagger-Debüt glückt, Blitz-KO gegen Pico

Es folgte nun das MMA-Debüt von Jake Hager, besser bekannt unter seinem WWE-Alias "Jack Swagger". Er sollte auf J.W. Kiser treffen. Bei diesem handelte es sich um einen Prügler, der schon seit über einem Jahrzehnt in regionalen MMA-Shows unterwegs war. Die meisten davon allerdings Amateurkämpfe und (laut Kisers Aussage) nicht sanktionierte Smoker-Fights. Das Ganze ein Kampf im Schwergewicht. Der Einmarsch von Hager wurde übrigens musikalisch von WWE-Wrestler R-Truth begleitet. Auch die "We The People" Catchphrase des "All-American Americans" schaffte es sensationell rüber in die Welt der MMA. Der Kampf verlief so, wie man es erwarten konnte. Hager kassierte auf dem Weg in den Takedown zwar eine rechte Klebe von Kiser. Doch am Boden hatte Kiser der Top Control von Hager nichts entgegenzusetzen. Nachdem Kiser beinahe von einem großen Ellbogenstoß erwischt wurde, drehte er sich, sodass Hager den Head and Arm Choke anbringen konnte. Kiser klopfe ab. Erfolgreiches Debüt für Jake Hager!

Der Co-Main Event im Federgewicht sah ein Aufeinandertreffen eines aufsteigenden Talents und eines etablierten Fighters. Aaron Pico (4-1) traf auf Henry Corrales (16-3). Pico vor allem deswegen ein heißes Eisen, weil keiner seiner Kämpfe auch nur annähernd aus der ersten Runde rauskam. Dieser Kampf hier verdeutlichte, warum dem so ist. Beide fingen sofort an, Fäuste auszutauschen. Pico dabei schneller und mit einem klasse Aufwärtshaken, der Corrales kalt erwischte. Dieser war sofort auf Roller Blades unterwegs. Doch dann zeigt sich der große Unterschied in puncto Erfahrung zugunsten von Corrales. Pico war viel zu scharf darauf, nun nachzusetzen und den Kampf zu beenden. Doch auch im benebelten Zustand behielt Corrales eine gute Übersicht, während Pico übereifrig wurde, und zwar kraftvoll aber unpräzise das Finish suchte. Im anschließenden Clinch war es dann Corrales, der einen rechten Haken über den viel zu tiefen linken Arm von Pico feuerte, der daraufhin umging wie eine Bahnschranke. Ein Hockey-Fight! Und wieder mal war alles in der Ersten vorbei.

Ryan Bader besiegt Emelianenko mit nur einem Schlag

Den Main Event bildete das Finale des Bellator Grand Prix der Schwergewichte: Ryan Bader (26-5) gegen Fedor Emelianenko (38-5). Bader ging als amtierender Halbschwergewichts-Champion von Bellator in diesen Kampf und es stand, neben dem Turniersieg, auch der Schwergewichtstitel von Bellator auf dem Spiel. Bader hatte auf dem Weg ins Finale King Mo und Matt Mitrione mit Leichtigkeit hinter sich gelassen. Emelianenko hatte sich gegen Frank Mir und Chael Sonnen durchgesetzt.

Es sollte nur 53 Sekunden dauern. Beide belauerten sich früh. Bader mit einigen Finten und knappen Fehlschlägen. Doch dann saß ein langer Haken mit der linken Führhand, der den Aus-Knopf im Gesicht von Fedor Emelianenko fand. Dieser ging sofort um, sodass die nachfolgenden Schläge nur noch die letzten Zweifel ausräumten. Somit wurde Bader als erster Bellator Fighter überhaupt in zwei Gewichtsklassen MMA Champion (Halbschwergewicht und nun auch Schwergewicht). Er war hier von Anfang an hoch favorisiert in dieses Turnier gegangen und hat dies mit drei dominanten Vorstellungen auch klar unterstrichen. Welchen der beiden Titel er künftig verteidigen will oder ob er gar beide verteidigen möchte, soll in Kürze entschieden werden.


UFC

Werbung