Golden State Warriors vs. Houston Rockets - Traumfinale der Western Conference perfekt

Stephen Curry war mit 28 Punkte bester Schütze der GS Warriors

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In der Western Conference der NBA kommt es zum absoluten Traumfinale zwischen den Golden State Warriors und Houston Rockets. Im Conference-Halbfinale wurden die beiden Schwergewichte ihrer Favoritenrolle gerecht und eliminierten in ihren jeweiligen Playoff-Serien in fünf Spielen die New Orleans Pelicans bzw. die Utah Jazz. Während die Warriors dem großen Ziel der Titelverteidigung nähergekommen sind, sinnen die Rockets auf Revanche.

In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch haben die Golden State Warriors den entscheidenden vierten Sieg in der Best-of-5-Serie gegen die Pelicans geholt. Mit 113:104 (59:56) setzte sich der amtierende Meister in eigener Halle durch. Der Truppe von Trainer Steve Kerr reichte dabei ein bärenstarkes dritte Viertel, um die Weichen auf das Weiterkommen zu stellen.

 

Dabei konnten die New Orleans Pelicans die erste Halbzeit noch offen gestalten und hatten beim Stande von 56:59 lediglich drei Punkte weniger auf dem Scoreboard als der turmhohe Favorit. Doch dann drehten die Warriors um ihren Superstar Stephen Curry mächtig auf und beendeten das dritte Viertel mit 17 Punkten mehr! Die Vorentscheidung. Die Dubs gingen mit einem komfortablen 20-Punkte-Vorsprung in das Abschlussviertel, wo man einige Gänge runter schaltete und Kräfte sparte. Zwar kamen die Pelicans noch einmal bis auf neun Zähler heran, doch der Sieg der Gastgeber geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Star-Trio der Warriors sichert Sieg gegen Pelicans

Stephen Curry avancierte mit 28 Punkten zum Topscorer der GS Warriors, zudem sammelte der 30-jährige Point Guard noch acht Assists und sieben Rebounds. Zudem war auch auf Kevin Durant (24 Punkte) und Klay Thompson (23) Verlass, die ebenfalls die 20-Punkte-Grenze durchbrachen. Draymond Green schrammte hingegen mit 19 Punnkten, 14 Rebounds, neun Assist und drei Steals haarscharf an einem Triple-Double vorbei.

Die besten Leistung des Abends zeigte allerdings Anthony Davis auf Seiten der Pelicans. Der 25-Jährige glänzte mit 34 Punkten und 19 Rebounds, was am Ende aber genauso wenig half, wie der starke Auftritt von Teamkollege Jrue Holiday, der ein Triple-Double verbuchte (27 Punkte, 10 Rebounds, 11 Assists).

Chris Paul mit historischer Bestmarke bei Rockets-Triumph

Golden State steht bereits zum vierten Mal in Folge im Western Conference-Finale der NBA, wo es zum Gigantenduell gegen die Houston Rockets kommt. Angeführt von einem überragenden Chris Paul behielten die Texaner im fünften Match gegen die Utah Jazz mit 112:102 die Oberhand und machten somit ebenfalls den 4:1-Triumph in der Serie perfekt. Mit stolzen 41 Punkten sowie sieben Rebounds und zehn Assists stahl CP3 sogar James Harden die Show, der ansonsten zuverlässig die Rolle des Matchwinners der Rockets ausfüllte.

Damit durfte sich der Chris Paul, der vor der Saison von den LA Clippers kam, über eine neue Bestleistung freuen. Schließlich hat der 33-Jährige in seiner gesamten Karriere noch nie so viele Punkte in einem Playoff-Match erzielt. Seine alte Bestmarke lag bei 35 Zählern. Allein acht Dreier versenkte der heißgelaufene der Routinier. Harden, der die Partie mit 18 Punkten beendete, zeigte sich vom Auftritt von Paul schwer beeindruckt: „Er war einfach unglaublich. Er ist rausgegangen und hat das Spiel an sich gerissen.“

Jazz hoffen nur kurz - Houston im letzten Viertel eiskalt

Zur Halbzeitpause lagen die Houston Rockets noch mit acht Punkten in Front, doch im dritten Viertel schlug das Pendel in Richtung der Utah Jazz aus, die den Rückstand erfolgreich aufholten und vor dem entscheidenden Durchgang knapp mit die Zählern führten. Doch die Hausherren schlugen zurück und Chris Paul, der bislang in all seinen neun Playoff-Teilnahmen in der NBA immer in der erste Runde scheiterte, sorgte mit vier Dreiern im Alleingang für die Vorentscheidung. Für Utah Jazz traf derweil Rookie Donovan Mitchel mit 24 Punkten wieder mal am besten, der zudem noch neun Rebounds pflückte.

Bereits 2014/15 kreuzten die Golden State Warriors und Houston Rockets im Finale im Westen die Klinge, mit dem besseren Ende für die Kalifornier, die sich mit 4:1 behaupteten. Nun wollen die Rockets, die die Regular Season im Westen auf dem 1. Platz beendeten, die verspätete Revanche und genießen im ersten Duell der Best-of-5-Serie am Montag (Ortszeit) den Heimvorteil.

Cavaliers im NBA-Osten im Finale - Celtics auf gutem Weg

In der Eastern Conference haben sich hingegen die Cleveland Cavaliers mit einem glatten 4:0-Durchmarsch bereits die Endspielteilnahme gesichert. Dort wird man es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit den Boston Celtics zu tun bekommen, die in ihrer Serie gegen die Philadelphia 76ers mit 3:1 führen.


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