Diamond League: Deutsches Lager enttäuscht - Bolt siegt erneut

Mit Finale in Brüssel ist am gestrigen Freitag die diesjährige Diamond League zu Ende gegangen. Beim letzten großen Wettkampf der Saison zeigte sich Superstar Usain Bolt noch einmal in guter Form, wohingegen im deutschen Lager eher Enttäuschung herrschte.

Bei einem leichten Rückenwind von 0,6 m/s lief Bolt die 100 Meter in 9,80 Sekunden und verwies den US-Amerikaner Michael Rodgers (9,90), seinen jamaikanischen Landsmann Nesta Carter (9,94) sowie Vize-Weltmeister Justin Gatlin aus den USA (9,94) auf die Plätze.

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Nachdem Usain Bolt bei der WM in Moskau in August mit 9,77 Sekunden seine persönliche Saisonbestzeit aufgestellt hatte, gelang es dem achtmaligen Weltmeister aus Jamaika aber nicht mehr, die Weltjahresbestleistung von Tyson Gay, der die 100 Meter in 9,75 Sekunden gelaufen war, zu unterbieten. Weil Gay allerdings mittlerweile unter Doping-Verdacht steht, darf sich Bolt trotzdem als schnellster Mann des Jahres 2013 fühlen.

Bei den Frauen siegte über 100 Meter die Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce, die auch am Ende der Saison ihre Klasse noch einmal eindrucksvoll unter Beweis stellte. Nach ihrem Dreifach-Triumph von Moskau brachte Fraser-Pryce die 100 Meter in Brüssel trotz leichtem Gegenwind in hervorragenden 10,72 Sekunden hinter sich. Schneller als die 26-Jährige, die in Brüssel nur knapp hinter ihrer persönlichen Bestzeit aus dem vergangenen Jahr von 10,70 zurückblieb, waren in der Geschichte der Leichtathletik über 100 Meter nur vier andere Sprinterinnen.

Deutsche Athleten enttäuschen

Während deutsche Athleten bei den Sprintwettbewerben wie gewohnt keine Rolle spielten, verliefen diesmal auch die Paradedisziplinen deutscher Sportler enttäuschend. So musste sich Stabhochspringer Björn Otto mit einer für ihn bescheidenen Höhe von 5,60 Meter mit dem zweiten Platz hinter Olympiasieger Renaud Lavillenie aus Frankreich zufriedengeben. Lavillenie sicherte sich mit 5,96 Metern zum bereits vierten Mal die Gesamtwertung.

Kugelstoß-Weltmeister David Storl sagte seinen Start in Brüssel derweil kurzfristig wegen Magenproblemen und allgemeiner Müdigkeit ab, sodass Vize-Weltmeister Ryan Whiting aus den USA ohne seinen ärgsten Konkurrenten mit 21,45 Metern auf Platz eins landete.

Die beiden Diskuswerferinnen Nadine Müller und Anna Rüh hatten zum Abschluss der Diamond League in Brüssel einen gebrauchten Tag erwischt und mussten sich mit den enttäuschenden Plätzen sieben und acht belegen.


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